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Johanna Czolnik - Der Salon Johanna

Friseurmeisterin Johanna Czolnik legt Wert auf Kreativität sowie ausreichend Zeit und Aufmerksamkeit für ihre Kunden. Mit der Gründung von "Der Salon Johanna" ermöglicht sie sich genau das.

August 2019

Unternehmen:
Der Salon Johanna

Gründerin:
Johanna Czolnik

Gründungsdatum:
Dezember 2018

Branche und Unternehmen:
Beauty und Kosmetik

Motto:
"Es dauert so lange, wie es dauert."

Interview mit der Gründerin Johanna Czolnik

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Meine Firma ist ein Salon im Salon. Das heißt, ich habe eine Stuhlmiete in einem alteingesessenen Salon mit einem ganz authentischen Retro-Charme. Außerdem ist bei mir alles sehr persönlich, weil ich im Moment wirklich jeden Handgriff selbst mache. Das heißt, ich vereinbare die Termine, berate, schneide und kassiere. Darüber hinaus bin ich bemüht, immer die neuesten Haarschnitte, Produkte und Farbtechniken zu erlernen. Im Februar 2019 habe ich an einem Barbier-Workshop teilgenommen und biete seitdem auch das Stutzen von Bärten an. Make-up für alle Anlässe, selbst gemachte Haargummis und Stirnbänder ergänzen mein Angebot.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Das ist für mich vor allem, dass sich mittlerweile eine Stammkundschaft entwickelt hat, die immer wieder kommt. Außerdem trägt meine Vernetzung Früchte: So haben sich dadurch bereits größere Aufträge ergeben. Das war zum einen das Make-up und Styling bei einem Modeshooting. Zum anderen wurde ich für mehrere Komplettstylings für Bräute beauftragt.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Nach meinem Berufsabschluss als Friseurin wollte ich immer mehr wissen und können. Deshalb habe ich mich seitdem kontinuierlich weitergebildet. So habe ich 2011 das Examen zur Diplom-Coloristin absolviert. 2013 standen für mich Pflanzenfarben im Mittelpunkt und ich habe zahlreiche Workshops dazu besucht. Seit 2015 bin ich stolze Friseurmeisterin. Meine Weiterbildung als Make-up-Artistin folgte 2018. Dann habe ich mich selbstständig gemacht und im Februar 2019 den Barbier-Workshop besucht.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Als angestellte Friseurin hatte ich immer recht wenig Zeit für meine Kunden und nicht wirklich die Ruhe, die ich mir gewünscht hätte. So wuchs in mir mehr und mehr der Wunsch, meine Zeit selbst einteilen zu können und meine Arbeit mit der Aufmerksamkeit auszuführen, die ich für notwendig halte. Außerdem wollte ich meiner Kreativität freien Lauf lassen. Deshalb habe ich mich schließlich für die Selbstständigkeit entschieden.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Mein Freund, der mich sehr unterstützt. Von der Handwerkskammer habe ich mich bezüglich der Stuhlmiete beraten lassen. Ich hatte den Laden hier gesehen und er hat mir auf Anhieb gefallen. Allerdings musste ich erst herausfinden, wie das rechtlich und finanziell für mich funktionieren kann. Der Existenzgründungszuschuss wurde mir von der Arbeitsagentur nicht bewilligt, sodass ich eine andere Lösung finden musste, um in die Selbstständigkeit starten zu können. Da bin ich bei Berufswege für Frauen gelandet. Dort wurde ich wirklich sehr gut beraten und habe den Social-Business-Women-Mikrokredit für meine ersten Investitionen bekommen.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Die waren sehr aufregend: Es war total schön und gleichzeitig war alles hektisch und ein bisschen viel. Es hat etwas gedauert, bis ich realisiert habe: Hey, ich arbeite für mich! Jetzt macht mich das sehr glücklich und bereitet mir echt viel Freude.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Die Zeit zwischen der Kündigung und der Gründung war sehr fordernd: Ich habe am 15. August 2018 gekündigt und am 1. Dezember 2018 gegründet. In dieser Zeit ging es vor allem um die Frage, wie ich die Selbstständigkeit finanziell und organisatorisch umsetzen kann: Wie funktioniert die Stuhlmiete? Wie komme ich an Geld, um überhaupt starten zu können? Für den Social-Business-Women-Mikrokredit musste ich eine Präsentation vorbereiten und einen Business-Plan schreiben. Das war alles sehr knapp. Gemeistert habe ich das mit Durchhaltevermögen und Beharrlichkeit.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Viel kommt über die sozialen Netzwerke: Ich bin bei Instagram und Facebook - dort poste ich regelmäßig Frisurenbilder. Außerdem habe ich eine Website, auf der ich mich präsentiere, und Flyer zum Mitnehmen. Darüber hinaus kam meine Osteraktion für Neukunden gut an, bei der es einen kleinen Preisnachlass gab. Wirklich sehr erfolgreich war mein Tag der offenen Tür im Mai. Da haben die Menschen gesehen, dass hier etwas Neues entsteht und das hat sie neugierig gemacht. Den Erlös aus Kaffee und Kuchen habe ich an die Werkstatt 23 gespendet. Das ist eine Tagesstätte, in der Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung betreut werden. So in der Art plane ich auch noch weitere Aktionen, um auf mich aufmerksam zu machen.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Mit dem Social-Business-Women-Mikrokredit konnte ich meine ersten Investitionen tätigen. Den Rest habe ich mit eigenen finanziellen Mitteln gestemmt.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Einmal auf Weltreise gehen!

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
. . . mehr Zeit mit Freund, Familie und Freunden verbringen. Die kamen während der Gründungszeit doch etwas kurz.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Sich zu informieren und andere Meinungen anzuhören, aber sich nicht verrückt machen zu lassen. Es ist wichtig, dem eigenen Konzept treu zu bleiben. Mutig und flexibel sein und sich immer wieder selbst motivieren!

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