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Freizeit

Beobachtungsabend auf der Sternwarte

12.10.2026, 20:00 - 22:00 Uhr

Am 12.10.2026 ist bereits um 20.29 Uhr das Ende der astronomischen Dämmerung mit einem Sonnenstand von 18° unter dem Horizont erreicht. Fernab von störenden Lichtquellen und Städten sowie in einer mondlosen Nacht herrscht nun völlige Dunkelheit. Der Ringplanet Saturn ist nun ab 20.15 Uhr mit unserem 8“-Refraktor den gesamten Abend über zu beobachten. Eine Stunde später, um 21.15 Uhr, steht er 25° hoch im Ostsüdosten. Er ist das hellste Objekt in seiner Umgebung. Seine Helligkeit beträgt +0,4m, durch die Erdatmosphäre reduziert auf +0,8m. Im Fernrohr sehen wir ein 19,7“ großes Planetenscheibchen. Wir schauen auf die Südseite des um 7,2° geöffneten Rings. 8 ½° links des Saturns befindet sich der lichtschwache Planet Neptun. Er ist ein Objekt 8ter Größe und im Fernrohr erkennen wir ein winziges Planetenscheibchen von 2,4“. Seit 20.21 Uhr steht auch der Planet Uranus über dem Horizont. Mit dem Beobachten müssen wir allerdings noch warten.

Die Grafik zeigt den Sternenhimmel um 21.00 Uhr MESZ. Benannt sind nur die wichtigsten Sternbilder und Sterne. Die drei Sternbilder, in denen sich die Sterne des Sommerdreiecks befinden, sind inzwischen in den Südwesten gewandert. Es sind die Leier mit dem hellen Stern Wega, der Schwan mit dem hellen Stern Deneb und der Adler mit dem Stern Atair. Zwischen Schwan und Adler finden wir die kleinen Sternbilder Pfeil und Delfin. Ca.20° hoch im Nordnordwesten finden wir das bekannte Sternbild Großer Bär. Er ist zirkumpolar (lat. „um den Pol gelegen“), d.h. er steht immer über dem unter den Horizont. Er ist ein guter Wegweiser am Himmel und wird auch Großer Wagen genannt, bestehend aus den vier Kastensternen und den drei Deichselsternen. Verlängert man die hinteren Kastensterne um das Fünffache nach Norden, stößt man auf den Polarstern im Kleinen Bären. Er zeigt uns die Nordrichtung an und durch die Höhe über dem Horizont auch die geografische Breite – bei uns 50° Nord. Verlängert man die Deichsel des Wagens um 30°, kommt man zum Stern Arcturus im Bärenhüter. Als Wegweiser für weitere Sterne dient der Große Wagen erst wieder im Frühling. Die Sonne durchläuft eigentlich nicht 12 Sternbilder, sondern 13. Das 13. Sternbild ist der Schlangenträger. Wo ein Schlangenträger ist, muss natürlich auch noch eine Schlange sein. Diese befindet sich links und rechts des Schlangenträgers und ist unterteilt in Schwanz und Kopf der Schlange. Der Schlangenträger und die Schlange gehören zu den Sommersternbildern und daher verblassen die südlichen Sterne des Schlangenträgers und der Kopf der Schlange allmählich über dem Südwest- und Westhorizont. Tief im Südsüdwesten, unterhalb des Adlers, finden wir das Sternbild des Schützen, gefolgt vom Steinbock und dem Wassermann. Diese fallen jedoch kaum auf, da diese überwiegend aus schwachen Sternen bestehen. Auch die recht hellen Sterne des Schützen verschwinden allmählich von der Himmelsbühne, da auch diese zu den Sommersternen gehören. Zwischen den beiden Bären schlängelt sich der Drache. Auch den Herkules finden wir am Himmel. Er steht zwischen den kleinen aber markanten Sternbildern Leier und Nördliche Krone. Im Herkules finden wir den schönen Kugelsternhaufen M13. Im Ostsüdosten und Ostnordosten finden wir das Herbststernbilde Pegasus und die anschließende Sternenkette der Andromeda. Im Sternbild Andromeda steht unsere Nachbargalaxie M31. Das Licht des Andromedanebels benötigt 2,5 Millionen Jahre, um zu uns zu gelangen. Darüber sehen wir die Eltern der Andromeda, das äthiopische Königspaar Kassiopeia und Kepheus. Im Nordosten sind nun die Sterne des Helden Perseus komplett aufgegangen und tief im Nordosten funkelt der helle Stern Capella vom Fuhrmann. Capella gehört zu den Zirkumpolarsternen und ist zu jeder Jahreszeit zu sehen. Unterhalb des Perseus taucht bereits der sehr schöne Sternhaufen der Plejaden, M45 auf. Unterhalb der Andromeda finden wir weitere Sternbilder, das Dreieck und den Widder. Erwähnt seien noch die Fische unterhalb von Pegasus und Andromeda, die jedoch nur aus schwachen Sternen bestehen und in der Grafik nicht berücksichtigt sind. Zum Schluss sei noch der Stern Fomalhaut erwähnt. Dieser ist der hellste Stern im Südlichen Fisch. Er steht nur knapp 6° hoch im Südsüdosten und kommt selbst im Süden nur 10° über den Horizont. Er ist ein Stern 1ter Größe, sein Licht wird allerdings durch seine tiefe Stellung über dem Horizont auf dritte Größe abgeschwächt.

Hinweise

Für den Beobachtungsabend erheben wir kein Eintrittsgeld, wir bitten um eine kleine Spende in den Mondglobus am Eingang.

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