Sprungmarken

Angie Meyer Fotografie

Deine Persönlichkeit im Bild – mach den Unterschied mit ausdrucksstarken Headshots. #MakeTheDifferenceD

Juli 2021

Unternehmen:
Angie Meyer Fotografie (Rechtsform: Einzelunternehmen)

Gründer:
Angie Meyer

Gründungsdatum:
September 2020

Branche:
Fotografie

Was treibt Sie an? Was ist Ihr Leitspruch?

"Whether you think you can or think you can’t, you’re right." (Henry Ford)

Interview mit der Gründerin

Worum geht es bei Ihrer Gründung und was ist das Besondere daran?
Ich habe mich auf die sogenannte "Headshot-Fotografie" spezialisiert. Der Begriff kommt aus den USA, dort ist diese Art der Profilfotos sehr verbreitet. Bei einem Headshot liegt der Fokus auf dem Gesicht, ohne ablenkende Details oder Accessoires. Das schafft eine Verbindung zwischen Betrachter und abgebildeter Person, so dass man direkt ein Gespräch beginnen möchte.

In einer Zeit, in der Onlinepräsenz immer stärker gefragt ist, sind ausdrucksstarke Profilfotos zunehmend wichtiger. Doch oft wird kaum Wert darauf gelegt, stattdessen präsentiert man sich online mit unvorteilhaften Fotos, wie beispielsweise "Selfies"; nicht nur privat, leider auch geschäftlich.

Selbst wenn ein Foto professionell aufgenommen wurde, bedeutet das nicht, dass die Person authentisch, selbstbewusst und kompetent auf ihren Betrachter wirkt. Viele Menschen fühlen sich vor einer Kamera unwohl und dieses Gefühl spiegelt sich in den Aufnahmen wider.

Bei mir gibt es kein "Passfoto-Feeling". Es wird nicht "mal eben ein Scheinwerfer aufgebaut" und auf den Auslöser gedrückt. Hier dreht sich alles um meine Kunden, ganz ohne Zeitdruck: Ich möchte ihnen die Scheu vor der Kamera nehmen, indem ich sie anleite und in den Ablauf einbeziehe, anstatt sie nur "abzulichten". Dabei vergessen sie manchmal sogar die Kamera. Dadurch entstehen authentische, ausdrucksstarke Fotos, mit denen man sich gerne präsentiert und von der Masse abhebt.

Was sind Ihre ersten Erfolge?
Die positiven, sogar überraschten Reaktionen meiner Kunden sind mein Erfolg. Wenn sie beim Auswählen ihrer Fotos im Anschluss an die Session ganz begeistert sagen: "So tolle Fotos hatte ich noch nie von mir! Ich sehe ja richtig gut aus!" Oder: "Ich hätte nicht gedacht, dass ich von dieser Seite so gut aussehe." Dann freut mich das wirklich und bestätigt mir, alles richtig gemacht zu haben.

