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Gesundheit
Carol-Nachman-Preis und -Medaille für Rheumatologie 2019 verliehen
Der Carol-Nachman-Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden für Rheumatologie ist mit 37.500 Euro Preisgeld einer der höchstdotierten Medizinpreise der Bundesrepublik. Er wird in diesem Jahr geteilt und geht zu gleichen Teilen an die US-Wissenschaftlerin Professor Dr. Ellen M. Gravallese sowie an den schottischen Wissenschaftler Professor Dr. Iain B. McInnes. Das zwölfköpfige Kuratorium, dem anerkannte Mediziner aus dem Bereich der Rheumatologie sowie Vertreter der Stadt Wiesbaden angehören, entschied sich außerdem für Dr. med. Julia Rautenstrauch als Träger der mit 2.500 Euro dotierten Carol-Nachman-Medaille.
Während einer Feierstunde im Großen Festsaal des Wiesbadener Rathauses am Freitag, 10. Mai, haben Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich und Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel den Carol-Nachman-Preis 2019 an die Preisträger überreicht. Der bundesweit höchstdotierte Preis auf dem Gebiet der Rheumatologie wird in Anerkennung hervorragender innovativer Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet verliehen. Er dient der Förderung der klinischen, therapeutischen und experimentellen Forschungsarbeit.

Das Kuratorium des Carol-Nachman-Preises würdigte Professor Dr. Ellen M. Gravallese für ihre Verdienste: „Prof. Gravallese ist es als Pionierleistung gelungen, den Mechanismus der Knochenerosion und der Hemmung natürlicher Knochenheilungsprozesse bei rheumatoider Arthritis aufzuklären. Schon früh entdeckte sie als Pathologin und Rheumatologin die entscheidenden Knochenzellen (Osteoklasten), die am Übergang zwischen dem entzündlichen Gelenk-Pannus und der Knochenoberfläche zur Knochenzerstörung führen. Später beschrieb sie an menschlichen Gelenkpräparaten und in Tiermodellen das Molekül (RANKL), welches diese Prozesse steuert. Ihre Arbeiten haben zu wichtigen klinischen Erkenntnissen und Therapieansätzen geführt, die zur Heilung bestehender Knochenschäden bei rheumatoider Arthritis beitragen können. In ihrem Labor wird zudem zur Rolle des angeborenen Immunsystems in der Auslösung und Chronifizierung systemischer Autoimmunerkrankungen geforscht.“

Im Urkundentext für Professor Dr. Iain B. McInnes heißt es: „Professor McInnes wird für seine richtungsweisenden Arbeiten zur Rolle von Zytokinen in der Pathogenese von entzündlich-rheumatischen Gelenkerkrankungen mit dem Carol-Nachman-Preis geehrt. Die Untersuchungsergebnisse von Professor McInnes Forschungen führen zu einem detaillierten Verständnis der Entstehung von Entzündungsreaktionen bei der rheumatoiden Arthritis und der Psoriasisarthritis. Seine Arbeiten haben entscheidend dazu beigetragen, die Unterschiede der beiden Erkrankungen zu begreifen und auf diesen basierende differenzierte Therapien zu entwickeln, mit denen Patienten zielgerichtet behandelt werden können.“

Das zwölfköpfige Kuratorium, dem anerkannte Mediziner aus dem Bereich der Rheumatologie sowie Vertreter der Stadt Wiesbaden angehören, entschied sich außerdem für Dr. Julia Rautenstrauch, Stuttgart/Deutschland, als Trägerin der mit 2.500 Euro dotierten Carol-Nachman-Medaille. Die Carol-Nachman-Medaille, die ebenfalls von Oberbürgermeister Gerich und Stadtverordnetenvorsteherin Gabriel überreicht wurde, wird für besondere Verdienste um die Rheumatologie und zur Würdigung des Lebenswerkes international anerkannter Rheumatologen verliehen.

„Dr. Rautenstrauch erhält die Carol-Nachman-Medaille insbesondere für ihre Verdienste um die Organisation und Fortentwicklung der Rheumatologie, national als Generalsekretärin der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie sowie international als Executive Director der European League Against Rheumatism (EULAR). In einer Vielzahl von Publikationen in der Fach- und Publikumspresse zeigt sich das herausragende Engagement von Dr. Rautenstrauch, mit dem sie zweifelsfrei dazu beigetragen hat, die Wahrnehmung und damit die gesundheitspolitische Bedeutung der Rheumatologie in der Bevölkerung wie auch in der Fachwelt zu stärken“, heißt es im Urkundentext.

Die Preisträger haben sich während der Verleihungszeremonie auch in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Wiesbaden eingetragen.

Der Direktor der Wiesbadener Musikakademie (WMA) und der Wiesbadener Musik- und Kunstschule (WMK) und Leiter des Chores und des Orchesters der WMA/WMK Christoph Nielbock moderierte die Feierstunde. Studierende der WMA sorgten für die musikalische Umrahmung.

Die Auszeichnungen tragen den Namen ihres Stifters, des langjährigen Spielbank-Konzessionärs und Wiesbadener Ehrenbürgers, Carol Nachman. Seit 1972 wurde der Preis, inklusive der diesjährigen Preisträger, an 80 international anerkannte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben. Auch nach dem Tod des Preisgebers hat die Spielbank Wiesbaden weiterhin die finanzielle Ausstattung übernommen. Damit soll die für alle so wertvolle Arbeit der Mediziner und Wissenschaftler gegen die Volkskrankheit mit der jährlichen Stiftung des „Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden für Rheumatologie“ gewürdigt werden. Im Laufe der Jahre hat das Casino mehr als 1.6 Millionen Euro dafür bereitgestellt. Unterstützt wird der Carol-Nachman-Preis zudem von AbbVie Deutschland. Als patientenzentriertes BioPharma-Unternehmen stellt AbbVie nicht nur innovative Arzneimittel zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen zur Verfügung, sondern fördert auch herausragende Forschungsleistungen, die zu einem tieferen Verständnis der Erkrankung und somit zu einer verbesserten Versorgung von Rheumapatienten führen.

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Herausgeber:
Pressereferat
der Landeshauptstadt Wiesbaden
Schlossplatz 6
65183 Wiesbaden
Für Fragen der Bürgerinnen und Bürger
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