Malina
22.09.2026, 17:30 Uhr
D/A 1991, 125 Min., FSK: ab 16
Im Nachgang zu unseren Filmen über Ingeborg Bachmann anlässlich ihres 100. Geburtstags im Juni zeigen wir nun noch Werner Schroeters Verfilmung ihres Romans, den sie selbst eine "imaginäre Autobiografie" nannte, weshalb er oft als Schlüsselroman für ihre Beziehung mit Max Frisch gelesen wird.
Neben den autobiografischen Referenzen zeichnet sich die Literaturvorlage durch ihre komplexe Erzählstruktur aus - kein leichtes Ausgangsmaterial für einen Spielfilm. Der Online-Zeitschrift "En attendant Nadeau" zufolge ist das Unterfangen jedenfalls geglückt. Sie nennt Schroeter anlässlich der Wiederaufführung auf dem Festival Lumière 2025 einen "barocken Poeten", der ein "flammendes und halluziniertes Werk" schuf. Auf dem Festival wurde MALINA zudem mit dem Label Lumière Classic ausgezeichnet, das die besten Restaurierungen des Jahres kürt; selbstverständlich zeigen wir die Restaurierung.
Im Film spielt Isabelle Huppert die namenlose Schriftstellerin, die mit ihrem Freund Malina in Wien lebt und sich in den jungen Ungarn Ivan verliebt. Als Ivan das Interesse an ihr verliert, stürzt die Schriftstellerin in eine existenzielle Krise. Während ihr der Bezug zur Realität allmählich entgleitet, erweist sich Malina als rettender Anker und schreckliches Verhängnis zugleich.
Buch: Elfriede Jelinek, Patricia Moraz
Kamera: Elfi Mikesch
Musik: Giacomo Manzoni
Mit Isabelle Huppert, Lisa Kreuzer, Isolde Barth, Mathieu Carrière, Can Togay