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Medienzentrum Wiesbaden
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NS-Propagandafilme

Das Medienzentrum bietet in Kooperation mit seinen Partnern spezielle Vorführungen berüchtigter NS-Propaganda-Spielfilme an.

Schulvorführungen von NS-Propaganda-Filmen

Die Nationalsozialisten haben sehr frühzeitig die suggestive Macht bewegter Bilder in ihrer Propaganda eingesetzt. Neben den Filmen von Leni Riefenstahl und einer Reihe von komödienhaften „unpolitischen“ Unterhaltungsfilmen wurde die Bevölkerung mit aufwendigen Propagandafilmen im Sinne der NS-Ideologie systematisch indoktriniert.

Die sogenannten „Vorbehaltsfilme“ der NS-Filmpropaganda bieten einen Einblick in die mediale Manipulation der Nationalsozialisten. In Zeiten, in denen rechtsradikales Gedankengut in kürzester Zeit über neue Medien verbreitet werden kann, wird die Fähigkeit, dieses als solches zu enttarnen, immer wichtiger.


Ziele

Ziel der Veranstaltungen ist es Schülerinnen und Schüler über die rassistische, volksverhetzende Propaganda des Nazi-Regimes aufzuklären und dadurch für Toleranz und Demokratie zu sensibilisieren. Hierbei geht es nicht nur um die Erinnerung und Auseinandersetzung mit historischen Zusammenhängen, sondern auch um die unterschiedlichen Aspekte und Wirkungsweisen der Propaganda des aktuellen Antisemitismus und Rechtsextremismus.

Filmwissenschaftler und Medienpädagoge Michael Kleinschmidt führt jeweils in den Film ein und leitet nach dem Film eine Diskussion bzw. ein Auswertungsgespräch.

Kooperationspartner und Unterstützer

Das Projekt ist eine Kooperation des Medienzentrums Wiesbaden, des Instituts für Kino und Filmkultur e.V. und der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung. Es wird unterstützt von der Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien Hessen, Landeszentrale für politische Bildung Hessen sowie der Fraport AG.

Zielgruppe

Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe aller Schulformen (ab 14 Jahren; siehe auch Filmbeschreibungen). Erwachsene Einzelbesucher können ebenfalls teilnehmen. Bitte haben Sie aber Verständnis, wenn Platzreservierungen vorrangig an Schüler*innen vergeben werden.

Ort

Alle Filme werden im Murnau Filmtheater vorgeführt. Dieses finden Sie im Deutschen Filmhaus unmittelbar neben dem Schlachthof Wiesbaden. Es ist vom Hauptbahnhof aus über einen Fußweg zu erreichen.

Programm 2017

Film Termin Uhrzeit Eintritt
Hitlerjunge Quex 12. Juni 2017 15:30 Uhr bis ca. 18:30 Uhr 3 Euro
Ich klage an 13. Juni 2017 15:30 Uhr bis ca. 18:30 Uhr 3 Euro
Jud Süß 19. Juni 2017 15:30 Uhr bis ca. 18:30 Uhr 3 Euro
Jud Süß 27. Juni 2017 15:30 Uhr bis ca. 18:30 Uhr 3 Euro

* 2 begleitende Lehrkräfte pro Lerngruppe nehmen kostenfrei teil.

Weiter unten erhalten Sie eine Beschreibung der Filme.


JUD SUESS

(D 1940, Regie Veit Harlan)

Antisemitischer Hetzfilm

Altersempfehlung: ab 16 Jahren

Der Film basiert auf der Lebensgeschichte von Joseph Süß Oppenheimer, der im 18. Jdt. als Finanzberater des württembergischen Herzogs Karl Alexander tätig war. Für die Bevölkerung galt Oppenheimer schon bald als Urheber aller Missstände im Land. Der Film zeigt ihn als erfindungsreichen Bösewicht und Vergewaltiger. In erster Linie als Unterhaltungsfilm konzipiert, setzte „Jud Süß“ Millionen von Kinobesuchern Anfang der 1940er Jahre einer subtilen antisemitischen Beeinflussung aus.


HITLERJUNGE QUEX

(D 1933, Regie: Hans Steinhoff)

Verführung der Jugend

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

NS-Propagandafilm, in dessen Mittelpunkt der ideologische Gesinnungswandel einer Arbeiterfamilie steht: Kommunistische Jugendverbände und die Hitlerjugend stehen sich im Berlin der beginnenden 1930er Jahre als verfeindete Organisationen gegenüber. Heini Völker, Druckerlehrling und Sohn eines Kommunisten, lässt sich auf die Seite der Hitlerjugend ziehen und verrät einen geplanten kommunistischen Anschlag auf das Hitlerjugendheim.


ICH KLAGE AN

(D 1941, Regie: Wolfgang Liebeneiner)

Euthanasie und Sterbehilfe

Altersempfehlung: ab 16 Jahren

Eine junge Frau, die an multiple Sklerose erkrankt ist und  qualvoll dahinsiecht, bittet zunächst ihren mit der Familie befreundeten Hausarzt um den Gnadentod. Als der ablehnt, bedrängt sie ihren Ehemann, einen namhaften Mediziner, sie zu erlösen. Da er seine Frau sehr liebt, ist er dazu bereit und tötet sie mit Gift. Daraufhin wird ihm der Prozess gemacht, in dem die verschiedensten Meinungen zur Sprache kommen. Im Schlusswort bekennt sich der Angeklagte zu seiner Tat und klagt seinerseits:  Der Staat soll ein Gesetz erlassen, das die Entscheidung über Leben und Tod regelt.


Geplanter Ablauf

15:30 Uhr Begrüßung & Einführung NS-Filmpropaganda
16:15 Uhr Filmvorführung
18:00 Uhr Auswertungsgrespräch & Diskussion
18:30 Uhr Ende der Veranstaltung

(Abweichungen möglich)


Anmeldung / Karten

Die Anmeldung erfolgt über das Medienzentrum Wiesbaden (siehe unten). Die Karten sind am Tag der Vorstellung vor Ort zu bezahlen (bar). Spontanbesucher sind willkommen, falls Restplätze verfügbar sind.

Fortbildung zum Thema

Eine auf das Projekt abgestimmte Fortbildung für Lehrkräfte zum Thema NS-Filmpropaganda steht auf Abruf zur Verfügung. Sprechen Sie uns an.