Tag des offenen Denkmals 2026
Einmal im Jahr, immer am zweiten Sonntag im September, geht ganz Deutschland zum Tag des offenen Denkmals auf Entdeckungstour. In Wiesbaden öffnen am 13. September 14 Denkmäler und historische Bauten ihre Türen.
Am 13. September 2026 öffnen sich die Türen zu einigen der faszinierendsten Denkmale und historischen Stätten. Ganz egal, ob man sich für Geschichte begeisterst, an Architektur interessiert oder einfach neugierig ist: Der Tag des offenen Denkmals bietet eine einzigartige Gelegenheit, in die Vergangenheit einzutauchen und die Schätze unserer Kulturlandschaft zu erkunden.
Eine Auswahl der Angebote in Wiesbaden:
Jagdschloss Platte
Das Jagdschloss Platte entstand in den Jahren 1823 bis 1826 und wurde als Herbstwohnsitz der herzoglichen Familie von Nassau genutzt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude bei einem Luftangriff bis auf die Außenmauern zerstört und später durch die "Stiftung Jagdschloss Platte e.V." wieder nutzbar gemacht. Heute wird das Gebäude für Veranstaltungen genutzt und von der Wiesbaden Congress & Marketing GmbH verwaltet.
Programm:
Das Jagdschloss Platte ist von 11.30 bis 15.30 Uhr für Besuchende geöffnet und kann während dieser Zeit individuell besichtigt werden. Begleitete Rundgänge durch eine Gästeführerin finden um 12 Uhr und um 13 Uhr (kostenfrei, ohne Anmeldung) statt. Ergänzend dazu wird – anlässlich des 200-jährigen Jubiläums des Gemäuers – durch die "Parforcehorncorps Jagdschloss Platte e.V." um 14 Uhr ein kleines Konzert in die Veranstaltung integriert. Auch hierzu ist der Eintritt kostenfrei.
Schloss Freudenberg
Seit 1994 ist das Schloss Freudenberg – Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne und des Denkens – das Zuhause des pädagogischen Zentrums "Gesellschaft Natur & Kunst e.V.". Im Rahmen des "Tag des offenen Denkmals" der Deutschen Stiftung Denkmalschutz richtet die Arbeitsgemeinschaft des Erfahrungsfelds am 12. und 13. September jeweils von 11 bis 18 Uhr den Blick auf das denkmalgeschützte Schloss Freudenberg.
Programm:
Es gibt kostenfreie Vorträge der Erfahrungsfeld-Gründer und weitere offene Angebote wie eine Bauhütte, in der Besucherinnen und Besucher selbst Hand anlegen können.
Kunsthaus Wiesbaden
Das zweigeschossige, an ein Palais erinnernde Kunsthaus des Architekten Philipp Hoffmann, wurde 1863 vollendet und zuerst als Elementarschule genutzt, von 1919 an als Handwerker und Kunstgewerbeschule, aus der später die renommierte Werkkunstschule hervorging, zu deren Studierenden die Künstler Peter Roehr und Dieter Rams zählten. Seit 1989 liegt die Leitung des Kunsthauses in Händen des Wiesbadener Kulturamtes. In dem Altbau befinden sich die Ateliers und die Aula, der nach langjähriger Sanierung im September 2025 neu eröffnet wurde. 2011 entstand der Neubau mit der über 300 Quadratmeter großen Kunsthalle. Die Artothek fand ihren Platz im Untergeschoss.
Programm:
Zum Tag des offenen Denkmals öffnet das frisch sanierte Atelierhaus im Altbau des Kunsthauses seine Türen. Interessierte haben hier die Möglichkeit, Einblicke in die neuen "Kunst-Räume" zu erhalten. Zudem öffnen 13 Künstlerinnen und Künstler ihre Ateliers. Es werden Führungen zur Historie des Kunsthauses angeboten.
Aartalbahn / Langenschwalbacher Bahn
Der Streckenabschnitt zwischen Wiesbaden Hauptbahnhof und Langenschwalbach, dem heutigen Bad Schwalbach, wurde 1889 eröffnet. Der Abschnitt zwischen Diez und Zollhaus war bereits 1870 in Betrieb gegangen, die Verbindung von Zollhaus nach Langenschwalbach folgte 1894. Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Dotzheim entstand 1905 als Ersatz für den ursprünglichen Bau und ist als Baudenkmal geschützt. Die gesamte Eisenbahnstrecke steht seit 1987 unter Denkmalschutz.
Programm:
Am 13. September feiert die Nassauische Touristik-Bahn ihr 40-jähriges Vereinsbestehen. Dazu gibt es ein großes Bahnhofsfest am Heimatbahnhof Dotzheim mit Live-Musik, Führungen über das Gelände, Oldtimer-Ausstellung, Hüpfburg sowie Feines vom Grill.
Kaiser-Wilhelm-Turm
1883 wurde auf dem Schläferskopf ein hölzerner Aussichtsturm errichtet, der wegen Baufälligkeit im Jahre 1900 abgetragen wurde. Bei dem heutigen, insgesamt ca. 30 m hohen Turm, handelt es sich um den Nachfolgerbau. Er entstand in den Jahren 1905/1906 im Rahmen des Umbaus der Stadt Wiesbaden zum Kurort. Eine entsprechende Sanierung fand in den Jahren 2014 bis 2016 statt.
Programm:
Von 10 bis 12.30 Uhr startet alle 30 Minuten eine Führung. Frau Reinhardt tritt gemeinsam mit Interessierten eine Reise in die Vergangenheit des Kaiser-Wilhelm-Turmes an und erzählt von der Historie des Turmes, der Sanierung im Jahre 2016 und ermöglicht den Blick auf Wiesbaden vom Turm aus.
Pfortenhaus Schloss Biebrich
Der Grundstein für das ehemalige Wach- und Pfortenhaus wurde 1791 gelegt. Das Gebäude bildet bis heute den nördlichen Zugang zum Schlosspark Biebrich und markierte einst den repräsentativen Übergang zwischen Stadt, Park und der ehemaligen Mosburg. Nach einer behutsamen Kernsanierung wird das historische Bauwerk wieder genutzt. Es veranschaulicht die historische Funktion der Tor- und Wachhäuser als wichtige Schnittstellen zwischen herrschaftlichen Anlagen und ihrem städtischen Umfeld.
Programm:
Das historische Pfortenhaus am Schlosspark Biebrich öffnet zum Tag des offenen Denkmals von 11 bis 17 Uhr seine sonst nur privat zugänglichen Räume. Interessierte können das Haus und den Garten erkunden, an Führungen teilnehmen und von 15 bis 17 Uhr bei einem offenen Austausch mehr über Geschichte, Nutzung und Atmosphäre des Pfortenhauses erfahren.
Über den "Tag des offenen Denkmals"
Über 7.500 historische Stätten öffnen ihre Türen und begeistern eine Vielzahl von Besuchern. Der "Tag des offenen Denkmals" ist die größte Kulturveranstaltung Deutschlands. Seit 1993 wird sie von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, bundesweit koordiniert.
