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Wirtschaft

Schönwetterfront

Zusammen mit Rebecca Schmalenbach hat Christian Jakob das erste deutsche Hawaiihemd-Label gegründet. Auf den Hemden ist ein Stück deutsche Heimat zu sehen: ob Riesling, Grie Soß, Hopfen und Malz oder Bembel.

Dezember 2018

Unternehmen:
Schönwetterfront GbR

Gründer:
Christian Jakob (zusammen mit Rebecca Schmalenbach)

Gründungsdatum:
Januar 2016

Branche und Unternehmen:
Mode

Motto:
"Go with the flow! Vieles ergibt sich einfach."

Interview mit dem Gründer

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Wir sind das einzige deutsche Hawaiihemd-Label, das es gibt. Wer "Hawaiihemd" hört, hat ja sofort ein Bild im Kopf. Doch statt Südseemotiven ist auf unseren Hemden immer ein Stück deutsche Heimat zu sehen – ob Riesling, Grie Soß, Hopfen und Malz oder Bembel. Die Stoffe lassen wir in Deutschland bedrucken, und auch genäht wird in Deutschland.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Innerhalb weniger Wochen hatten wir es bereits in die Frankfurter Rundschau geschafft. Das hat dann weitere Pressewellen geschlagen. Wir haben nebenberuflich gegründet, weil wir gar nicht damit gerechnet hatten, dass die Nachfrage nach deutschen Hawaiihemden besonders groß sein könnte. Aber dann kamen über Nacht dutzende Bestellungen. Die Resonanz war immens.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Ich komme aus Gießen und habe eine Ausbildung zum Mediengestalter gemacht. Im Anschluss habe ich in Wiesbaden Kommunikationsdesign studiert. Ich bin dann in der klassischen Werbung hängengeblieben und habe bei kleinen und großen Agenturen gearbeitet. Seit neun Jahren bin ich freiberuflich unterwegs.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Die Idee von einem deutschen Hawaiihemd hat mich nicht mehr losgelassen. Sie war einfach dermaßen bescheuert, dass ich dachte: Das muss man mal machen! Angefangen hat es mit dem Wiesbadener Stadtwappen: gelbe Lilien auf blauem Grund. Ich habe dann Rebecca – eine befreundete Schneiderin – gefragt, ob sie Lust hat, nach Feierabend ein paar Hemden zu nähen. Sie war sofort Feuer und Flamme.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
In sehr viele Sachen haben wir uns reingefuchst. Einen Mentor hatten wir leider nicht, aber Learning by Doing hat auch ganz gut funktioniert.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründer erlebt?
Es war sehr abenteuerlich. Wir wussten nicht, ob die Idee ankommt, ob es überhaupt Leute gibt, die das gut finden und wertschätzen. Dann wurden wir überrollt mit Zeitungsartikeln und Bestellungen. Das hat uns echt überrascht.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Am Anfang wussten wir ja noch gar nicht, wie das alles überhaupt geht. Da mussten wir über die Jahre reinwachsen und haben viel dazugelernt. Zunächst haben wir nur auf Bestellung produziert, um die Stoffe bestmöglich auszunutzen. Wir mussten dann lernen, Aufgaben rauszugeben, wobei unsere Qualitätsansprüche natürlich dieselben geblieben sind.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Da unsere Produkte eine schöne Geschichte erzählen, ist die Presse das, was uns am meisten weiterbringt. Inzwischen haben wir Stammkunden, die direkt bestellen, sobald es ein neues Muster gibt.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Unser Startkapital haben wir über die Crowdfunding-Plattform Startnext erhalten. Unter den Vorbestellern waren auch viele Leute, die wir gar nicht kannten.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Nach Hawaii zu fliegen und ein paar der alteingesessenen Betriebe kennenzulernen. Und: dass das Hawaiihemd in Deutschland mehr akzeptiert wird – in anderen Ländern ist das lockerer. Außerdem habe ich den Traum, dass mehr Menschen Kleidung nicht als Wegwerfgegenstand wahrnehmen.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich
... mehr Muster entwerfen und mit lokalen, traditionellen Elementen spielen. Deswegen habe ich mein Angestelltendasein aufgegeben.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Arbeitet mit Profis zusammen! Ich hatte das Glück, Fotografen, Designer und eine Schneiderin im Freundeskreis zu haben. Da weiß jeder, was er tun muss, um das gesteckte Ergebnis zu erzielen. Wenn man an diesem Punkt zu viele Kompromisse macht, erreicht man nicht das, was man sich vorgestellt hat.

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