Henriette und Guido – Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte
02.09.2026, 17:30 Uhr
D 2024, 102 Min., FSK: ungeprüft
Zu Gast: Stella Tinbergen, Regie
Henriette ist Systemsprengerin. Das äußert sich in einer explosiven Mischung aus Bedürftigkeit und Angriffslust. Geboren mit einem Frontalhirnsyndrom, kam sie zunächst in die Isolation einer Intensivstation und erst viele Wochen später zu ihren Eltern. Die hochintelligente Henriette kämpft gegen die Ablehnung, die sie oft selbst provoziert. An ihrer Seite steht Guido, der unerschütterlich die Brücken zu ihrer Umwelt aufrichtet, die sie immer wieder zerstört. Dank Guido vollzieht Henriette erstaunliche Entwicklungsschritte. In einem inklusiven Märchenstück besiegt sie den ›bösen Zaubervogel‹ und beweist, dass auch sie über Eigenschaften verfügt, die für andere eine Bereicherung sind. Die Liebesgeschichte zwischen Henriette und Guido ist damit mehr als die Erzählung von Henriettes Kampf mit und in der Gesellschaft, sondern steht beispielhaft für viele psychisch Kranke mit ihrer Sehnsucht, wahr und ernstgenommen zu werden.
Stella Tinbergen gelingt ein berührendes Porträt über eine besondere Beziehung - einfühlsam, ehrlich und ohne falsche Romantik.
Regie: Stella TinbergenBuch: Stella Tinbergen
Kamera: Sebastian Hattop
Musik: Marina Baranova
"[Der Dokumentarfilm] von Stella Tinbergen macht sichtbar, welche Voraussetzungen notwendig sein könnten, um Inklusion nicht nur zu behaupten, sondern auch zu leben." programmkino.de