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Wirtschaft

Frechdachs

Der Frechdachs von Alexandra Gunkel ist sehr viel mehr als ein gemütlicher Treffpunkt für Kinder, Mamas, Papas, Omas und Opas: Er ist Indoorspielplatz, Kinder-Eventagentur und Babysitting-Service in einem.

Februar 2019

Unternehmen:
Frechdachs

Gründerin:
Alexandra Gunkel

Gründungsdatum:
Mai 2016

Branche und Unternehmen:
Kinderbetreuung und Kinder-Eventagentur

Motto:
"Sei frech und wild und wunderbar!" (Astrid Lindgren)

Interview mit der Gründerin

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Der Frechdachs ist Indoorspielplatz, Kinder-Eventagentur und Babysitting-Service in Einem. Bei uns ist alles sehr persönlich. Unser Indoorspielplatz ist ein gemütlicher Treffpunkt für Mamas, Papas, Kinder, Omas und Opas. Während die Kinder spielen, können die Erwachsenen in Ruhe Kaffee trinken und sich austauschen. Freitag bis Montagnachmittag ist der Frechdachs für Kindergeburtstage reserviert. Es gibt keine vorgefertigten Mottos, sondern wir richten uns ganz individuell nach den Wünschen der Kinder und Eltern. Für Familienfeiern und Firmenevents bieten wir Kinderbetreuung vor Ort an.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Das war die erste Geburtstagsparty im Frechdachs, die wir für ein neunjähriges Mädchen ausgerichtet haben. Sie fand, es war die tollste Party, die sie jemals hatte! Viele Familien feiern jetzt schon zum zweiten Mal in Folge bei uns. Manche reisen von weither an, zum Beispiel aus der Eifel – ganz einfach, weil sie von unseren Räumlichkeiten begeistert waren und sich auf Anhieb sehr wohl gefühlt haben.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Nachdem ich als Kinderanimateurin und Au-pair gearbeitet hatte, habe ich in den Niederlanden Event- und Tourismusmanagement studiert. Schon während des Studiums fing ich an, beim SV Wehen Wiesbaden zu arbeiten. Ich bin dort auch heute noch für gesellschaftliches Engagement zuständig – insbesondere für unser Kids-Club-Angebot, das sich an 5- bis 14-jährige Kinder richtet.  

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Während meiner Zeit als Au-pair in Florida kam die Idee auf, eine eigene Babysitter- und Nanny-Agentur zu gründen. Das ließ mich nicht mehr los. Als ich erfuhr, dass die Räumlichkeiten für Kinder einer Bekannten zum Verkauf stehen, fehlte nicht mehr viel. Auch Freunde bestärkten mich und sagten: Mehr Wink mit dem Zaunpfahl geht nicht – mach es!

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Vor allem meine Freunde – sowohl die, die sehr kritisch waren und sagten, man müsse sich alles ganz genau überlegen, als auch die, die mir sagten: "Jetzt mach das schon! Du würdest es ewig bereuen, wenn du es nicht probierst." Meine Familie hat mich sehr unterstützt und beim Umbau und Renovieren mit angepackt. Nicht zuletzt habe ich auch ein paar gute Tipps von der Vorbesitzerin bekommen.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Das war eine kleine Achterbahnfahrt zwischen "Alles super!" und "Oh Gott, was habe ich getan?". Als die ersten Gäste kamen und die ersten Geburtstage stattfanden, war ich sehr glücklich. Das Feedback war toll! Als ich gesehen habe, dass sich manche Kinder auf den Boden werfen, weil sie nicht mehr gehen wollen, liebevolle Feedbacks der Eltern erhalten habe, wusste ich: Das Abenteuer Frechdachs war die richtige Entscheidung.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Alles, was mit Finanzen zu tun hat. Damit hatte ich vorher noch nie etwas zu tun. Eine Arbeitskollegin und die Mutter einer Freundin haben sich mit mir hingesetzt und mir alles seelenruhig erklärt, sodass ich es jetzt einigermaßen selbst kann.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Natürlich habe ich eine Homepage, einen Facebook-Auftritt, Flyer, ... Aber da beim Frechdachs Kinder im Mittelpunkt stehen, ist die Mund-zu-Mund-Propaganda am wichtigsten. Die persönliche Empfehlung durch die Eltern oder auch die Kinder selbst steht im Vordergrund.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Ich habe einen Kredit aufgenommen. Das ging zum Glück relativ leicht, da ich noch eine Festanstellung habe. Das Rückzahlen klappt gut. Schon nach den ersten Monaten konnte ich durch die Einnahmen meine Ausgaben decken.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Dass der Frechdachs nochmal umzieht und dann einen Garten mit dabei hat. Es wäre sehr toll, wenn er eine richtige Villa Kunterbunt werden würde, wo auch draußen getobt und gespielt werden kann.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich
... noch viel mehr meiner Ideen für den Frechdachs verwirklichen und reisen.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Trau dich einfach! Bei vielen Leuten scheitert der Weg in die Selbständigkeit glaube ich daran, dass die Bedenken zu groß sind und sie den Sprung ins kalte Wasser schlussendlich doch nicht wagen und ihren Träumen nachtrauern. Außerdem sollte man sich nicht scheuen, Fragen zu stellen und Hilfe anzunehmen – und keinesfalls festgefahren bei den ursprünglichen Plänen bleiben. Vieles was am Anfang auf bunten Karten an der Wohnzimmerwand klebte, wurde doch durch neue Ideen ersetzt.

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