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Sigrid Schwarz- Naturlover

Das Natur-Atelier von Sigrid Schwarz basiert auf einer neuen Geokultur der Verbundenheit zwischen Mensch und Natur. Als Land-Art-Künstlerin und Waldtherapeutin begleitet sie Menschen dabei, Wälder als Quelle der Kraft, Gesundheit und Inspiration wiederzuentdecken.

August 2019

Unternehmen:
Naturlover

Gründerin:
Sigrid Schwarz

Gründungsdatum:
Juni 2018

Branche:
Kunst, Gesundheit, Naturerfahrung, Wellness, Coaching, Therapie, Teambildung

Motto:
"In der Natur - zur eigenen Natur! Die Natur als Vorbild, Heilerin und Lehrmeisterin."

Interview mit der Gründerin Sigrid Schwarz


Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Das Besondere ist, dass meine Workshops, Gespräche und Vorträge immer in der Natur stattfinden. Meine Arbeit basiert auf einer neuen Geokultur der Verbundenheit zwischen Mensch und Natur. Gelernt habe ich diese bei Marko Pogačnik. Er ist Friedensbotschafter der UNESCO und soll genau diese Verbundenheit auf der ganzen Welt verbreiten und installieren. Grundlage ist die Überzeugung, dass alles miteinander verbunden ist. So gibt es wunderschöne Übungen, um zu fühlen, dass wir nicht auf, sondern "in der Erde stehen", denn die Atmosphäre ist ein Teil der Erde. Das Eintauchen in die heilsame Atmosphäre des Waldes und der Natur ist ein fester Bestandteil meiner Arbeit. Dafür nutze ich verschiedene Achtsamkeits-, Wahrnehmungs- und Sinnesübungen. Darauf folgt die Möglichkeit, dem Wald eine Frage zu stellen. Das kann den nächsten Schritt betreffen oder Fragen zur Gesundheit. Den Hauptteil meiner Arbeit bildet der Ausdruck des Erlebten durch die Kunst. Das heißt, wir gestalten zum einen gemeinsam ein Kunststück mit Naturmaterialien, wie Steinen, Federn, Blättern und Erde. Zum anderen kann in der Regel jeder ein kleines Kunstwerk mit Naturmaterialien auf Papier erstellen, um es als Erinnerung und Anker mit nach Hause zu nehmen.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Seitdem ich gegründet habe, ergeben sich ganz verschiedene interessante Projekte. Da gehören auf jeden Fall die Kräutertage in Schlangenbad dazu. Da habe ich unter anderem Workshops zum Thema naturnahe Gärten, Bio- und Kräutergärten gegeben. Im Rahmen der Ausbildung "Ganzheitliche Waldtherapie" bin ich Referentin für den Bereich der neuen Geokultur. Außerdem biete ich demnächst einen Bildungsurlaub im Wald an und gebe gemeinsam mit meiner Schwester, die Yoga-Lehrerin ist, ein Retreat zum Thema Yoga und Waldbaden. Ein weiterer Erfolg ist für mich, dass sich gerade ein sehr interessanter Bereich herauskristallisiert: Ich gehe mit Unternehmerinnen und Unternehmern in den Wald. Da geht es viel um strategische Fragen, aber auch um persönliche Themen, wie Gesundheit oder Burn-out-Prophylaxe. Hintergrund ist, dass jetzt generell viele transformative Aufgaben anstehen. Dafür braucht es Kreativität. Diese leidet, wenn der Kopf zu voll ist. Ein paar Übungen im Wald wirken wie ein Reset-Knopf für den Kopf - und dann fließen die Ideen.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Nach der Schule habe ich zunächst eine Ausbildung als Krankenschwester gemacht und in dem Beruf auch gearbeitet. In dieser Zeit bin ich viel gereist. Dann habe ich Landschaftsarchitektur studiert und wollte eigentlich zu Medizin wechseln. Dieser Wunsch hat sich dann allerdings verändert: Durch das Studium habe ich meine Leidenschaft für Schönes entdeckt. Ich wollte Schönes gestalten – durch das Planen von Gärten, aber auch durch Texte oder Zeichnungen. Das ist mein Thema geblieben. Ich war dann anschließend 15 Jahre in der Kommunikation tätig, immer zu den Themen Gesundheit, Naturschutz, Architektur. Ich habe unter anderem beim Ökotest-Verlag, bei einer Online-Nachrichten-Agentur sowie bei großen Media-Agenturen gearbeitet. So konnte ich meine vielseitigen Fähigkeiten ausleben. Dazu gehörte auch, neue Themen mit zu entwickeln. Die letzten acht Jahre vor meiner Selbstständigkeit war ich im Schloss Freudenberg als Assistentin des Künstlerischen Leiters angestellt. Dort habe ich Marco Pogačnik kennengelernt und bin seitdem Schülerin bei ihm in der neuen Geokultur und in Land-Art. Vor vier Jahren habe ich ein Buch von Clemens G. Arvey geschenkt bekommen, der über den Biophilia-Effekt und die Gesundheit des Waldes geschrieben hat. Da wusste ich: Jetzt mache ich noch eine Ausbildung zur ganzheitlichen Waldtherapeutin und dann lege ich los mit dieser Arbeit. Dann hat sich das Schritt für Schritt entwickelt zu meinem ganzheitlichen Natur-Atelier.