Praktische Tipps für einen grünen Garten - auch bei Hitze und Trockenheit
Heiße Sommertage verbringt man am liebsten im Schwimmbad oder mit einer Kugel Eis in der Hand. Die zunehmende Hitze und Trockenheit setzen nicht nur uns Menschen zu, sondern auch Pflanzen und Tieren. Längere Dürrephasen werden häufiger – und damit auch die Frage: Wie bleibt der Garten grün, wenn der Regen Pause macht?
1. Pflanzen
Auf die richtige Pflanzenauswahl achten
Setzen Sie auf heimische und mehrjährige Stauden, die gut an längere Trockenperioden angepasst sind. Das sind beispielsweise Mannstreu, Glockenblumen und Astern. Sie kommen mit Trockenstress gut zurecht und bieten zugleich Nahrung für Insekten. Grundsätzlich gilt: Weniger saisonale Bepflanzung, mehr Staudenbeete. Das spart Wasser, reduziert den Pflegeaufwand und sorgt für eine dauerhaft attraktive Bepflanzung.
Das richtige Timing
Mit dem richtigen Pflanzzeitpunkt lassen sich Gärten gezielt auf trockene Sommer vorbereiten. Winterharte Pflanzen sollten vorzugsweise im Herbst gesetzt werden, Immergrüne im Spätsommer oder Frühjahr. So können sie bis zum Sommer ein stabiles Wurzelsystem entwickeln und Trockenperioden besser überstehen.
2. Wasser
Regenwasser sammeln
Regenwasser lässt sich in Regentonnen oder Zisternen sammeln und in Trockenzeiten gezielt nutzen. Zisternen sind meist im Boden eingegraben und können große Mengen Wasser speichern. So bringen Sie Ihren Garten nicht nur gut durch den trockenen Sommer, sondern senken gleichzeitig die Kosten für den Wasserverbrauch und schonen die wertvolle Ressource Trinkwasser.
Wasserflächen schaffen
Ein naturnah gestalteter Teich speichert Wasser und dient Tieren als Tränke und Lebensraum. Gleichzeitig trägt die Verdunstung von Wasserflächen und Sumpfpflanzen zur Kühlung des Gartenklimas bei.
Clever gießen
Seltenes, aber kräftiges Gießen fördert die Ausbildung tiefer Wurzeln und erhöht so die Trockenheitsresistenz der Pflanzen. Gießen Sie daher lieber alle fünf bis sieben Tage gründlich, als täglich kleine Mengen. Besonders geeignet sind die frühen Morgenstunden: Dann verdunstet weniger Wasser und der taufeuchte Boden nimmt das Wasser gut auf. Bis zum Abend, wenn die Schnecken aktiv werden, ist er wieder abgetrocknet.
Bewässerung automatisieren
Wer wenig Zeit für die Gartenpflege hat oder längere Zeit verreist, kann mit einem Bewässerungssystem die Wasserversorgung der Pflanzen zuverlässig sicherstellen.
3. Boden
Den Boden als Wasserspeicher stärken
Humusreiche Böden können Wasser besonders gut speichern. Fördern Sie den Humusaufbau durch Kompost, Gründüngung und organische Dünger. Verzichten Sie möglichst auf das Umgraben und lockern Sie stattdessen nur die oberste Bodenschicht.
Den Boden schützen
Mulch oder eine geschlossene Pflanzendecke schützen den Boden vor Austrocknung und reduzieren die Verdunstung.
Mit der Topografie arbeiten
Ein leicht welliger Garten mit Hügeln und Senken schützt vor Austrocknung durch Wind und vor Überschwemmungen. Das Regenwasser versickert langsamer und steht Pflanzen länger zur Verfügung. Gleichzeitig entstehen vielfältige Lebensräume für Tiere und Pflanzen.
Blumenwiesen statt Zierrasen
Blühwiesen mit heimischen Wildblumen und -gräsern vertragen Trockenzeiten deutlich besser, als intensiv gepflegte Rasenflächen. Sie benötigen weniger Pflege, fördern die Artenvielfalt und bieten Nahrung für zahlreiche Insekten.
Wer nicht auf Rasen verzichten möchte, kann mit der richtigen Pflege viel bewirken: Ein höher gemähter Rasen beschattet den Boden, sodass dieser sich weniger stark erwärmt und weniger Wasser verdunstet. Dadurch bleibt der Rasen auch bei Hitze länger widerstandsfähig. Fachleute empfehlen eine Schnitthöhe von etwa acht Zentimetern.
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