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Freizeit

Abschied von gestern

08.06.2026, 20:00 Uhr

BRD 1966, 88 Min., FSK: ab 16

"Uns trennt von gestern kein Abgrund, sondern die veränderte Lage", stand in den Aufbruchsjahren des Jungen Deutschen Films im Vorspann zu Alexander Kluges ABSCHIED VON GESTERN, für den er den Silbernen Löwen beim Filmfest Venedig gewann. Dieses Zitat steht stellvertretend für Alexander Kluges Auseinandersetzung mit dem deutschen Film in den 1960er-Jahren. Als einer der Initiatoren des Oberhausener Manifests entwarf Kluge mit ABSCHIED VON GESTERN seine Gegenvorstellung zu 'Opas Kino'. Sie war stilistisch (Kamera: Thomas Mauch und Edgar Reitz) und inhaltlich wagemutig genug, dass die 'Freiwillige Selbstkontrolle - FSK' lange mit der Freigabe des Films für die deutschen Kinos zögerte. In kaleidoskopartiger und im Brecht'schen Sinne epischer Form wird die Geschichte von Anita G. erzählt, die aus der DDR in den Westen flieht und dort an den gesellschaftlichen Verhältnissen verzweifelt. 

Am 25. März verstarb Alexander Kluge in München. Wir werden im Juli weitere Filme zu seinem Andenken zeigen.

Regie: Alexander Kluge
Buch: Alexander Kluge
Kamera: Thomas Mauch, Edgar Reitz
Mit Alexandra Kluge, Günter Mack, Eva Maria Meineke, Hans Korte, Josef Kreindl

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