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Bei den Workshops, Seminaren oder Führungen im Schloss Freudenberg habe ich gemerkt, dass ich sehr gerne mein Wissen an Menschen weitergebe. Dem wollte ich einfach einen größeren Ausdruck geben. Durch die Arbeit mit Marko Pogačnik habe ich gemerkt, wie sehr meine Authentizität die Menschen berührt.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Da gehört auf jeden Fall Marko dazu. Ihn kann ich privat und beruflich fragen. Er tut viel für die Erde – mein Thema sind die Menschen. Gabriele Skrock von der ganzheitlichen Waldtherapie hat mich ebenfalls deutlich gestärkt in meiner Arbeit – zum Beispiel durch ihr Netzwerk. Sie hat sofort gesehen, dass ich besondere Talente habe. Und dann natürlich meine Familie, die mich in meiner Vision von Anfang an unterstützt hat.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Super! Große Freiheit und Selbstbestimmtheit! Ich habe es genossen, alles selbst organisieren und noch mehr meiner Intuition folgen zu können: Zum richtigen Moment die richtigen Sachen anzupacken und dann festzustellen, dass es doch viel, viel weniger Zeit braucht, sie umzusetzen, einfach weil es der richtige Moment ist.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Ich wollte am Anfang alles selber machen, aber das geht einfach nicht. Ich habe schnell gelernt, mir Unterstützung zu holen: Zum Beispiel nutze ich eine Software für die Kundenorganisation und habe eine sehr gute Steuerberaterin.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Mich kennenzulernen! Deshalb setze ich auf Mund-zu-Mund-Propaganda und Vernetzung. Ich suche beispielsweise gezielt Formate, wo sich Unternehmerinnen und Unternehmer treffen. Das nutze ich, um kleine Impulse zu geben und Menschen kennenzulernen. Ein Beispiel in diesem Zusammenhang ist mein Vortrag für Gründerinnen bei Berufswege für Frauen. Ich bin aber auch in anderen Netzwerken aktiv, wie "Inspiring @ Heart" oder "Walk and Talk". Ansonsten nutze ich alle bekannten Social-Media-Kanäle, um Aufmerksamkeit zu generieren. Das ist effektiv und für den Anfang auch nicht so kostspielig.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Ich hatte das Glück, einen Gründungszuschuss zu bekommen. Alles andere setze ich mit eigenen Mitteln um. Ich bin bereits gut aufgestellt und mache viel – dennoch braucht es noch etwas Zeit, bis ich mein kleines Unternehmen aufgebaut habe, das für Qualität steht und mit dem ich meiner Vision folgen kann.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Ich wünsche mir, einen Ort, wo alle wissen, dass da mein Natur-Atelier zu finden ist.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
... noch mehr Zeit im Wald verbringen. Das ist einfach mein Inspirationsort. Leben ist Wandlung – ich hole mir im Wald meine Ideen dafür.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Anfangen, das ist das Wichtigste, und seiner Vision treu bleiben! Dann entwickelt sich genau das Unternehmen, das passt. Das darf sich wandeln, aber es gibt auf diesem Weg viele Verführungen. Deshalb ist es so wichtig, sich immer wieder an die eigene Vision zu erinnern. Wichtig sind auch gute Berater. Ich habe das Glück, dass ich wunderbare Mentoren habe. Außerdem steht meine Familie hinter mir und unterstützt mich in allen Belangen. Diesen Rückhalt braucht es einfach!

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