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Freizeit

Der junge Törless

28.07.2026, 18:00 Uhr

BRD/F 1966, 91 Min., FSK: ab 0

Österreich-Ungarn, Anfang des 20. Jahrhunderts: Am Erziehungsinstitut des jungen Internatszöglings Törless hat sich unter den gut betuchten Schülern eine Hierarchie von Macht und Wohlstand entwickelt. Schlöndorffs erster Film ist eine kongeniale Adaption des Romans "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß" von Robert Musil, mit deren entschlossener Kritik am Faschismus und kontrastierenden Schwarz-Weiß-Bildern er den Neuen Deutschen Film der 60er-Jahre entscheidend prägte. Der Film war deutlich als Parabel auf die NS-Diktatur und das moralische Versagen ihrer Mitläufer angelegt, und wurde auch so verstanden. Beim Filmfestival Cannes verließ der deutsche Kulturattaché die Vorstellung des Films unter Protest.

Regie: Volker Schlöndorff
Buch: Volker Schlöndorff, Herbert Asmodi
Kamera: Franz Rath
Musik: Hans Werner Henze
Mit Mathieu Carrière, Marian Seidowsky, Bernd Tischer, Fred Dietz, Lotte Ledl

"Der Film ist das Ergebnis distanzierter psychologischer Beobachtung und gleichzeitig (...) verbindliche Bildschilderung von einer Intensität, die im deutschen Film nur selten (zu sehen ist). Ein Film aus intellektueller Substanz, die sich sinnvoll mit ästhetischem Vermögen verbindet. Die Regie erreicht eine völlige Identität von Inhalt und Form." Aus dem Gutachten der FBW-Jury im Jahr 1966

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