Sprungmarken
Dynamische Navigation einblenden
Dynamische Navigation ausblenden
Suche einblenden
Wirtschaft

Beweggrund

Thomas Quinkenstein führt eine eigene Praxis für Physiotherapie und Gesundheitsmanagement. Besonders großen Wert legt er darauf, dass Patienten und Kunden von ihm und seinem Team individuell betreut werden.

März 2020

Unternehmen:
Beweggrund

Gründer:
Thomas Quinkenstein

Gründungsdatum:
Juli 2019

Branche:
Physiotherapie und Gesundheitsmanagement

Motto:
"Ich hasse Stagnation."

Interview mit dem Gründer

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Die Besonderheit unserer Firma ist die individuelle Betreuung unserer Patienten und Kunden, sprich Ministerien und Unternehmen in meinem Umfeld. In der Behandlung nehme ich mir Zeit für eine ausführliche Diagnostik und überlege gemeinsam mit dem Patienten, was seine persönlichen Ziele sind und welche für ihn umsetzbar sind. Bei den Kunden im Gesundheitsmanagement werden Arbeitsprofile erstellt; es werden die körperlichen und/oder psychische/n Belastungen ermittelt, um Erleichterung im Arbeitsalltag zu erreichen. Wie ist der Arbeitsplatz gestaltet? Welche Ausgleichsübungen sind möglich? Physiotherapie spielt hier eine große Rolle.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Über den Start meiner Praxis bin ich sehr zufrieden. Unser Kundenstamm wächst stetig. Auch das Team wird aufgestockt. Bis März werden es sechs Angestellte sein: eine Mischung aus Physiotherapeuten, Sportwissenschaftlern und Yogalehrern.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Ich habe 2010 an der Hochschule Fresenius in Idstein angefangen, Physiotherapie zu studieren, und habe 2014 mit dem Bachelor abgeschlossen. Am Anfang meiner beruflichen Laufbahn war ich teils angestellt und teils freiberuflich tätig. Seit 2016 bin ich komplett selbständig. Jetzt, 2019, habe ich die eigene Praxis gegründet.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Mangelnde Perspektive, mangelhafte Arbeitsbedingungen in der Physiotherapie und defizitäre Gehälter. Im Studium habe ich sehr viel gelernt, was ich in der Praxis nicht anwenden konnte. Außerdem konnte ich von dem Gehalt keine Familie ernähren. Und wie gesagt: Ich mag keine Stagnation. Es war für mich immer erstrebenswert, selbständig zu arbeiten, meine eigenen Ideen zu entwickeln, eine eigene Praxis zu führen. Mit meinem Team kann ich meinen Patienten individuelle Angebote bieten.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Große Unterstützung fand ich bei meiner Frau und meiner Familie. Das erste Konzept ist durch Gespräche mit einer Patientin entstanden, die im Gesundheitsmanagement arbeitet. Anfang letzten Jahres bekam ich dann das Angebot mit den perfekten Räumlichkeiten. Carola Scheffel und Frank Theis bin ich für ihre Unterstützung sehr dankbar. Jeder hat mich auf seine Weise in die jetzige Richtung geschubst.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründer erlebt?
Ein heilloses Durcheinander! Es gab viel zu organisieren, einzurichten, ... Aber auch da hatte ich ganz starken Familienrückhalt, die ohne zu Zögern geholfen hat.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Die größte Herausforderung ist, den Schritt in die eigenen Räume zu wagen. Das bedeutet Fixkosten, Verbindlichkeit, und es gibt kein Zurück. Wenn man dann eine Familie hat, überlegt man sich das natürlich zweimal. Ich habe versucht, bestmöglich zu kalkulieren, welche Perspektive es mir bietet, und das Risiko einzuschätzen.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Mund-zu-Mund-Propaganda. Das funktioniert in der Physiotherapie immer sehr gut.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Ich habe einen Existenzgründerkredit bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank. Innerhalb von vier, fünf Tagen hatte ich das Ok. Das gab mir eine große Sicherheit. Nach vier Wochen habe ich hier den ersten Patienten behandelt.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Mein Traum ist ein Gesundheitszentrum mit einem großen interdisziplinären Team. Mittelfristig möchte ich eine bessere Balance zwischen Arbeitspensum und Freizeit erreichen. Dieses Jahr arbeite ich daran, Urlaub zu machen. 

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
... noch mehr andere Projekte machen – vielleicht einen Podcast oder Kleidung entwerfen, irgendetwas ganz Verrücktes. Und mehr Stunden zu Hause verbringen. 

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Nicht aufgeben, eine Vision haben, bodenständig bleiben, reflektiert bleiben und sich beraten lassen – von vielen unterschiedlichen Personen. Selbstvertrauen ist die halbe Miete. Habe ich’s nicht, geht’s schief.

Anzeigen