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Stadtlexikon Wiesbaden

Czysz, Walter

Pharmazeut, Heimatforscher

geboren: 5. März 1925 in Wiesbaden
gestorben: 8. März 2007 in Wiesbaden


Details

Nach dem Abitur meldete sich Walter Czysz freiwillig zur Luftwaffe, wo er eine Ausbildung als Bomberpilot erhielt und für Erkundungsflüge eingesetzt wurde. Nach dem Krieg studierte er in Mainz Pharmazie. Darüber hinaus bildete er sich auf breiter Ebene weiter, wobei das Gebiet Geschichte ein Schwerpunkt war. 1948 heiratete er Brigitte Flößner; aus der Ehe gingen drei Söhne hervor.

1963 erhielt er eine Anstellung am Institut Fresenius (Chemisches Laboratorium Fresenius), in dem er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1992 vor allem als Mitarbeiter des Herausgebers der Zeitschrift für Analytische Chemie neben redaktioneller Arbeit für Referate und Buchbesprechungen auf dem Gebiet der chemischen Analytik tätig war. Er war auch Mitautor mehrerer Handbücher aus dem Hause Fresenius.

Er ist Autor der hervorragend recherchierten Bücher zum Klarissenkloster Klarenthal (Kloster Klarenthal), zum Burgflecken Sonnenberg, zur Entwicklung Wiesbadens vom Römerbad zur Weltkurstadt, zur Geschichte des Instituts Fresenius oder auch zum Leben von Heinrich Anton Leichtweiß.

Zahlreiche kleinere Publikationen erschienen in Zeitungen und Zeitschriften. Die Wiesbadener Tageszeitungen brachten mehrere Artikelserien von ihm. Dies führte zu seiner Berufung in die Historische Kommission für Nassau, zur Verleihung der Bürgermedaille der Stadt Wiesbaden in Silber im Jahr 1993 und der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2003.

Seit 1962 war er Mitglied im Nassauischen Verein für Naturkunde, zu dessen 2. Vorsitzendem er 1993 gewählt wurde. Für die Jahrbücher des Vereins (Jahrbücher des Nassauischen Vereins für Naturkunde) verfasste er zwei Aufsätze zu Familie und Firma Fresenius und drei Beiträge über die Geschichte der Wiesbadener Thermalquellen.

Zum 175-jährigen Bestehen des Vereins schrieb er die Chronik des Vereins, die als Band 125 der Jahrbücher 2004 erschienen ist. Im selben Jahr wurde er zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Er ist auf dem Friedhof in Wiesbaden-Sonnenberg begraben.

Literatur