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Wirtschaft

Competence4Change

Organisationsberatung, Prozessbegleitung, Business Coaching – das alles bietet Angela Heese. Sie entwickelt ungewöhnliche, aber pragmatische Lösungen. Dabei geht es oft um "Kraft hoch drei": Anziehungskraft, Führungskraft und Transformationskraft.

Januar 2019

Unternehmen:
Competence4Change

Gründerin:
Angela Heese

Gründungsdatum:
August 2017

Branche und Unternehmen:
Organisationsberatung, Prozessbegleitung, Business Coaching

Motto:
"Always make new mistakes!" (Esther Dyson)

Interview mit der Gründerin

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Das ist die besondere Kombination aus meinen Kompetenzen und Erfahrungen. Durch mein geisteswissenschaftliches Studium habe ich einen unkonventionellen Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge. Gleichzeitig war ich viele Jahre lang in Führungspositionen in großen Unternehmen. So kann ich ungewöhnliche, aber trotzdem pragmatische Lösungen entwickeln. Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Kulturentwicklung in Unternehmen. Ich spreche gerne von "Kraft hoch drei": Anziehungskraft (also das Finden und Binden von Fachkräften), Führungskraft (damit meine ich souveränes und gelassenes Führen) sowie Transformationskraft (die Unternehmenskultur als Wettbewerbsfaktor nutzen).

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Mich freut es sehr, wenn ich sehe, wie schon durch kleine Anstöße und Interventionen Dinge in Bewegung kommen – auch auf einer tieferen Ebene, denn es geht oft um ganz grundsätzliche Fragen der Zusammenarbeit. Ich möchte zu einer besseren Arbeitswelt beitragen, die die Menschen mitgestalten. Gerade begleite ich ein mittelständisches Unternehmen aus der Finanzindustrie, dass sich standortübergreifend strategisch besser aufstellen will.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Auch wenn ich ein geisteswissenschaftliches Studium absolviert habe, war mir immer klar, dass ich in die freie Wirtschaft will. Nach dem Abschluss bin ich direkt bei adidas eingestiegen, wo ich als Personalreferentin tätig war. Insgesamt war ich neun Jahre dort – davon drei Jahre für Reebok in den USA. Anschließend bin ich nach Deutschland zurückgekehrt und habe bei Dow Corning als Personalleiterin gearbeitet.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Nach einer Firmenübernahme war schnell klar, dass sich die Kultur in dem Unternehmen, für das ich damals gearbeitet habe, so stark ändert, dass es für mich nicht mehr passt. Nebenberuflich hatte ich mich bereits zum Systemischen Coach weitergebildet, ein Zertifikatsstudium Mediation absolviert und eine "Train the Trainer"-Ausbildung gemacht. Das alles war eigentlich für die Anwendung im Job gedacht, bereitete mich aber auch optimal auf eine Selbstständigkeit vor. Ich dachte mir: jetzt oder nie! Worauf soll ich noch warten?

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
"Berufswege für Frauen" hat mich beim Businessplan unterstützt. Da brauchte ich einen Sparringspartner. Außerdem habe ich ein Gründerseminar und andere Informationsveranstaltungen bei der IHK besucht. Ich bin sehr dankbar, dass ich liebe und kompetente Menschen an meiner Seite habe, mit denen ich mich austauschen kann. Sie sorgen auch dafür, dass ich immer am Ball bleibe.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Das war super! Ich habe diese Zeit als wahnsinnig spannend, frei und einfach richtig stimmig erlebt. Auch wenn es viel Arbeit ist: Das vorherrschende Gefühl war immer eine große Freude, diesen Schritt gewagt zu haben!

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Als Nicht-BWLerin: die Akquise! Das war ein ganz neues Feld für mich. Organisationsberatung ist eine komplexe Dienstleistung – wie soll man das verkaufen? Ich habe gemerkt, dass Kaltakquise nicht zu mir passt. Stattdessen mache ich viel Networking. Das zahlt sich jetzt aus! Schließlich kommt es bei meiner Dienstleistung auf Persönlichkeit und Vertrauen an.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Wie gerade geschildert funktioniert vieles übers Netzwerken. Natürlich habe ich einen Internetauftritt und nutze Soziale Medien, hauptsächlich Xing und LinkedIn. Dort bewerbe ich auch das umfangreiche Whitepaper „Steuerrad Unternehmenskultur“, das ich zusammen mit einem Kooperationspartner veröffentlicht habe. 

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Ich habe einen Gründungszuschuss erhalten und hatte zudem gute Rücklagen. Die braucht man auch unbedingt! Es dauert seine Zeit, bis das Ganze anläuft – und auch dann will die Miete bezahlt sein.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Ich würde sehr gerne auch wieder internationaler arbeiten, wie ich es von früher gewohnt bin, als die Geschäftssprache für mich meist Englisch war. Es wäre schön, wenn es mir gelingen würde, das internationale Arbeiten in die Freiberuflichkeit zu integrieren.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich
Das hat eher etwas mit Priorisierung zu tun. Wenn einem etwas wichtig genug ist, findet man die Zeit dafür. Ich glaube, ich würde nichts anders machen als jetzt.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Zum einen ist es schon wichtig, ein ausreichendes finanzielles Polster zu haben. Dann wird man auch nicht so schnell nervös, wenn alles etwas länger dauert. Wenn man sein Herzblut reinlegt, wird man schon erfolgreich sein! Und einfach: ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren!

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