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SEVEN C’s Training GmbH

Emanuel Abel und sein Team betreiben eine CrossFit-Box: eine Art Fitnessstudio, aber mit wesentlich weniger Equipment. Es wird viel mit dem eigenen Körpergewicht gearbeitet. Hinzu kommen Übungen aus dem Gewichtheben sowie Ausdauerkomponenten.

Juli 2020

Unternehmen:
SEVEN C’s Training GmbH 

Gründer:
Emanuel Abel

Gründungsdatum:
Juli 2016

Branche:
Fitness und Gesundheit

Was treibt Sie an? Was ist Ihr Leitspruch?
"Mañana – morgen ist auch noch ein Tag."

Interview mit dem Gründer

Worum geht es bei Ihrer Gründung und was ist das Besondere daran?
Mein Team und ich betreiben eine CrossFit-Box. Das ist wie eine Art Fitnessstudio, aber mit wesentlich weniger Equipment. Beim CrossFit arbeitet man viel mit dem eigenen Körpergewicht. Dazu kommen Übungen aus dem Gewichtheben sowie Ausdauerkomponenten, wie zum Beispiel Laufen, Rudern, Auf-Boxen-Springen, Seilspringen, ... Das erinnert vielleicht an das gute alte Zirkeltraining – aber in neu, sexy und für jeden machbar! Alle Übungen lassen sich anpassen, sodass auch Leute mit unterschiedlichen Fitnesslevels zusammen trainieren können. Unser jüngstes Mitglied ist 7 Jahre alt, das älteste über 60. Man muss allerdings auch Lust haben, sich ein bisschen zu quälen. Dafür sieht man ziemlich schnell Erfolge. CrossFit funktioniert und ist sehr effektiv!

Was sind Ihre ersten Erfolge?
Der größte Erfolg für mich ist es, wenn die Menschen glücklich sind. Wenn ein Mitglied mit schlechter Laune oder nach einem stressigen Tag reinkommt, aber mit einem Lächeln rausgeht, dann haben wir unser Ziel erreicht – und gleichzeitig werden sie noch fitter und tun etwas für ihre Gesundheit. Wenn wir merken, was für einen großen Stellenwert wir in ihrem Leben spielen, ist das ebenfalls ein Erfolg für uns. Wir haben eine echt coole Community geschaffen, die füreinander da ist und gemeinsame Werte hat. Das ist für mich wertvoller als das Finanzielle, denn das folgt automatisch, wenn der Rest stimmt. Ein weiterer kleiner Erfolg ist für mich, dass ich das Unternehmen, das als UG gegründet wurde, jetzt in eine GmbH umwandeln konnte.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Ich habe Wirtschaftswissenschaften und später, im Master, Management an der Uni Mainz studiert. Unmittelbar danach habe ich gegründet. Parallel dazu habe ich noch in einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und dann im Geschäftsführungsstab einer anderen Firma gearbeitet. Ende 2018 habe ich gekündigt, um mich ganz auf die Selbstständigkeit zu konzentrieren.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Wir wollten einfach selbst CrossFit anbieten, wobei uns ein großes Know-how und das Community-Denken von Beginn an besonders wichtig waren. Anfangs haben wir das Projekt zu zweit gestartet. Es war mehr so eine Schnapsidee, nach dem Motto: Wir machen einfach mal und schauen, wo wir damit hinkommen.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
In der Gründungsphase tatsächlich gar niemand. Ich habe mich komplett autodidaktisch in alles reingefuchst und dann aus Fehlern gelernt. Mein Mitgründer hatte zudem viel Wissen bezüglich CrossFit. Was das Handwerkliche angeht, haben mir mein Vater und zwei, drei andere unglaublich geholfen. Heute hole ich mir auch oft von Mitgliedern eine Meinung ein.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründer erlebt?
Es war alles sehr neu für mich. Ich fand es super spannend zu sehen, wie das, was ich im Studium gelernt hatte, tatsächlich abläuft, wie die ersten Leute bei uns reinkommen, wie sie das mal ausprobieren, ... In dieser Zeit habe ich unglaublich viel gelernt.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Ich lege mir hohe Hürden und bin sehr perfektionistisch. Damit stehe ich mir manchmal selbst im Weg. Jetzt muss ich mir öfter sagen: Wir sind erfolgreich und es ist auch mal gut so, wie es ist. Diese Herausforderung meistere ich gerade noch. Eine andere war, dass ich nebenberuflich gegründet habe. 40 Stunden plus Gründung, das ist schon schwer! Als ich meinen Job gekündigt habe, habe ich mir eingeredet, dass ich dann mehr Zeit hätte. Das ist aber absolut nicht der Fall! Wir haben eine zweite Location aufgebaut, das Angebot erhöht. Es war also ein Trugschluss. Heute versuche ich, mir die Zeit zu nehmen. Und ich muss sie mir auch nehmen.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Bisher haben wir nicht wirklich in Marketing investiert. Wir posten in den Sozialen Medien und auf unserer Homepage. Vieles läuft über Mund-zu-Mund-Propaganda, da wir einen guten Job machen. Oft bringen unsere Mitglieder ihre Freunde mit, die es einfach mal ausprobieren wollen. Wir benötigen aktuell noch keine ausgeklügelte Strategie, da die Nachfrage immer noch hoch ist. Selbst in der Krise sind uns die Mitglieder treugeblieben und die Einsteigerkurse haben sich schnell wieder gefüllt. Trotzdem wollen wir bald unsere Aktivitäten weiter ausbauen und mehr Leads über soziale Netzwerke generieren.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Tatsächlich komplett aus eigenen Mitteln. Wir waren nicht auf einen externen Investor angewiesen.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Zunächst einmal eine sehr gute Auslastung der zwei Boxen, die wir haben. In Zukunft wäre es aber auch toll, einen noch besseren Standort zu finden, wo wir stärker gesehen werden. Ich wünsche mir, dass wir ein etabliertes Fitnessstudio hier in Wiesbaden werden. CrossFit ist immer noch eine Nische. Irgendwann soll man sagen können: „Klar gehe ich zu CrossFit!“ – und jeder versteht sofort, worum es geht, weil es jeder kennt.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
... sie für mich nutzen, mir etwas Gutes tun, in meine Gesundheit investieren und auch mal in Urlaub fahren.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Natürlich muss man sich Gedanken machen, aber dann sollte man loslegen! Der Weg ist das Ziel, und man lernt sowieso nur aus Fehlern. Besser unvollkommen begonnen als perfekt gezögert! Sonst hat sich in der Zwischenzeit vielleicht schon jemand anderes damit selbstständig gemacht. Die Devise lautet „trial and error“. Vielleicht laufen die ersten zwei Gründungen schief, aber bei der dritten klappt es dann. Du hast einen Fehler gemacht? Perfekt, super! Weiter geht’s! Diesen Fehler wirst du nie wieder machen. Es sollten mehr Menschen die Angst davor verlieren, sich selbstständig zu machen. Ein anderes Mindset unserer Gesellschaft fände ich ebenso sehr toll. Die Selbstständigkeit hat ein besseres Standing verdient.

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