Beobachtungsabend auf der Sternwarte
31.08.2026, 20:00 - 22:00 Uhr
Am 31.08.2026 geht die Sonne bereits um 20.14Uhr unter. Die Tageslänge nimmt nun deutlich ab. In den Monaten August, September und Oktober nimmt die Tageslänge besonders schnell ab. Die bürgerliche Dämmerung endet bereits um 20.47 Uhr MESZ, wenn die Sonne 6° unter dem Horizont steht. Dann sind nur die hellsten Sterne zu sehen. Dies ist auch die Zeit, wenn die Straßenbeleuchtung eingeschaltet wird. Bei einer Sonnentiefe von 12° um 21.29 Uhr endet die nautische Dämmerung und man kann bereits fast alle Sternbilder erkennen. Das Ende der astronomischen Dämmerung bei einem Sonnenstand von 18° unter dem Horizont wird um 21.14 Uhr erreicht. Fernab von störenden Lichtquellen und Städten herrscht nun völlige Dunkelheit. Diesmal wird es jedoch nicht völlig dunkel, da um 21.03 Uhr der zu 85% beleuchtete Mond aufgeht und den Himmel stark aufhellt. Mit unserem 8“-Refraktor ist er leider erst gegen 22.45 Uhr zu beobachten. Während sich die Venus bald vom Abendhimmel verabschiedet, eröffnet demnächst unser Ringplanet Saturn seine neue Sichtbarkeitsperiode. Er geht um 21.24 Uhr auf, ist jedoch erst ab 23.00 Uhr mit unserem 8“-Refraktor erreichbar. Unseren Nachbarplaneten Venus können wir mit unserem 30cm-Reflektor nur noch bis20.20 Uhr beobachten. Für das bloße Auge ist sie bis zu Ihrem Untergang kurz nach 21.00 Uhr sichtbar. Im Fernrohr zeigt sich die Venus als eine 30“ große, zu 39% beleuchtete Sichel. Immer früher sind nun immer mehr Sternbilder am Himmel zu erkennen. Die Grafik zeigt den Sternenhimmel um 21.30 Uhr MESZ. Benannt sind nur die wichtigsten Sternbilder und Sterne. Die drei Sternbilder, in denen sich die Sterne des Sommerdreiecks befinden, sind nun deutlich zu erkennen. Es sind die Leier mit dem hellen Stern Wega, der Schwan mit dem hellen Stern Deneb und der Adler mit dem Stern Atair. Es tauchen mit der zunehmenden Dunkelheit auch schwächere Sterne auf. Zwischen Schwan und Adler finden wir die kleinen Sternbilder Pfeil und Delfin. Hoch im Nordwesten finden wir das bekannte Sternbild Großer Bär. Er ist ein guter Wegweiser am Himmel und wird auch Großer Wagen genannt, bestehend aus den vier Kastensternen und den drei Deichselsternen. Verlängert man die hinteren Kastensterne um das Fünffache nach Norden, stößt man auf den Polarstern im Kleinen Bären. Er zeigt uns die Nordrichtung an und durch die Höhe über dem Horizont auch die geografische Breite – bei uns 50° Nord. Verlängert man die Deichsel des Wagens um 30°, kommt man zum Stern Arcturus im Bärenhüter. Tief im südsüdwestlichen Bereich funkelt noch der Stern Antares und weiter östlich finden wir das Sternbild des Schützen. Die Sonne durchläuft eigentlich nicht 12 Sternbilder, sondern 13. Das 13. Sternbild ist der Schlangenträger. Wo ein Schlangenträger ist, muss natürlich auch noch eine Schlange sein. Diese befindet sich links und rechts des Schlangenträgers und ist unterteilt in Schwanz und Kopf der Schlange. Östlich des Schützen schließen sich die Sternbilder Steinbock und Wassermann an. Diese fallen jedoch kaum auf, da diese überwiegend aus schwachen Sternen bestehen. Zwischen den beiden Bären schlängelt sich der Drache. Auch den Herkules finden wir am Himmel. Er steht zwischen den kleinen aber markanten Sternbildern Leier und Nördliche Krone. Im Herkules finden wir den schönen Kugelsternhaufen M13. Im Osten und Nordosten finden wir bereits die Herbststernbilder Pegasus und die anschließende Sternenkette der Andromeda. Im Sternbild Andromeda steht unsere Nachbargalaxie M31. Das Licht des Andromedanebels benötigt 2,5 Millionen Jahre, um zu uns zu gelangen. Darüber sehen wir die Eltern der Andromeda, das äthiopische Königspaar Kassiopeia und Kepheus. Im Nordosten erhebt sich allmählich der Held Perseus und tief im Nordnordosten funkelt der helle Stern Capella vom Fuhrmann. Capella gehört zu den Zirkumpolarsternen und ist zu jeder Jahreszeit zu sehen.
Hinweise
Für den Beobachtungsabend erheben wir kein Eintrittsgeld, wir bitten um eine kleine Spende in den Mondglobus am Eingang.