Eine Kundin gestand mir vor ihrem Termin, wie nervös sie sei, weil sie sich für "unfotogen" hielt. Nachher war sie total glücklich mit ihren Fotos und hat sie stolz auf unterschiedlichen Online-Profilen eingesetzt.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
In meinem persönlichen Umfeld gab es wenig Verständnis für kreative Berufe, und Fotografie galt irgendwie als exotisch damals. Obwohl ich nie hinter einem Schreibtisch landen wollte, habe ich mich angepasst und eine kaufmännische Ausbildung gemacht. Ich habe viele Jahre in einem Bürojob verbracht, davon fast 20 Jahre in einem Medienunternehmen, doch glücklich war ich damit nicht. Der Wunsch nach einer Veränderung war immer da, nur der Glaube hat lange Zeit gefehlt.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Irgendwann kam der Punkt, an dem der Gedanke, ins Büro gehen zu müssen, schlimmer war als die Angst vor der Veränderung und einer ungewissen Zukunft. Ich hatte viel zu lange auf Sicherheit gespielt und hing in einem System, mit dem ich mich nicht mehr identifizieren konnte. Lebendigkeit? Kreativität? Fehlanzeige. Also traf ich meine Entscheidung, den Schritt zu wagen und mich mit meiner Fotografie selbstständig zu machen. Ich kündigte meinen Job und gründete mein eigenes Business.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Ich hatte und habe vor allem persönliche Unterstützung durch Familie und meine Freunde. Regelmäßiger Austausch mit meiner Community aus Headshot-Fotografen weltweit gibt mir immer wieder neue Impulse. Auch wenn ich mir vieles selbst erarbeitet habe, kann ich im Hinblick auf fachliche Beratung die IHK und das BIEG mit ihren Angeboten zu Weiterbildung und Workshops nur empfehlen. Ich lerne täglich dazu und erweitere mein Wissen. Nicht nur fachlich, auch persönlich ist es mir wichtig, mich ständig weiterzuentwickeln.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründer erlebt?
Es gab keinen wirklichen "Startpunkt", wie zum Beispiel eine Ladeneröffnung. Der Prozess war eher fließend. Vielmehr stellte ich mir Fragen wie: "Habe ich an alles gedacht? Ist meine Webseite okay? Wie präsentiere ich mich und meine Leistung nach Außen und kann sichtbar werden?" Die Bereiche Marketing und SEO zum Beispiel waren und sind Neuland für mich. Da ist noch viel Luft nach oben. Social Media nutzte ich bis dahin ja nur privat. Meine ersten Kunden kamen aus dem Freundeskreis.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Für mich war und ist die größte Herausforderung die immer noch andauernde Ausnahmesituation durch die Pandemie. Die Kontakteinschränkungen sind eine große Herausforderung. Nicht nur im Hinblick auf die Bereitschaft der Kunden, einen Termin zu buchen, sondern auch meine Ideen und Pläne umzusetzen.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Einerseits durch Webseite wie Google (MyBusiness und Google Ads), meinen Instagram-Kanal und meine Facebook-Seite. Ich habe zudem ansprechende Flyer entworfen, die ich auslegen möchte. Ziemlich oldschool, oder?

Sobald sich die Pandemie-Situation entspannt hat und wir uns alle wieder freier bewegen können, würde ich gern für einen begrenzten Zeitraum ein PopUp-Studio aufziehen und Aktionen anbieten. Mund-zu-Mund-Propaganda und persönlicher Kontakt sind mir von allen Vermarktungs-Strategien noch am liebsten.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Der Vorteil war, dass ich mein Foto-Equipment bereits hatte. Insofern waren hier keine großen Anschaffungen nötig. Ich habe allerdings in ein professionelles Lichtset, speziell für Headshot-Fotografie, investiert. Dies habe ich aus eigenen Mitteln finanziert.

Derzeit arbeite ich noch bei mir zuhause. Somit entfällt die Miete. Ich bin allerdings auf der Suche nach einer geeigneten Räumlichkeit für ein Studio, um die Bereiche zu trennen.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Mein eigenes Studio in einer Loft-Etage mit einer gemütlichen Sitzecke und viel Platz, um unterschiedliche Settings aufzubauen. Neben Headshots möchte ich dann auch Portrait-Sessions anbieten können.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
Da ich nicht mehr im Angestelltenverhältnis bin, bin ich mit meiner Zeiteinteilung voll zufrieden. Abgesehen davon hätte ich gern Haustiere: ein Hund und zwei Katzen. Für Tiere braucht man Zeit.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Nicht warten, "bis man soweit ist"; diesen Zeitpunkt gibt’s nicht. Der inneren Stimme folgen, an sich glauben und sich nicht von außen reinreden lassen. Holt euch Infos und Unterstützung in den Bereichen, die euch unklar sind. Versucht nicht, alles allein stemmen zu wollen.

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