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Wirtschaft

SIMA production

Marcel Bußmann und Silas Gutdeutsch realisieren Bewegtbildproduktionen jeglicher Art. Dabei haben sie sich auf kleinere Produktionen für kleine und mittlere Unternehmen spezialisiert – mit hohem Anspruch.

Februar 2020

Unternehmen:
SIMA production

Gründer:
Marcel Bußmann, Silas Gutdeutsch

Gründungsdatum:
November 2019

Branche:
Bewegtbildproduktion

Motto:
"Komm, wir machen das einfach!"

Interview mit den Gründern

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Gutdeutsch: Wir machen Bewegtbildproduktionen jeglicher Art – angefangen bei den Smartphone Productions, 30 Sekunden lange Mini-Videos, über die technisch anspruchsvolleren Camera Productions bis hin zu aufwendigen Content Productions. Dabei haben wir uns auf kleinere Produktionen für kleine und mittlere Unternehmen spezialisiert, mit einem besonders hohen Anspruch. Jeder von uns bringt seine persönliche Note mit ein. Die Bilder entstehen dann durch den engen Kontakt mit unseren Kunden.
Bußmann: Wir wollen nicht nur bunte Bilder zeigen, sondern Inhalte transportieren. Wir beide ergänzen uns sehr gut. Silas ist der kreative Part, ich der technische, buchhalterische. Dieses Zusammenspiel macht uns ein Stück weit besonders.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Bußmann: In den ersten beiden Monaten wollten wir langsam anfangen, den Markt beobachten und sehen, wie unsere Produkte ankommen – um dann nach unseren Bachelorarbeiten das Fazit zu ziehen, wo wir stehen und ob wir nachsteuern müssen. Wir haben also noch kein Marketing und keinen Vertrieb gemacht, sondern erst einmal mit den Kunden, die uns quasi zugeflogen sind, Erfahrungen gesammelt.
Gutdeutsch: Mit einem Kunden haben wir eine Produktion für eine Produkteinführung gemacht. Das lief so gut, dass eine intensivere Geschäftsbeziehung daraus entstanden ist und wir schon mehrere Filme zusammen gedreht haben.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Bußmann: Seit ich 13 bin habe ich in meiner Heimatstadt Ibbenbüren beim Krankenhaus-Fernsehsender mitgearbeitet. Dort habe ich meine Leidenschaft für das Fernsehen entdeckt, die ich in einer Ausbildung als Mediengestalter Bild und Ton weitergeführt habe. Nachdem ich den technisch-gestalterischen Part konnte, wollte ich das noch mit Wirtschaftskenntnissen kombinieren. So bin ich auf das Studium Mediamanagement gestoßen, das sich gerade dem Ende zuneigt. Nebenher habe ich immer beim ZDF als Aufnahmeleiter gearbeitet, um den Kontakt zur Berufswelt beizubehalten. Vor einem Jahr habe ich zudem angefangen, als Werkstudent in der Marketingabteilung eines Finanzdienstleisters zu arbeiten.
Gutdeutsch: Wie Viele, die Filmbegeisterung haben, habe ich mit einer kleinen Kamera zu Hause angefangen und schon als Kind viel gedreht. Ich bin dann schnell ins Theater gekommen und habe lange am Schauspielhaus in Hamburg gespielt. Dann habe ich ein freiwilliges kulturelles Jahr in einer Kurzfilmagentur gemacht. Darüber bin ich zum Studiengang Mediamanagement gekommen. Nebenbei spiele ich in Wiesbaden am Staatstheater. Dass ich filmbegeistert bin und schon mein ganzes Leben lang Theater spiele – also eine große Affinität zum Storytelling habe – verbinden wir jetzt bei SIMA.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Gutdeutsch: Marcel hatte einen Job bekommen, nach dem Motto: "Kannst du für mich 'nen Film machen?" Ich wurde gefragt, ob ich die Akquise dafür übernehmen kann – also Protagonisten raussuchen, Termine planen, so etwas. Ich war erst einmal ein bisschen erschlagen und dachte dann aber: „Ok, warum nicht? Das kann eigentlich nur spannend werden!“ Dann haben wir das gemacht, und es wurde cool.
Bußmann: Ich meinte dann: „Lass uns doch eine Geschäftsidee daraus machen!“ Etwas Überzeugungskraft brauchte es schon, aber dann hat Silas mitgezogen.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Bußmann: Wir hatten ein großes Netzwerk von Kommilitoninnen und Kommilitonen, die uns unterstützt haben – beim Corporate Design, bei der Website, den Fotos, beim Businessplan, ... Sie fanden cool, was wir machen, und konnten daraus selbst Erfahrungen schöpfen. Zusätzlich haben wir einen Gründerkurs an der Uni belegt. Wirklich beraten hat uns lediglich der Gründerprof an der Uni.
Gutdeutsch: ... und einen Steuerberater haben wir natürlich auch!

