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Wirtschaft

Glaser und Schrauth Gartendesign

Der Wiesbadener Betrieb Glaser und Schrauth Gartendesign hat es beispielhaft und vorbildlich geschafft, einen Menschen mit Schwerbehinderung in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.

Volker Schrauth, Inhaber von Glaser und Schrauth Gartendesign, blickt im Jahr 2017 auf eine dreißigjährige Firmengeschichte zurück. Seinen Kunden präsentiert er keine Ideen von der Stange – Kreativität und individuelle Lösungen stehen bei ihm im Fokus.

Individualität begrüßt Herr Schrauth nicht nur bei der Gartengestaltung, sondern auch in seinem Team. Jeder bringt unterschiedliche Stärken mit, das Betriebsklima ist sehr gut.

Sein Mitarbeiter David Schlick trägt mit seiner freundlichen und hilfsbereiten Art einen wesentlichen Teil dazu bei. Der Rüsselsheimer machte eine Gärtnergehilfenausbildung bei Schrauth. Es war letztlich ein Zufall, der die beiden zusammen brachte – ein gemeinsamer Bekannter berichtete von Zuschüssen und Fördermöglichkeiten für die Ausbildung beziehungsweise Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Nachdem Schrauth zunächst Bedenken hatte, ob sein kleiner Betrieb die Einschränkungen eines Mitarbeiters mit Behinderung auffangen könnte, probierte er es einfach aus. Herrn Schrauths Mut und Offenheit wurden belohnt.

David ist fleißig, denkt mit und geht offen mit seiner Behinderung um. Er ist sowohl bei Kollegen, als auch Kunden sehr beliebt. Schrauth sei überrascht gewesen, wie motiviert und leistungsfähig David sei. In einer Werkstatt für behinderte Menschen wäre er unterfordert, meint er. Im Arbeitsalltag gibt es kaum Schwierigkeiten. David setzt Anweisungen schnell um und leistet eine sehr gute Arbeit. Lediglich die Umsetzung von der Theorie in Praxis ist manchmal etwas schwierig, zum Beispiel bei der Interpretation einer Skizze. Es sei besser, wenn er David Anweisungen vor Ort gibt, so Schrauth.

Volker Schrauth möchte anderen Betrieben ans Herz legen, sich für die Beschäftigung eines Menschen mit Behinderung zu öffnen. Wenn man es nicht ausprobiere, verpasse man vielleicht eine große Chance, meint er. Anfangs sollte man gemeinsam überlegen, was der Mitarbeiter mitbringt und das fördern, was er gut kann. Kleine Erfolgsschritte geben Mut, sich an neuen Aufgaben zu versuchen. So kann David beispielsweise mittlerweile Hecken sehr präzise schneiden, was ihm anfangs noch schwer fiel. Übung macht auch hier den Meister und Anreize sind wichtig, um eine Weiterentwicklung zu ermöglichen. Es sei schwer, heute junge und motivierte Leute zu finden, die anpacken wollen. David erfüllt genau diese Kriterien.

Das Allerwichtigste ist eine gute Vertrauensbasis. Man sollte sein Gegenüber ernst nehmen und sich regelmäßig Austauschen. Dann kann ein Betrieb eigentlich nur gewinnen – sowohl an Arbeitskraft als auch an Menschlichkeit.

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