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Pressemitteilung

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Wiesbaden kommt bei Digitaler Verkehrssteuerung schnell voran
In einem bundesweiten Referenzprojekt digitalisiert Wiesbaden derzeit die Verkehrssteuerung der Stadt.
Das Projekt DIGI-V ist eine Maßnahme im hessischen Luftreinhalteplan für Wiesbaden und wird vom Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur gefördert. Gemeinsam mit dem Projektpartner Siemens hat das Tiefbau- und Vermessungsamt der Landeshauptstadt seit Projektstart im Dezember 2018 bis heute bereits 164 von 227 Ampeln umgerüstet, wie Amtsleiterin Dr. Petra Beckefeld im Rahmen eines Pressegesprächs mitteilte. Der größte Teil dieser Ampelanlagen befindet sich auf den großen Einfahrtstraßen und den städtischen Ringen. Ziel von DIGI-V ist es, durch datengetriebene Situationserkennung eine Grundlage für umweltsensitives Verkehrsmanagement zu schaffen. Dazu wurden die Steuergeräte der Anlagen aufgerüstet, mit Glasfaser an eine neue Verkehrsleitzentrale angebunden und teilweise mit Wärmebildkameras und Umweltsensoren ausgestattet, um die Quantitäten im Verkehrsfluss zu ermitteln und steuern zu können.

Ebenfalls im Luftreinhalteplan festgeschrieben und eng mit DIGI-V verbunden sind die neuen Umweltspuren auf dem 1. Ring. Mit den neuen Umweltspuren soll die Verkehrs- und Schadstoffbelastung der Wiesbadener Innenstadt vermindert werden, indem innerstädtisch der so genannte „Umweltverbund“ aus Bus- und Radverkehr mehr und bevorrechtigte Flächen bekommt und an den Einfahrtspunkten bereits eine Zuflusssteuerung nach Verkehrslage erfolgt.

Die Neugestaltung des 1. Rings ist bereits in weiten Teilen vorangeschritten. Bis Dezember 2020 sollen auf dem gesamten 1. Ring die Umweltspuren durchgängig markiert sein und die Verkehrssteuerung an allen wichtigen Knotenpunkten – wo nötig auch baulich – auf den neusten Stand gebracht werden. Ein Schlüsselprojekt wird dabei die Zuflusssteuerung im Bereich Berliner Straße / Abraham-Lincoln-Straße sein, mit der in den Sommerferien mit Hilfe einer neuen Ampelanlage eine bevorrechtigte Einfahrt der Busse in den Stadtbereich realisiert wird. „Der 1. Ring ist von täglich 72.000 Fahrzeugen belastet. Das ist eine Dimension, die nicht mehr stadtverträglich ist. Unser Ziel ist eine doppelte Verlagerung: Vermeidbare Autofahrten innerhalb Wiesbadens möchten wir zum Teil auf den ÖPNV und den Radverkehr verlagern. Reine Durchgangsverkehre, beispielsweise aus Taunusstein Richtung Mainz oder Frankfurt, wollen wir auf den 2. Ring oder auf die Bundesfernstraßen außerhalb Wiesbadens verlagern“, erklärt Verkehrsdezernent Andreas Kowol.

Wie der Geschäftsführer von ESWE Verkehr, Jörg Gerhard, mitteilte, sind für die 19 ESWE-Buslinien, die den 1. Ring benutzen, mit den realisierten Abschnitten der Umweltspur bereits jetzt Verbesserungen in Sachen Pünktlichkeit und Komfort spürbar.

Im Einzelnen sind bis Oktober geplant:
- Busschleuse und Zuflussdosierung Abraham-Lincoln-Straße / Berliner Straße
- Optimierungen der Ampelschaltungen für die Buslinien 1 und 8 beim Fahrspurwechsel in Richtung Bahnhofstraße
- Schließung der Markierungslücken
- Optimierung Rechtsabbiegen am Landeshaus
- Instandsetzung Knotenpunkt Klarenthaler Straße/Dotzheimer Straße
- Instandsetzung Knotenpunkte Ringkirche und 1. Ring/Dotzheimer Straße

Im Rahmen des übergeordneten Projekts DIGI-V sollen die baulichen Maßnahmen für den 1. Ring ebenfalls im Jahr 2020 abgeschlossen werden. Die software-seitige Integration in einer neuen Verkehrsleitstelle wird 2021 unter umwelt- und verkehrssensitiven Gesichtspunkten insbesondere auf dem 1. und 2. Ring im Prozess weiter optimiert.

Amtsleiterin Dr. Petra Beckefeld betonte den hohen Komplexitätsgrad der Projekte: „Was wir hier tun ist agiles Projektmanagement in Reinform und für eine städtische Verwaltung eher ungewöhnlich, was die Geschwindigkeit der Umsetzung und die vernetzte Zusammenarbeit verschiedener Akteure betrifft. Deswegen danken das Tiefbau- und Vermessungsamt und das Verkehrsdezernat allen Institutionen, die so partnerschaftlich an diesem Projekt mitarbeiten. Im Einzelnen sind dies: das Amt für Statistik und Stadtforschung, das Rechtsamt, das Umweltamt und das Straßenverkehrsamt mit der Straßenverkehrsbehörde und der Kommunalen Verkehrspolizei, ESWE-Verkehr, das Land mit Hessen Mobil, das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG), der Datenschutzbeauftragte des Landes Hessen und natürlich das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und unser enger Projektpartner Siemens.“

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Herausgeber:
Pressereferat
der Landeshauptstadt Wiesbaden
Schlossplatz 6
65183 Wiesbaden
Für Fragen der Bürgerinnen und Bürger
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