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Leben in Wiesbaden

Stadttaubenprojekt Wiesbaden

Die Landeshauptstadt Wiesbaden geht mit ihrem Stadttaubenprojekt neue Wege, um den aktuellen Fragen der Bestandsregulierung und des Tierschutzes gerecht zu werden.

Dabei orientiert sich das Projekt an bestehenden Modellen, wie zum Beispiel der Städte Augsburg, Düsseldorf oder Aachen. Mit einem tierschutzgerechten Gesamtkonzept zur Populationskontrolle der Stadttauben versucht die Stadt, die Belästigung der Bürgerinnen und Bürger und die Verschmutzung der Stadt gering zu halten und den Tieren gleichzeitig ein artgerechtes Leben zu ermöglichen.

Stadttauben sind keine Wildtiere, sondern domestizierte Haustiere. Sie wurden durch Menschen über Jahrtausende gezüchtet und weisen bestimmte genetische Eigenschaften auf, die im Zusammenleben zwischen Mensch und Taube zu vielfältigen Problemen führen können, wenn die Tiere gezwungen sind, verwildert auf der Straße zu leben. 

Taubenschläge

Um die Taubenpopulation in Wiesbaden zu regulieren, werden die Tiere in betreuten Taubenschlägen versorgt und ihre Eier gegen Attrappen ausgetauscht. Die Tauben erhalten artgerechtes Körnerfutter, Wasser und medizinische Versorgung. Die Tauben halten sich dabei den Großteil des Tages in ihrem Schlag auf, in dem sie brüten. Die Belästigung und Verschmutzung der Umgebung durch bettelnde, Futter suchende und wild brütende Tauben geht dadurch deutlich zurück.

Derzeit gibt es in Wiesbaden vier betreute Taubenschläge. Langfristig ist es das Ziel, Taubenschläge an allen Punkten der Stadt vorzuhalten, wo sich Taubengruppen konzentrieren. 

Wilde Brutplätze

Neben den Taubenschlägen werden in Wiesbaden auch mehrere wilde Brutplätze zum Beispiel in Parkhäusern oder Hinterhöfen betreut und die Eier dort ausgetauscht. Unsere ehrenamtlichen Helfer der Stadttaubenhilfe Mainz/Wiesbaden e.V. kontrollieren diese Plätze wöchentlich und verhindern so, dass sich die Tiere unkontrolliert vermehren. Brutplätze, die nicht betreut werden können, werden nach Möglichkeit tierschutzgerecht verschlossen. 

Wenn Sie bei sich am Haus - unter  anderem auf dem Balkon oder im Dachboden - oder woanders wilde Taubennester mit Eiern oder Küken entdecken, dann melden Sie sich bitte bei uns. Wir bieten Ihnen Unterstützung an, um das Problem zu lösen. Nester mit Eiern oder Küken dürfen nicht einfach entfernt werden, auch nicht durch einen Schädlingsbekämpfer, denn das Töten von Tauben ist strafbar.

Sie erreichen uns unter stadttaubenprojektwiesbadende oder infostadttaubenhilfe-mainzde oder unter der Notfallnummer der  Stadttaubenhilfe Mainz/Wiesbaden e.V.: unter 0163 / 1783414.

Betreuung und Versorgung

Die vorgestellte Konzeption beinhaltet neben der Betreuung der Schläge einen weiteren, neuen Eckpfeiler des Stadttaubenprojektes Wiesbaden: die Planungen für einen Neubau einer Kranken- und Pflegestation für verletzte Stadt- und Wildtauben sowie hilfsbedürftige Jungtiere. 

Sie haben Fragen? Bei Fragen zu dem Projekt, bei Problemen mit Tauben oder wenn Sie uns unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte unter stadttaubenprojektwiesbadende an die Stadt Wiesbaden.

Tauben bitte nicht füttern!

Nach Paragraph 8 der Gefahrenabwehrverordnung der Stadt Wiesbaden ist das Füttern von Stadt- und Wildtauben auf öffentlichen Straßen und öffentlichen Anlagen sowie deren Einrichtungen im Gebiet der Landeshauptstadt Wiesbaden verboten. Bitte füttern Sie den Tieren kein altes Brot oder Essensreste jedweder Art, dies macht die Tauben krank und lockt Ratten an. Durch wildes Füttern werden die Tauben von den betreuten Schlägen weggelockt, was ihre Anbindung an die Schläge erschwert. Zudem können sich große Fressschwärme bilden, die für Anwohner und Passanten eine große Belästigung darstellen können. 

Sie haben eine verletzte Taube (Stadt- oder Wildtaube) oder ein hilfloses Jungtier gefunden?

Wichtig: Sichern Sie das Tier, wenn möglich, in einem Karton, Jutebeutel, Tuch oder ähnlichem - aber in keiner Plastiktüte. Kein Futter oder Wasser geben! Unbefiederte oder unterkühlte Tiere warmhalten - zum Beispiel mit einer lauwarmen Wärm- oder PET Flasche. Sind Sie nicht in der Lage, das Tier selbst zu einem vogelkundigen Tierarzt zu transportieren (zum Beispiel in das Kleintierzentrum Walluf) oder sind Sie sich unsicher, ob es sich um einen Notfall handelt, rufen Sie bitte die Taubennotfallnummer der Stadttaubenhilfe Mainz/Wiesbaden e.V. an: 01631783414. Bei offensichtlich schwer verletzten Tieren, die sofort tierärztliche Hilfe benötigen, rufen Sie bitte die Feuerwehr (112). Befindet sich das Tier an einer unzugänglichen Stelle - zum Beispiel verheddert in einem Abwehrnetz, dann rufen Sie ebenfalls die Feuerwehr, der Einsatz ist für Sie kostenlos. 

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