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Freizeit

Beobachtungsabend auf der Sternwarte

07.09.2026, 20:00 - 22:00 Uhr

Am 31.08.2026 geht die Sonne bereits um 19.58 Uhr unter. Die Tageslänge nimmt nun deutlich ab. In den Monaten August, September und Oktober nimmt die Tageslänge besonders schnell ab. Die bürgerliche Dämmerung endet bereits um 20.31 Uhr MESZ, wenn die Sonne 6° unter dem Horizont steht. Dann sind nur die hellsten Sterne zu sehen. Dies ist auch die Zeit, wenn die Straßenbeleuchtung eingeschaltet wird. Bei einer Sonnentiefe von 12° um 21.11 Uhr endet die nautische Dämmerung und man kann bereits fast alle Sternbilder erkennen. Das Ende der astronomischen Dämmerung bei einem Sonnenstand von 18° unter dem Horizont wird um 21.54 Uhr erreicht. Fernab von störenden Lichtquellen und Städten herrscht nun völlige Dunkelheit. Während sich die Venus bald vom Abendhimmel verabschiedet, eröffnet demnächst unser Ringplanet Saturn seine neue Sichtbarkeitsperiode. Er geht um 20.56 Uhr auf, ist jedoch erst ab 22.40 Uhr mit unserem 8“-Refraktor erreichbar. Wir müssen uns also noch etwas gedulden. Unseren Nachbarplaneten Venus können wir mit unserem 30cm-Reflektor nicht mehr beobachten. Wir können sie nur noch vom Fenster des Vortragsraumes aus beobachten. Wegen der Luftunruhe über der Stadt lohnt es sich kaum noch, sie mit unserem kleinen mobilen Fernrohr zu beobachten. Sollte die Luftunruhe nicht allzu groß sein, erkennt man im Fernrohr die Venus als eine 33“ große, zu 34% beleuchtete Sichel. Für das bloße Auge ist sie bis kurz vor Ihrem Untergang um 20.44 Uhr sichtbar. Immer früher sind nun immer mehr Sternbilder am Himmel zu erkennen. Die Grafik zeigt den Sternenhimmel um 21.15 Uhr MESZ. Benannt sind nur die wichtigsten Sternbilder und Sterne. Die drei Sternbilder, in denen sich die Sterne des Sommerdreiecks befinden, sind nun deutlich zu erkennen. Es sind die Leier mit dem hellen Stern Wega, der Schwan mit dem hellen Stern Deneb und der Adler mit dem Stern Atair. Es tauchen mit der zunehmenden Dunkelheit auch schwächere Sterne auf. Zwischen Schwan und Adler finden wir die kleinen Sternbilder Pfeil und Delfin. Hoch im Nordwesten finden wir das bekannte Sternbild Großer Bär. Er ist ein guter Wegweiser am Himmel und wird auch Großer Wagen genannt, bestehend aus den vier Kastensternen und den drei Deichselsternen. Verlängert man die hinteren Kastensterne um das Fünffache nach Norden, stößt man auf den Polarstern im Kleinen Bären. Er zeigt uns die Nordrichtung an und durch die Höhe über dem Horizont auch die geografische Breite – bei uns 50° Nord. Verlängert man die Deichsel des Wagens um 30°, kommt man zum Stern Arcturus im Bärenhüter. Tief im südsüdwestlichen Bereich funkelt noch der Stern Antares im Skorpion und weiter östlich finden wir das Sternbild des Schützen. Die Sonne durchläuft eigentlich nicht 12 Sternbilder, sondern 13. Das 13. Sternbild ist der Schlangenträger. Wo ein Schlangenträger ist, muss natürlich auch noch eine Schlange sein. Diese befindet sich links und rechts des Schlangenträgers und ist unterteilt in Schwanz und Kopf der Schlange. Östlich des Schützen schließen sich die Sternbilder Steinbock und Wassermann an. Diese fallen jedoch kaum auf, da diese überwiegend aus schwachen Sternen bestehen. Zwischen den beiden Bären schlängelt sich der Drache. Auch den Herkules finden wir am Himmel. Er steht zwischen dem kleinen aber markanten Sternbildern Leier und der Nördlichen Krone. Im Herkules finden wir den schönen Kugelsternhaufen M13. Im Osten und Nordosten finden wir bereits die Herbststernbilder Pegasus und die anschließende Sternenkette der Andromeda. Unterhalb der Andromeda tauchen die Sternbilder Dreieck und Widder auf. Im Sternbild Andromeda steht unsere Nachbargalaxie M31. Das Licht des Andromedanebels benötigt 2,5 Millionen Jahre, um zu uns zu gelangen. Darüber sehen wir die Eltern der Andromeda, das äthiopische Königspaar Kassiopeia und Kepheus. Im Nordosten erhebt sich allmählich der Held Perseus und tief im Nordnordosten funkelt der helle Stern Capella vom Fuhrmann. Capella gehört mit einer Helligkeit von 0m zu den hellsten Sternen. Der Stern steht jedoch nur 8 ½° über dem Horizont und seine Helligkeit ist daher auf +1,3m reduziert. Capella gehört zu den Zirkumpolarsternen und ist zu jeder Jahreszeit zu sehen.

Hinweise

Für den Beobachtungsabend erheben wir kein Eintrittsgeld, wir bitten um eine kleine Spende in den Mondglobus am Eingang.

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