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Wirtschaft

BIERSTADTER GOLD

"Eigentlich seltsam, dass es noch kein Bier aus Bierstadt gibt. Lasst uns das doch einfach mal machen!", dachten sich René Düvel, Jens Hüttenrauch, Christopher Musche und Maximilian Gras. Jetzt lassen sie das BIERSTADTER GOLD nach ihrem Rezept brauen. Aktuell liefern sie im Stadtgebiet Wiesbaden kostenfrei aus, wenn mindestens eine Kiste bestellt wird.

Juni 2020

Unternehmen:
BIERSTADTER GOLD

Gründer:
René Düvel (mit Maximilian Gras, Jens Hüttenrauch und Christopher Musche)

Gründungsdatum:
Juli 2019

Branche:
Getränkevertrieb

Was treibt Sie an? Was ist Ihr Leitspruch?
"Einfach machen – und Spaß dabei haben!"

Interview mit den Gründern

Worum geht es bei Ihrer Gründung und was ist das Besondere daran?
Wir sind alle Bierstadter Jungs, die im Fußballverein aktiv sind. Bei Auswärtsspielen fiel oft der Spruch: "Ha, ha, ihr kommt aus Bierstadt – da trinkt ihr doch bestimmt viel Bier ..." Wir dachten: "Eigentlich echt seltsam, dass es noch kein Bier aus Bierstadt gibt. Lasst uns das doch einfach mal machen!" Das BIERSTADTER GOLD wird nach unserem eigenen Rezept gebraut. Es ist ein naturtrübes, ungefiltertes Pils – sehr süffig und etwas milder als andere Biere. Wir sehen, dass die Leute keine Lust mehr auf 08/15 Massenprodukte haben. Unser BIERSTADTER GOLD ist mehr als nur ein Bier. Es steht für Gemeinschaft, Regionalität. Und es schmeckt dazu mega gut!

Was sind Ihre ersten Erfolge?
Wir sind in den ersten Restaurants und Hotels gelistet. Im November 2019 ist der Flaschenverkauf gestartet – jetzt haben wir schon mehrere zehntausend Flaschen verkauft. Dass das BIERSTADTER GOLD so gut angenommen wird und uns die Leute so stark unterstützen, das ist für uns der größte Erfolg. Sie kaufen Pullis, T-Shirts, posten Bilder in Social Media mit unserem Bier ... Es gibt eine große Gemeinschaft, die uns supportet. Natürlich mussten auch wir uns jetzt, in der Krise, anpassen. Hotels und Gastronomie bestellen aktuell kein Bier. Im Stadtgebiet Wiesbaden, inklusive der Vororte, liefern wir aus – und zwar kostenfrei, wenn mindestens eine Kiste bestellt wird. Das wird extrem gut angenommen.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Ich habe an der Hochschule Fresenius studiert und anschließend beim SV Wehen Wiesbaden im Sportmanagement gearbeitet. Dann habe ich nochmal drei Jahre in den USA studiert. 2016 bin ich wieder nach Deutschland gekommen und habe vor zwei Jahren meine eigene Onlinemarketing-Agentur gestartet.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Bei mir war es so: Ich wusste schon relativ früh, dass ich mich selbstständig machen will. Die anderen sind noch alle fest angestellt. Es war einfach eine coole Idee – und gleichzeitig die Möglichkeit, mit seinen Freunden ein Unternehmen aufzubauen.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Wir haben viel Know-how in unserem Gründerteam: Einer von uns arbeitet in der Brauereibranche, ein anderer hat Erfahrung aus einer studentischen Unternehmensberatung, ... Außerdem holen wir uns Rat bei jedem, dem wir begegnen – ob Kunden, Geschäftspartnern, der Fußballmannschaft oder den Gästen im Fußballverein.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründer erlebt?
Das war sehr aufregend und sehr ungewiss. Wir wussten: Unser Produkt gefällt uns. Aber wie gefällt es anderen Leuten? Dann kam der letzte Spieltag bei uns in Bierstadt, und wir haben den Verein mit unserem Bier gesponsort. Wir haben gefragt: "Und, wie schmeckt euch das Bier heute?" Alle, die ungefähr in unserem Alter sind, haben zum Glück gesagt: "Super! Das wurde aber auch echt mal Zeit!" Manche erzählten uns, dass sie auch schon die Idee mit einem Bierstadter Bier hatten – nur gemacht hat es keiner. Die erste Zeit war für uns sehr lehrreich. Wir hatten Ideen, die wir dann wieder verworfen haben, weil wir wieder etwas Neues dazugelernt haben.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Neben der Finanzierung waren das vor allem branchenspezifische Herausforderungen. Wie kommen wir in die Gastronomie rein? Wie können wir unser Produkt bei Einzelhändlern anbieten? Nicht zuletzt mussten wir erst einmal das Pfandsystem verstehen. Da hilft nur, mit ganz, ganz vielen Leuten zu sprechen und sich Rat und Tipps zu holen.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Unser Netzwerk ist unser Erfolgsrezept. Wir erzählen anderen davon und haben viele Freunde, die uns helfen. Bis vor kurzem haben wir unsere Flaschen noch selbst etikettiert! Das schweißt unwahrscheinlich zusammen. Wir nehmen jeden mit auf die Reise und lassen ihn Teil der Geschichte sein. Unsere Freunde erzählen es dann ihren Freunden, die erzählen es wieder Freunden und Kollegen, ... Außerdem hat uns Social Media extrem geholfen. Zum Beispiel bewerben wir unseren Lieferdienst sehr erfolgreich auf Instagram.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Wir haben sie komplett aus eigenen Mitteln gestemmt. Das ist der große Vorteil, wenn man zu viert ist!

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Eines Tages möchten wir in ganz Deutschland oder sogar international verkaufen. Der Traum meiner Mitgründer ist, dass es das BIERSTADTER GOLD als Stadionbier bei der Eintracht gibt. Und eine eigene Brauerei in Bierstadt wäre schon extrem cool.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
... vermutlich noch mehr an meinen zwei Unternehmen arbeiten.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Nicht zu lange darüber nachdenken, sondern einfach machen. Am Anfang muss es nicht perfekt sein. Natürlich muss man sich ein bisschen Gedanken machen und eine gute Idee haben. Aber dann muss man machen, und man muss dranbleiben. Wenn man nach einem Jahr noch nicht Bill Gates Konkurrenz machen kann, muss man trotzdem weitermachen. Ich persönlich bin außerdem überzeugt, dass die besten Ideen nach zwei Gläsern Bier entstehen. Nach dreien wird es schon schwierig.

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