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründer erlebt?
Gutdeutsch: Das Spannende war kurz davor: den Businessplan schreiben, sich für den Gesellschaftervertrag überlegen, was wir eigentlich wollen und zu was wir uns verpflichten. Das war die intensive Phase. Das Gründen selber, das Anmelden in der Behörde, war total unspektakulär.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Bußmann: Da wir die Buchhaltung selbst machen: den Jahresabschluss seriös über die Bühne zu bringen und nicht unbewusst in irgendeine Falle zu tappen. Wir haben zwar ein Buchhaltungstool, das uns ein bisschen unterstützt, aber man muss sich trotzdem einlesen und eindenken.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Gutdeutsch: Im Moment setzen wir vor allem auf unser Netzwerk. Jeder Kunde kennt Leute, denen er von uns erzählen kann. So kriegen wir neue Kunden. Das funktioniert gut, weil wir gute Videos abliefern und daraufhin auch wieder gebucht werden. Und ansonsten: proaktive Kundenakquise, was zu jedem Anfang einfach dazugehört. Wir gehen auf Kunden zu, gucken uns an, welche Unternehmen wir interessant finden und wo wir vielleicht schon eine kleine Videoidee haben – und dann fragen wir an.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Bußmann: Komplett aus Eigenkapital. Unser Ziel war es von Anfang an, organisch zu wachsen. Wir können nur das ausgeben, was wir aktuell einnehmen. Da ich schon vorher viele Videos produziert habe, habe ich einen großen Pool an Videotechnik, die ich der Firma zur Verfügung stellen kann. Wenn wir darüber hinaus Technik brauchen, machen wir es wie in der Branche üblich: Wir holen sie vom Verleiher.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Gutdeutsch: Ich habe einfach Bock, viel zu erleben und Erfahrungen zu machen. Das treibt mich sehr stark an. Wo wir hinkommen, davon lassen wir uns ein bisschen überraschen.
Bußmann: Ein Ziel ist es, ein Netzwerk unter jungen Filmemachern aufzubauen, die dann als eine große Einheit auftreten können und sich einen starken großen Partner suchen.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
Bußmann: ... alles so weitermachen wie bisher, nur intensiver. Wir sind zufrieden!

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Bußmann: Erstens: Den Mut zu erweisen, tatsächlich zu gründen. Es ändert sich gar nicht so viel! Man kann es ruhig riskieren, wenn man nicht ein kapitalintensives Business führt. Zweitens: trotzdem Vorsicht walten lassen und das Ganze strukturiert und überlegt angehen.
Gutdeutsch: Planung ist immer gut und wichtig. Man muss aber trotzdem lockerlassen und in manchen Momenten auch einfach sagen: Ich weiß noch nicht, wo die Reise hingeht. Es ist ein Gefühl, das nach vorne treibt. Und diesem Gefühl muss man Raum lassen, auch wenn man noch keinen exakten Plan hat.
Bußmann: In der Medienwelt kommt es oft eh anders!

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