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Wirtschaft

Private Berufsfachschule für Kosmetik

Marit Wienzek leitet die Private Berufsfachschule für Kosmetik in Wiesbaden. Ihr Anspruch ist es, ein positives Arbeits- und Lernumfeld schaffen, in dem sich Lehrende und Auszubildende gleichermaßen wohlfühlen.

April 2019

Unternehmen:
Private Wiesbadener Berufsfachschule für Kosmetik mit staatlicher Anerkennung Wienzek GmbH

Gründerin:
Marit Wienzek

Gründungsdatum:

Die Kosmetikschule existiert bereits seit 1961. Die Neugründung als GmbH erfolgte am 1. Oktober 2018 (Übernahmedatum).

Branche und Unternehmen:
Berufsfachschule

Motto:
"GEMEINSAM INS ZIEL."

Interview mit der Gründerin

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Die "Private Wiesbadener Berufsfachschule für Kosmetik" blickt auf insgesamt fast 60 Jahre Schulgeschichte zurück und hat, was die Ausbildung betrifft, regional als auch überregional einen sehr guten Ruf. Die Verknüpfung von Schultradition mit den Anforderungen der modernen Kosmetik und nicht zuletzt ein engagiertes Team aus kompetenten Lehr- und Fachkräften geben der Schule etwas Besonderes.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Bereits in den ersten Monaten meiner Arbeit haben wir das Ausbildungsspektrum der Schule um verschiedene Themen erweitert. Dazu ist es mir kurzfristig unter anderem gelungen, einige neue Lehrkräfte zu gewinnen. Beispielsweise wurde das Thema Bewerbungscoaching neu in den Lehrplan aufgenommen. Hintergrund war die Idee, den Auszubildenden auch Antworten auf Fragen nach ihrem Abschluss zu geben, wie zum Beispiel: Wie sieht eine gute Bewerbung aus? Was ist bei einem Vorstellungsgespräch wichtig? Wie bereite ich mich effektiv vor? Ein Erfolg auf dem bisherigen Weg ist für mich auch das fast ausschließlich positive Feedback von den Schülerinnen und Schülern, aber auch von vielen zufriedenen Kundinnen und Kunden, die sich als Modell zur Verfügung stellen.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Nach einem Fachschulstudium habe ich während meiner beruflichen Tätigkeit viele Jahre als Zahnarzthelferin in Zahnarztpraxen gearbeitet und mich dabei ständig weiterqualifiziert, über die Zahnmedizinische Fachassistentin bis hin zur Verwaltungsassistenz. Während einer meiner zahlreichen Zusatzausbildungen hat sich vor ungefähr acht Jahren ein Kontakt zu dem größten deutschen Dentaldepot ergeben, und ich entschloss mich, dort mein umfangreiches Wissen als Beraterin weiterzugeben. Das heißt, ich habe bis zur Übernahme der Kosmetikschule Zahnarztpraxen in den Bereichen Hygiene- und Qualitätsmanagement, Abrechnung und Wirtschaftlichkeit gecoacht sowie bundesweit Fortbildungen zu diesen Themen gehalten.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Ich hatte mich als Gastdozentin für Hygienemanagement an der Kosmetikschule beworben und habe dabei erfahren, dass die Schule zum Verkauf steht. Nach sieben Jahren spannender, aber auch sehr arbeitsintensiver und teilweise anstrengender Beratertätigkeit war es Zeit für eine neue Herausforderung. Außerdem wollte ich mit fast 50 Jahren aus privaten Gründen noch einmal einen beruflichen Wechsel vollziehen und war auf der Suche nach einer Möglichkeit, mich neu zu verwirklichen. Da kam das Verkaufsangebot wie gerufen. Nach vier Tagen stand meine Entscheidung fest.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Neben der Familie waren das sehr viele Freunde und Bekannte, die mich durchweg in meiner Entscheidung bestärkt sowie ihre Hilfe und Unterstützung bei der Umsetzung angeboten haben. Auch das komplette Team der Kosmetikschule stand von Anbeginn hinter mir. Gemeinsam mit dem Steuerbüro habe ich die Finanzierungsbasis erarbeitet und schließlich mit einer sehr engagierten und kompetenten Bankberaterin der Nassauischen Sparkasse den Kauf der Schule vorbereitet und abgeschlossen.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Mir war klar, dass ich mich aus meiner Komfortzone gewagt hatte. Ich befand mich in einem fast völlig neuen Arbeitsumfeld und hatte plötzlich Verantwortung für ein Team sowie Auszubildende. Trotzdem war es genau das, was ich wollte, und ich spürte bereits nach sehr kurzer Zeit, alles richtig gemacht zu haben. Natürlich gab es auch den einen oder anderen Zweifel an meiner Selbsteinschätzung, aber mein Team hat mir dann stets versichert, dass es mir als Chefin in allen Belangen zur Seite steht.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Das ist vor allem die tägliche Herausforderung, als Schulleiterin eine würdige Nachfolgerin zu sein. Ich möchte den sehr guten Ruf der Schule erhalten, dabei Traditionen pflegen und auch neue Ideen umsetzen. Mein Anspruch ist es, als Schulleiterin ein positives Arbeits- und Lernumfeld zu schaffen und zu erhalten, in dem sich Lehrende und Auszubildende gleichermaßen wohlfühlen. Dafür steht auch unser Motto "Gemeinsam ins Ziel".

Darüber hinaus gab es bereits einige andere Herausforderungen, die sich jedoch nur schwer klassifizieren lassen. Dazu zählen unter anderen die Neugestaltung der Klassenräume, der neue Internetauftritt der Kosmetikschule, die Organisation des "Tages der offenen Tür", die Zusammenarbeit mit den staatlichen Institutionen und vieles mehr.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Zum einen haben wir unseren Internetauftritt aktualisiert und mit neuen Farben "aufgefrischt". Weiterhin werden wir uns zunehmend stärker in den sozialen Netzwerken präsentieren, da wir dort unsere wichtigsten Zielgruppen erreichen. Parallel schalten wir klassische Werbung in den lokalen Medien und auf Werbeflächen. Damit erreichen wir vor allem Kundinnen und Kunden, die wir für den praktischen Teil der Ausbildung brauchen. Auch die halbjährlich stattfindenden "Tage der offenen Tür" sind eine gute Möglichkeit, auf die Kosmetikschule aufmerksam zu machen. Wichtig sind darüber hinaus auf jeden Fall die guten Empfehlungen von Auszubildenden und von zufriedenen Kunden.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Die Suche nach einem verlässlichen Partner für die Finanzierung gestaltete sich leider etwas schwieriger als erwartet. Schließlich hat mir mein Steuerbüro eine sehr gute Beraterin bei der Nassauischen Sparkasse empfohlen. Hier hat sich inzwischen eine ausgesprochen partnerschaftliche Zusammenarbeit entwickelt. Neben vorhandenem Eigenkapital habe ich die GmbH-Gründung mit einem überschaubaren Kredit finanziert.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Ich möchte gerne selbst die komplette Ausbildung zur Kosmetikmeisterin absolvieren, um so noch mehr Sicherheit im Kontakt mit meinem Team und den Auszubildenden zu bekommen.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich
. . . mal wieder ans Meer fahren, um dann mit vielen neuen Ideen zurückzukommen und diese umsetzen.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Auf gar keinen Fall überstürzt handeln! Nicht aus der Not heraus gründen, sondern nur dann, wenn man selbst wirklich von einer Sache begeistert ist.

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