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Wirtschaft

Jessica Buch VA - Zeit für Meer

Jessica Buch ist alleinerziehende Mutter, die das Leben liebt. Als ortsunabhängige Virtuelle Assistentin hat sie ihren Traumjob gefunden, mit dem sie erfolgreichen Unternehmerinnen und Unternehmern aus der D-A-CH-Region zu "Zeit für Meer" verhilft.

Mai 2019

Unternehmen:
Jessica Buch VA - Zeit für Meer

Gründerin:
Jessica Buch

Gründungsdatum:
September 2017

Branche und Unternehmen:
Dienstleistung, Virtuelle Assistenz

Motto:
"Nimm Dir mal wieder Zeit für Meer!"

Interview mit der Gründerin

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Zum einen ist das die Virtuelle Assistenz an sich, die ich anbiete und die in Deutschland noch nicht so weit verbreitet ist. Dadurch ist es mir möglich, Unternehmen völlig ortsunabhängig in den Bereichen Social Media sowie Online Business Support und digitalem Office Management zu unterstützen. Der große Vorteil ist, dass es keine Rolle spielt, wo sich meine Kundinnen und Kunden befinden – oder von wo aus ich arbeite. Wir sind jederzeit völlig flexibel.

Darüber hinaus ist es mir sehr wichtig, Tätigkeiten, die an mich delegiert werden, nicht einfach nur auszuführen. Stattdessen möchte ich mit den Unternehmen zusammenwachsen, als Team-Mitglied wahrgenommen werden, sie unterstützen und wichtige Impulse geben. Mein Fokus liegt auf einer langfristigen Zusammenarbeit, weil ich denke, dass der Nutzen dadurch am größten ist - und sich vor allem so "Zeit für Meer" im vollen Umfang nachhaltig realisieren lässt.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Das sind zum einen meine "Wunschkundinnen“: erfolgreiche Online-Unternehmerinnen, mit denen ich zusammenarbeite. Obwohl ich mich gar nicht festgelegt hatte, sind es zu 90 Prozent Frauen - alles etablierte Persönlichkeiten. Ich bin während meiner Gründung auf sie gestoßen und habe mir selbst Impulse und Inspiration bei ihnen geholt. Diese jetzt in ihrem Business zu unterstützen, finde ich toll. Zum anderen war es für mich ein ganz großer Moment, als ich letztes Jahr in Hamburg auf der ersten Virtuelle-Assistenten-Konferenz als Speakerin auftreten durfte.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Ich habe zunächst eine Ausbildung als Fremdsprachenassistentin und anschließend eine Banklehre gemacht. Dadurch verfüge ich über einen kaufmännischen Background. Allerdings hat keiner der beiden Berufe wirklich zu mir gepasst. Da kam es mir ganz gelegen, dass ich meine Tochter bekam und erstmal in Elternzeit war. Während dieser Zeit hab ich für ein Marketingunternehmen in Amsterdam auf Minijob-Basis angefangen zu arbeiten - aus dem Home Office. So habe ich die ersten Erfahrungen gesammelt, wie es ist, virtuell zu arbeiten. Gleichzeitig hat mir der Marketingbereich wahnsinnig viel Spaß gemacht, vor allem die Art, in einem Team auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten. Durch meine Tochter waren mir allerdings ein geregeltes Einkommen und Sicherheit ganz wichtig, sodass ich anschließend vor Ort hier in Wiesbaden als Marketing- und geschäftsführende Assistenz fest angestellt gearbeitet habe. Dadurch habe ich mir die Grundlagen im Social-Media-Marketing angeeignet.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Für mich gibt es insgesamt drei Auslöser: Der eine war, dass ich gemerkt habe, dass ich mich als Angestellte nie so wirklich wohl gefühlt habe. Mir ist zunehmend bewusst geworden, dass ich sehr eigenständig bin. Mir ist es wichtig, frei und selbstbestimmt arbeiten zu können. Dann war die Überlegung: Mit was mache ich mich selbstständig? Wo kann ich meine Fähigkeiten einbringen? Da bin ich schließlich auf die virtuelle Assistenz gestoßen. Der zweite große Auslöser war, dass ich mehr Zeit mit meiner Tochter verbringen wollte. Ich hatte das Gefühl, ihr Leben zu verpassen, wenn ich morgens zur Arbeit gehe und abends nach Hause komme. Ich habe in dieser Zeit ein tiefgreifendes Bewusstsein für das Leben und seine Endlichkeit entwickelt. Der dritte Auslöser war schließlich, dass ich überlegt habe, was ich mit diesem Bewusstsein anderen anbieten kann: Da kam mir die Idee für "Zeit für Meer": Ich biete die Inspiration und die Möglichkeiten für andere, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, indem ich ihnen lebenszeit- und nervenraubende Tätigkeiten abnehme. Dabei kann ich mein Know-how ideal einbringen.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Die Vorbereitungen für meine Gründung haben schon 2016 begonnen. Das habe ich alles allein gemacht. Meine Familie und Freunde konnten anfangs gar nicht verstehen, warum jemand die vermeintliche Sicherheit einer Festanstellung aufgibt. Als ich mein Gewerbe angemeldet hatte, bekam ich die Chance, an Workshops zur Gründungsberatung teilzunehmen und durch einen Coach begleitet zu werden. Das hat mich sehr gestärkt und unterstützt.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Erfreut und glücklich, weil ich gemerkt habe, dass es genau das ist, was ich schon immer machen wollte. Ich war einfach hoch motiviert und hatte riesigen Spaß. Das soll nicht bedeuten, dass es total einfach ist, eine Selbstständigkeit aufzubauen. Im Gegenteil! Aber für mich war es eben das, was sich richtig und passend anfühlte – von daher: pure Freude!

