Silent Friend
02.09.2026, 20:00 Uhr
D/H/F 2025, 147 Min., FSK: ab 6, DF
Helmuth Plessner, 1892 in Wiesbaden geboren, war für die europäische Philosophie, Biologie und Soziologie ein bedeutender Impulsgeber und gilt bis heute als einer der wichtigsten Vertreter der "philosophischen Anthropologie". Der Wiesbadener Helmuth-Plessner-Preis wird am 3. September an den amerikanischen Philosophen Jay M. Bernstein verliehen. Bernstein trug wesentlich dazu bei, Plessners Werk über den deutschsprachigen Raum hinaus, insbesondere in der angelsächsischen Welt, bekannt zu machen und seine Aktualität für gegenwärtige Debatten in Philosophie und Soziologie hervorzuheben.
Wir zeigen aus diesem Anlass den großartigen Film von Ildikó Enyedi über den majestätischen Ginkgobaum im botanischen Garten in Marburg. Seit über hundert Jahren ist er stiller Zeuge - Beobachter leiser, tiefgreifender Veränderungen im Leben dreier Menschen in drei Epochen 1908, 1972 und 2000.
Es ist ein visuell überwältigendes, philosophisches Kinoerlebnis und ein poetisches, sensibles Werk, in dem die Beziehung zwischen Pflanzen und Menschen zum Sinnbild für die universelle Sehnsucht nach Verbundenheit wird. In den stillen Versuchen ihrer Protagonist*innen, sich mit der Welt, der Natur und mit sich selbst zu verbinden, entfaltet sich eine berührende Geschichte über Zugehörigkeit, Wandel - und die Schönheit der Sehnsucht.
Buch: Ildikó Enyedi, Tina Kaiser, Corinne Le Hong
Kamera: Gergely Pálos
Musik: Kristóf Kelemen, Gábor Keresztes
Mit Tony Leung Chiu-wai, Luna Wedler, Enzo Brumm