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Wirtschaft

KEMPHA GmbH

Sebastian Pietsch und Christian Reinhardt versprechen den Kundinnen und Kunden ihres Kosmetikstudios nicht weniger als ein neues Lebensgefühl. Wer zu ihnen kommt, soll sich wie bei Freunden fühlen.

Mai 2020

Unternehmen:
KEMPHA GmbH

Gründer:
Sebastian Pietsch, Christian Reinhardt

Gründungsdatum:
August 2019

Branche:
Zentrum für Apparative Kosmetik

Was treibt Sie an? Was ist Ihr Leitspruch?
"Grenzen gibt es nur im Kopf."

Interview mit den Gründern

Worum geht es bei Ihrer Gründung und was ist das Besondere daran?
Christian Reinhardt: Wir sind sehr anders als die typischen Kosmetikstudios. Unsere Kunden sagen: Es ist, wie wenn man zu Freunden geht. Sie fühlen sich bei uns wie zu Hause und schätzen die hohe Qualität. Wir bieten Laser-Haarentfernung, Kryolipolyse* und individuelle Kosmetik für Problemhäute. Was man bei uns bekommt, ist nicht weniger als ein neues Lebensgefühl. Wir sind ein sehr modernes digitales Unternehmen und haben zum Beispiel eine Onlineplattform für andere Betriebe erstellt, wie sie die Krise meistern. Ein Produkt, das bei uns gerade besonders gefragt ist, ist übrigens unser Handpflegepaket – kann man auch online bestellen. Zurzeit bieten wir außerdem einen Gutschein, der 50 Euro kostet, aber 100 Euro wert ist!
*eine Kälteanwendung zur Fettreduktion, Anm. d. Red.

Was sind Ihre ersten Erfolge?
Sebastian Pietsch: Nach der Neueröffnung war der Laden in Wiesbaden allein durch Online-Marketing innerhalb von 14 Tagen zu 45 Prozent ausgelastet. Jetzt nach einem halben Jahr konnten wir die zweite Vollzeitmitarbeiterin einstellen.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Sebastian Pietsch: Es gibt nur am Anfang einen Unterschied zwischen uns beiden: Chris hat Schlosser gelernt; ich habe eine Lehre als KFZ-Mechaniker abgeschlossen. Ich war noch zwei Jahre als Fallschirmjäger bei der Bundeswehr, dann haben wir uns beim Maschinenbautechniker kennengelernt. Wir haben beide Fachabi an der Friedrich-Ebert-Schule gemacht und da seit der zweiten oder dritten Woche nebeneinandergesessen. Direkt nach dem Schulabschluss haben wir für ein Chemieunternehmen biologisch-technische Spezialprodukte, Putzmittel, für die Industrie verkauft. Das haben wir sieben Jahre lang sehr erfolgreich gemacht. Dann haben wir uns einen Produzenten für Chemie in der Nähe von Augsburg gesucht und ein neues Unternehmen gegründet: Zirkel Hygienemanagement. Das war allerdings mit vielen Reisen verbunden, was schwierig wurde, seit wir Familien haben.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Beide: Freiheit!
Sebastian Pietsch: Selbstbestimmtheit. Und ganz klar: Faulheit. Damit meine ich nicht, dass Unternehmer nichts tun. Aber sie versuchen, mit dem geringsten Aufwand das Meiste zu erreichen – statt Zeit gegen Geld zu tauschen. Wir wollen Dinge nicht dreimal machen. Wir suchen nach Lösungen und erarbeiten Konzepte, die eine Automatisierung ermöglichen.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Christian Reinhardt: Pascal Feyh und Jérémy Feyh, zwei der bekanntesten Online-Marketer in Deutschland. Von ihnen haben wir den Mindset. Wir haben viel über Unternehmensführung gelernt – vor allem, wie man strukturiert vorgeht und Fokus gewinnt.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründer erlebt?
Christian Reinhardt: Auf allen Vieren – weil wir den Boden von der Immobilie selbst gelegt haben, um Kosten zu sparen. Es war super heiß. Und ansonsten: voller Vorfreude, voller Motivation.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Sebastian Pietsch: Fokus und Struktur! Wir sind beide vom Typ her sehr kreativ, sehr mit dem Kopf durch die Wand, Gegen-den-Strom-Schwimmer. Das führt eben auch dazu, dass uns manchmal die Struktur fehlt. Da dürfen wir kontinuierlich dazulernen und uns weiterentwickeln.
Christian Reinhardt: Wir fangen halt immer direkt an. Wir haben eine Idee, und dann machen wir auch. Aber wir bekommen das auch abgefangen.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Christian Reinhardt: Wir generieren unsere Kunden rein online, vor allem über Facebook und Instagram. Das heißt: Wir haben nicht mal Visitenkarten. Du kriegst nicht mal einen Flyer bei uns! Anfangs haben wir viel Zeit und Geld in Wissen investiert, was sich jetzt bezahlt macht. Wir haben ein weiteres Unternehmen, mit dem wir andere Kosmetikstudios beim Performance-Marketing unterstützen.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Sebastian Pietsch: Sparen, sparen, sparen! Wir haben einen BMW für 31.000 Euro verkauft. Wieso soll ein Auto Geld fressen, wenn wir es verkaufen können und daraus mehr Geld machen können? Das macht doch viel mehr Sinn!

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Christian Reinhardt: Uns im Onlinemarketing einen Namen zu machen und uns ein gutes Standbein aufzubauen. Und: das Unternehmen wachsen lassen. Wir leben das Unternehmen. Wir sind das Unternehmen. Wir wollen, dass KEMPHA richtig bekannt wird und wir noch viel, viel Spaß damit haben.
Sebastian Pietsch: Wir wollen ein größeres Team aufbauen, in dem alle mit Herz und Hirn hinter dem Unternehmen stehen.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
Sebastian Pietsch:
... ein weiteres Unternehmen gründen.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Christian Reinhardt: Es nicht wegen des Geldes zu machen.
Sebastian Pietsch: Erst lernen, dann Geld verdienen. Und: niemals aufhören. Das würde ich einem Neugründer ganz klar sagen.
Christian Reinhardt: Niederlagen gehören dazu. Keine Angst vor Fehlern! Wir sind bisher aus jeder Niederlage gewachsen.
Sebastian Pietsch: Einfach machen!

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