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Das ist für mich die stetige Herausforderung, mir immer wieder mein großes "Warum", wegen dem ich gründete, sowie meine Ziele vor Augen zu führen. Beides rückt im Alltag doch immer mal wieder in die Ferne. Darüber hinaus stehe ich als Virtuelle Assistentin vor der Herausforderung, mich immer wieder neu zu fokussieren und meine eigene klare Linie nicht aus den Augen zu verlieren. Das ist mir sehr wichtig, da ich aktuell für sieben Unternehmen arbeite, die alle in verschiedenen Bereichen tätig sind.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
In erster Linie bin ich komplett auf Social Media vertreten – Facebook, Instagram, LinkedIn und Xing. Meine Website gibt es zwar, aber da findet noch nicht wirklich viel statt. Ich mache wirklich hauptsächlich über Social Media auf mich aufmerksam. Außerdem ist Netzwerken sehr wichtig. Obwohl ich Virtuelle Assistentin bin, geht nichts ohne den persönlichen Kontakt – zum Austausch und zur Weiterempfehlung.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Ich bin komplett bei null gestartet. Das Gute an der Virtuellen Assistenz ist, dass man anfangs nicht viel braucht. Man kann zunächst digital über Tools arbeiten, die kostenfrei zur Verfügung stehen. Das reicht für den Start. Die betrieblichen Kosten sind damit minimal – bis auf Hosting oder Domainkosten. Ich bekam ganz am Anfang noch Arbeitslosengeld II als ergänzende Leistung. Da ich alleinerziehend bin, hat mir das sehr geholfen. Mittlerweile trage ich mich selbst, worauf ich sehr stolz bin.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Mein größter Traum ist es, gemeinsam mit meiner Tochter am Meer zu leben. Mein großes Ziel ist es, bis zu meinem 45. Lebensjahr einen eigenen kleinen Coworking-Space am Meer zu eröffnen, wo sich Menschen in einer tollen Umgebung treffen und austauschen.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich
. . . vermutlich nicht viel ändern. Niemand weiß, wieviel Zeit einem bleibt. Daher ist es wichtig, jede Minute auszukosten, um am Ende voller Stolz und Glückseligkeit zurückzublicken und nicht zu bereuen, was man alles NICHT getan hat

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Mit den passenden Motiven gründen, mit der für sich richtigen Einstellung dahinter stehen und nie den Mut verlieren. Wichtig ist, das zu tun, wonach einem das Herz steht und stets der eigenen Leidenschaft zu folgen.

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