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Neue regionale Bus- und Bahnverbindungen
Mit Unterstützung durch das Verkehrsministerium und den RMV stemmt sich die Landeshauptstadt Wiesbaden weiter gegen Dieselfahrverbote. Im Rahmen eines Sofortpaketes sollen auch neue regionale Bus- und Bahnverbindungen wirksam werden. Diese wurden durch Stadt, Land und RMV nun vorgestellt.
„Wir arbeiten weiterhin mit allen uns zur Verfügung stehenden Mittel daran, ein Dieselfahrverbot zu verhindern“, bekräftigte Andreas Kowol, Dezernent für Umwelt, Grünflächen und Verkehr der Landeshauptstadt Wiesbaden. „Als Umweltdezernent könnte ich mir die Debatte in aller Ruhe anhören – Dieselfahrverbote sind nachweislich ein hochwirksames Instrument gegen zu hohe Schadstoffwerte. Als Verkehrsdezernent bin ich aber auch dafür verantwortlich, dass eine funktionierende Mobilität als Eckpfeiler unserer prosperierenden Stadt gewährleistet wird. Wir haben daher das Sofortpaket zur Abwehr eines Dieselfahrverbotes geschnürt, um unsere Wirtschaft und den Einzelhandel nicht von Lieferanten und Kunden abzuschneiden und natürlich die Mobilität unserer Bürgerinnen und Bürger sowie der Gäste in unserer Stadt zu gewährleisten und dennoch die zwingend benötigte Verbesserung der Luft in Wiesbaden zu erreichen“, erläuterte Kowol.

In diesem Rahmen nimmt der Verkehrsdezernent gemeinsam mit Verkehrsministerium und RMV insbesondere auch die Pendlerinnen und Pendler nach Wiesbaden sowie die durchfahrenden Verkehre ins Visier. „Wir verfolgen einen Dreiklang aus Vermeidung, Verlagerung und verträglichen Gestaltung von Verkehren. Für die Vermeidung von Verkehren über die Stadtgrenze setze ich insbesondere auf zusätzliche Angebote im regionalen Bus- und Bahnverkehr.“

Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir betonte die hohe Bedeutung eines attraktiven Bus- und Bahnangebots, um die Schadstoffbelastung in den Städten zu reduzieren. „Wir stehen an der Seite der Kommunen beim Kampf um saubere Luft“, so der Minister. „Damit die Maßnahmen der Städte zur Luftreinhaltung effektiv koordiniert und Fördermittel optimal ausgeschöpft werden können, haben wir das Fachzentrum Nachhaltige Urbane Mobilität gegründet. Wir unterstützen damit unsere Städte beispielsweise bei der Erstellung der Masterpläne „Green City“. Al-Wazir verwies auf das neue Mobilitätsfördergesetz des Landes, mit dem die Grundlage für die zukünftige Finanzierung der Verkehrs-und ÖPNV-Infrastruktur vor Ort geschaffen wurde: Mindestens 100 Mio. Euro stellt die Landesregierung insgesamt pro Jahr bereit. Al-Wazir: „Schon heute hat Hessen die sauberste Busflotte aller Flächenländer. Wir waren das erste Bundesland, das gezielt die Anschaffung von E-Bussen gefördert hat. Aber seine volle Wirkung wird der ÖPNV nur im Verbund mit anderen umweltfreundlichen Verkehrsmitteln entfalten. Auch das neue Fahrradverleihsystem „mein Rad“ in Wiesbaden ist deshalb ein richtiger Schritt. Solche Sharing-Angebote wollen wir in Zukunft landesweit noch besser mit Bussen und Bahnen verknüpfen.“

Zum Fahrplanwechsel im Dezember hat der RMV gleich mehrere Veränderungen im öffentlichen Nahverkehr rund um Wiesbaden geplant. Um die RheingauLinie als schnellste Verbindung zwischen Wiesbaden und Frankfurt weiter zu stärken, wird der Einsatz der bestehenden Fahrzeuge so optimiert, dass zu nachfragestarken Zeiten mehr Züge unterwegs sind. Erhält der Verbund die entsprechenden Fahrplantrassen von der DB, sind ab Dezember an Werktagen vier zusätzliche Express-Verbindungen unterwegs, die zwischen Eltville und dem Frankfurter Hauptbahnhof fahren – mit Halt in Schierstein, Niederwalluf, Biebrich, Kastel und Frankfurt-Höchst, aber ohne Umweg über den Wiesbadener Hauptbahnhof. „Wer aus dem Rheingau kommt, kann so zur Hauptverkehrszeit zehn Minuten schneller in Frankfurt sein“, so RMV-Geschäftsführer Dr. André Kavai. „Mit den Direktverbindungen wollen wir den Rheingau nicht nur noch enger an das Rhein-Main-Gebiet binden, sondern vor allem die stark nachgefragten Verbindungen der RheingauLinie entlasten.“

„Die neue Express-Verbindung eröffnet für die insgesamt 50.000 Einwohner von Biebrich und Schierstein die Möglichkeit, in unter 40 Minuten den Frankfurter Hauptbahnhof zu erreichen – ohne Stress und Stau auf der Autobahn“, freut sich Andreas Kowol über die Verbesserungen für die Stadtteile am Rhein, die auch Kastel zugutekommen werden. Ergänzt wird das Angebot durch die neue X-Bus-Linie X79, die ab Dezember von Bad Schwalbach über Schlangenbad und Walluf bis zum Schiersteiner Bahnhof fährt und so in der Hauptverkehrszeit als schneller Zubringer zur RheingauLinie dient. Zudem plant der RMV für die Wochenenden zwischen Mai und Oktober Taktverdichtungen auf der RheingauLinie, um auch den Freizeitverkehr zu stärken.

Des Weiteren sorgt die Ausweitung des Fahrplanangebots der Linie RB75 für mehr Züge zwischen Mainz, Wiesbaden, Südhessen und Aschaffenburg. Zudem werden neue Verbindungen in Richtung Rheinland-Pfalz erschlossen. „In enger Zusammenarbeit mit dem ZSPNV Süd führen wir neue Direktverbindungen von Wiesbaden Hauptbahnhof nach Worms und Bad Kreuznach ein“, sagt Kavai. Details gibt der Verkehrsverbund rechtzeitig zum Fahrplanwechsel bekannt.

Damit mehr Menschen von den bestehenden und den neuen ÖPNV-Verbindungen profitieren können, plant Kowol zusammen mit den Nachbargemeinden mindestens fünf neue P+R-Plätze mit einer Kapazität von 2.000 Stellplätzen vor den Toren der Stadt. Für die aktuell Wiesbaden nur durchfahrenden Autoverkehre verwies Kowol auf das Straßennetz jenseits der Stadtgrenzen. „Jenseits der Stadtgrenzen besteht mit der A3, A66, der B260 und der B275 ein schon heute sehr attraktiver 3. Ring, der eine Durchfahrt durch die Wiesbadener Innenstadt unnötig macht. Die vom Verkehrsminister mit höchster Priorität verfolgte Ortsumfahrung in Wambach ist ein wichtiger Baustein zur Stärkung dieser Verbindung“, so Kowol.

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Herausgeber:
Pressereferat
der Landeshauptstadt Wiesbaden
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65183 Wiesbaden
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