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Lenzbox GmbH

LENZBOX ist das neue Zuhause für Kontaktlinsen: die weltweit erste vollautomatische Reinigungsbox, die höchsten Komfort und einen zuverlässigen Schutz vor Verkeimung bietet.

September 2021

Unternehmen:
Lenzbox GmbH

Gründer:
Dr. med. Corneliu Doniga, Peter Bruhn

Gründungsdatum:
15. November 2019

Branche:
Medizin, Optik, Kontaktoptik

Was treibt Sie an? Was ist Ihr Leitspruch?

Cornelius Doniga: "Wer ein WARUM zum Leben hat, erträgt fast jedes WIE." (Friedrich Nietzsche). In diesem Fall bezieht sich der Begriff "Leben" auf unsere Vision, beziehungsweise auf die Vision des Unternehmens.

Interview mit den Gründern

Worum geht es bei Ihrer Gründung und was ist das Besondere daran?
Cornelius Doniga: Die LENZBOX beseitigt die frustrierenden Themen jedes Kontaktlinsenträgers auf radikal neue Weise: die bisher umständliche manuelle Reinigung erfolgt auf Knopfdruck, die Linsen werden hygienisch aufbewahrt und können in der stylischen LENZBOX bequem überall hin mitgenommen werden.

Peter Bruhn: LENZBOX ist wie Nespresso für Kontaktlinsen: Bequem, einfach und sicher – ein Knopfdruck reicht.

Was sind Ihre ersten Erfolge?
Cornelius Doniga: Die Entwicklung ist abgeschlossen, wir haben mehrere Patente erteilt bekommen, und alle Funktionstests sind erfolgreich verlaufen.

Peter Bruhn: Jedes Mal, wenn wir den Prototyp zeigen, erhalten wir begeisterndes Feedback. Die Menschen wollen die LENZBOX am liebsten sofort kaufen und nutzen. Das spornt an, genauso wie das positive Feedback aktueller und potenzieller Investoren.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Cornelius Doniga: Ich bin promovierter Humanmediziner. Technologie, Ingenieurswesen und Design haben mich aber so fasziniert, dass ich mich nach dem Studium schnell entschlossen habe, mich als Innovationsberater und seit einigen Jahren auch als Gründer selbstständig zu machen.

Peter Bruhn: Als Wirtschaftsinformatiker begeistern mich technische Innovationen, Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle, von denen ich seit dem Jahr 2000 viele mit aufgebaut habe. Zunächst als Berater bei McKinsey & Company, dann in der Innovationseinheit der Deutschen Telekom und als Leiter der Digitalen Transformation bei einem internationalen Mittelständler im B2B-Handel. Seit vielen Jahren bin ich der Startup-Welt verbunden, zunächst als Business Angel, inzwischen auch als Co-Founder.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Cornelius Doniga: Ich bin begeisterter Kontaktlinsenträger, ärgere mich aber täglich über den umständlichen Reinigungsprozess und die vielen Einzelteile, die ich unterwegs mitnehmen muss. Das wollte ich ändern und habe begonnen, nach einer Lösung zu suchen. Mit viel Forschungs- und Entwicklungsarbeit zusammen mit renommierten Instituten und Industriepartnern ist dann schrittweise das Produkt LENZBOX entstanden. 2019 habe ich dann die Lenzbox GmbH gegründet.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Cornelius Doniga: Die LENZBOX ist ein Medizinprodukt, das vielfältige Kompetenz bei Entwicklung und Produktion benötigt. Wir haben von Beginn an sowohl mit Forschern renommierter Institute, mit Augenärzten, mit Experten von Kontaktlinsenherstellern sowie mit erfahrenen mittelständischen Produktionsunternehmen partnerschaftlich zusammengearbeitet.

Peter Bruhn: Wichtig sind uns konstant hohe Qualität und Zuverlässigkeit bei gleichzeitig hoher Umsetzungsgeschwindigkeit. Dies erreichen wir, indem Entwicklung, Design und Produktion fast ausschließlich in Deutschland erfolgen.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründer erlebt?
Cornelius Doniga: Die ersten Tage nach der Gründung sind zwar von Euphorie, jedoch auch von völliger Unsicherheit bezüglich dem Ausgang unserer Bemühungen gekennzeichnet. Wir haben ein äußerst aufwendiges und komplexes Produkt über viele Jahre entwickelt und hoffen, dass der Markt dieses auch annehmen wird.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Peter Bruhn: Die größten Herausforderungen ergeben sich aus den regulatorischen Anforderungen. Als Medizinprodukt gilt für uns die Medical Device Regulation der EU, die so neu ist, dass bei Behörden und allen an der Zulassung Beteiligten noch viele Fragen ungeklärt sind. Auch hier unterstützen uns Partner mit jahrelanger Erfahrung in der Medizinproduktzulassung.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Peter Bruhn: Wir können erst nach erfolgter Zulassung auf den Markt und rechnen Anfang 2022 mit dem Verkaufsstart. Die nächsten Monate werden wir nutzen, Kunden durch vielfältige Aktionen auf unterschiedlichen Kanälen für die LENZBOX zu begeistern. Uns freuen bereits heute die vielen Einladungen als Redner und Aussteller zu internationalen Veranstaltungen wie dem Hessischen Innovationskongress und erstes positives Presseecho.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Cornelius Doniga: Gestartet bin ich mit eigener Kraft und habe dann einige Fördermittel einwerben können, um die Entwicklung zu finanzieren.

Peter Bruhn: Im letzten Jahr ist neben einigen Business Angels auch Hessen Kapital III als Gesellschafter hinzugekommen. Für unsere aktuelle Finanzierungsrunde haben wir bereits neue Investoren gewonnen, so dass wir diese bald erfolgreich schließen werden.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Cornelius Doniga: Unser nächstes großes Ziel ist der Einstieg in den Markt smarter Kontaktlinsen. Es ist ein sehr gewagtes Unterfangen, doch bin ich davon überzeugt, dass wir auch auf diesem Gebiet radikal neu gedachte Produkte erschaffen und erfolgreich vermarkten können.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
... noch mehr Unternehmen gründen.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Euer Produkt muss eine Lösung für ein echtes Problem darstellen, das viele Menschen betrifft. Eine bestehende Situation nur ein bisschen besser zu machen statt radikal neu zu denken reicht nicht.

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