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Comunicado de prensa de la capital del Estado federado, Wiesbaden

Oberbürgermeister Mende kritisiert vorläufiges Aus der „Wallauer Spange“

Das Eisenbahn-Bundesamt hat den Antrag für die „Wallauer Spange“ abgelehnt. Das Aus für das Planfeststellungsverfahren wurde am Donnerstag, 29. Januar, in einer öffentlichen Bekanntmachung verkündet. Das abrupte Ende darf nach Ansicht des Wiesbadener Oberbürgermeisters Gert-Uwe Mende nicht das letzte Wort sein. 

„Unsere schlimmsten Befürchtungen sind übertroffen worden. Uns wurde ein zeitnaher Abschluss des Planfeststellungsverfahrens in Aussicht gestellt. Stattdessen ist nach tagelanger Ungewissheit über die Finanzierung nun das vorläufige Aus des Projekts gekommen“, sagte Mende.  Mende telefonierte am Donnerstagmittag, 29. Januar, mit Stefan Schnoor, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr. In dem Telefonat habe Schnoor zugesagt, dass die Bundesregierung weiterhin am Bau der „Wallauer Spange“ festhalte. Schnoor kündigte die Beantragung eines neuen Planfeststellungsverfahrens durch die DB InfraGo an. Mitte 2026 solle die Offenlage und 2027 ein Planfeststellungsbeschluss erfolgen. Das Bundesministerium für Verkehr beabsichtige, den Prozess eng zu begleiten. „Das ist auch die Erwartung von uns als Stadt. Die ,Wallauer Spange‘ ist für Wiesbaden und die gesamte Rhein-Main-Region von erheblicher verkehrlicher und wirtschaftlicher Bedeutung. Es ist wichtig, dass das vorläufige Aus nicht das letzte Wort ist und nun konsequent gehandelt wird“, sagte Mende. 

Zur Finanzierung des – Stand heute – 183-Millionen-Projektes habe Schnoor keine verbindliche Aussage treffen können. Der Staatssekretär habe sich jedoch zuversichtlich gezeigt, dass die Finanzierung gelinge. „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber noch keine zufriedenstellende Aussage. Wir werden uns weiterhin vehement dafür einsetzen, dass die ,Wallauer Spange‘ finanziert und realisiert wird“, betonte Mende.  

Das seit Jahren vorbereitete Infrastrukturprojekt „Wallauer Spange“ soll Wiesbaden über eine neue Verbindung an die ICE-Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main und den Flughafen Frankfurt anschließen, direkt und ohne Umweg über Mainz, Bischofsheim oder den Frankfurter Hauptbahnhof. Damit hätte Wiesbaden einen direkten Zugang zu einem der wichtigsten Fernverkehrsknoten Deutschlands erhalten. In der öffentlichen Bekanntmachung schrieb das Eisenbahn-Bundesamt unter anderem: „Unter Würdigung der vorgelegten Unterlagen war eine substantielle Erörterung und eine sachgerechte Entscheidung über den Antrag zur Feststellung des Plans nicht möglich. Das Verwaltungsverfahren wurde daher ohne weitere Sachermittlung und ohne Entscheidung in der Sache abgeschlossen. Gemäß § 69 Abs. 3 VwVfG, Planfeststellungsrichtlinie Eisenbahn-Bundesamt, Pkt. 21, Abs. 2 wird daher über die Einstellung des Verfahrens informiert.“

Oberbürgermeister Mende und Verkehrsdezernent Andreas Kowol dankten allen, die sich in den vergangenen Jahren, Monaten und Wochen für den Bau der „Wallauer Spange“ eingesetzt haben. „Der hessische Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori hat sich für die Realisierung des Projekts ebenso stark gemacht wie die IHK Wiesbaden, die Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung, die Bundestagsabgeordneten der Region, die Lokale Nahverkehrsorganisation sowie verschiedene Ämter und Eigenbetriebe der Stadt. Nach dieser bitteren Enttäuschung von heute müssen wir weiterhin an einem Strang ziehen, damit die ,Wallauer Spange‘ doch noch realisiert wird“, sagten Mende und Kowol. 


Herausgeber dieser Pressemitteilung ist das Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, pressereferatwiesbadende. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das zuständige Dezernat oder Amt wenden.

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