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Stadtarchiv startet Online-Datenbank „Faust“
Mit einem Klick wird sie lebendig, die Wiesbadener Stadtgeschichte. Seit Donnerstag, 15. Oktober, präsentiert das Stadtarchiv Wiesbaden unter wiesbaden.ifaust-online.de seine Bestände über die Online-Suchmaschine „Faust“. Zu finden sind dort rund 290.000 Datensätze, die die im Archiv aufbewahrten Akten und Urkunden, aber auch die rund 23.000 Bände der Bibliothek des Stadtarchivs beschreiben.
„Wir steigern mit der Onlinesuchmaschine den Komfort für die Benutzerinnen und Benutzer des Stadtarchivs“, sagt Kulturdezernent Axel Imholz, der symbolisch das Portal im Internet freischaltete. „Gleichzeitig fügen wir so im Kulturbereich dem e-Government-Angebot der Stadtverwaltung einen Baustein hinzu.“ Zukünftig ist es möglich, online zu recherchieren, welche historischen Quellen das Stadtarchiv aufbewahrt. Zudem können ganz komfortabel die gewünschten Akten und Bücher für eine Benutzung im Lesesaal vorbestellt werden, ähnlich wie man dies bei Bibliotheken kennt.

„Wir gehen damit einen großen Schritt“, sagt Dr. Peter Quadflieg, der seit dem 1. Mai das Stadtarchiv leitet. „Bisher konnten die Nutzerinnen und Nutzer nur bei uns vor Ort in den Beständen recherchieren, jetzt ist dies auch ganz bequem von zu Hause möglich. Zugleich erhöht die Online-Suche die Sichtbarkeit unserer Bestände und damit der Wiesbadener Stadtgeschichte enorm.“ Das Stadtarchiv verbindet damit die Hoffnung, neue Nutzerinnen und Nutzer für seine Quellen zu gewinnen. Im Archiv werden tausende Meter Akten, Bücher, Fotos und Karten aus der Zeit zwischen 1351 und heute verwahrt. Kulturdezernent Imholz freut diese Aufgeschlossenheit. „Durch die Digitalisierung entstehen ganz neue Anforderungen und Chancen für Archive. Dass wir mit der Suchmaschine nun im Bereich der Online-Recherche aufschließen und gleichzeitig auch mehr Menschen auf das kulturhistorische Angebot Wiesbadens aufmerksam machen, freut mich daher ganz besonders.“

Pläne, die bisher nur durch die Archivarinnen und Archivare des Stadtarchivs nutzbare Fachdatenbank „Faust“ ins Internet zu stellen, reichen bereits einige Jahre zurück. Die Realisierung wurde jetzt forciert, auch um in Corona-Zeiten das digitale Angebot des Stadtarchivs auszubauen. Für Imholz ist das Suchportal daher „ein weiterer Schritt hin zu einer noch stärkeren digitalen Präsenz der städtischen Kulturakteure. Gleichzeitig setzt das Stadtarchiv seine Digitalisierungsstrategie konsequent fort und ergänzt sein Serviceangebot vor Ort im Internet.“

Was kann man nun aber genau erwarten, wenn man über die Website wiesbaden.ifaust-online.de die Suchmaschine ansteuert? Der Besucher hat einerseits die Möglichkeit, Suchbegriffe wie etwa bei Google einzugeben. Sekunden später spuckt das System die Treffer aus den Beständen des Stadtarchivs aus. Gibt man beispielsweise den Begriff „Kochbrunnen“ ein, so findet man übersichtlich präsentiert rund 50 Einträge zum Wiesbadens Wahrzeichen. Diese reichen von einer Akte aus dem Jahr 1911 über die „Umsätze an Kochbrunnen-Erzeugnissen“ über die städtischen Berichte zur Inbetriebsetzung einer elektrischen Schaltstation am Brunnen einige Jahre später bis hin zu Architekturplänen und Stichen, die den Brunnen zeigen. Mit wenigen Klicks können die recherchierten Quellen durch die im Stadtarchiv verfügbare Literatur ergänzt werden. Für den Besucher besteht zudem die Möglichkeit, eine komplexe Suche durchzuführen, die Bestände des Stadtarchivs hierarchisch zu durchforsten, Suchtreffer zu markieren, zu speichern, auszudrucken und diese auch gleich aus der Suchmaske für einen Lesesaalbesuch im Stadtarchiv vorzubestellen. Das reduziert die Wartezeit vor Ort, denn die gewünschten Akten liegen schon bereit, wenn der Benutzer ins Archiv kommt, und müssen nicht erst aus den mehr als sechs Kilometer langen Regalreihen geholt werden. „Allerdings sind bei weitem nicht alle Archivalien, die das Stadtarchiv bereithält, bereits online recherchierbar“, schränkt Quadflieg ein. „Die strengen Regeln des Datenschutzes gelten natürlich auch im Netz. Auf einer FAQ-Seite erklären wir, welche Unterlagen bereits online gefunden werden können und welche noch nicht.“

Die Arbeit an der Datenbank wird in den kommenden Wochen und Monaten laufend fortgesetzt. Im halbjährlichen Rhythmus wird die „Faust“-Suchmaschine auf den neusten Stand gebracht. „Durch die Updates werden neue Erschließungsinformationen mit nur geringer Verzögerung für die Benutzer verfügbar“, erklärt Stadtarchivleiter Quadflieg. Regelmäßiges Reinschauen lohnt sich, auch weil das Stadtarchiv zurzeit seine Kräfte bündelt, um nur in Papierform vorliegende Findbücher ebenfalls in die Datenbank zu überführen. „Wir Archivare nennen das Retrokonversion“, erklärt Quadflieg. „In diesem Bereich hat das Stadtarchiv noch Nachholpotential. Zudem warten rund 1,2 laufende Kilometer jüngere Akten darauf, erstmalig bearbeitet und von den Archivarinnen und Archivaren beschrieben zu werden. Es wird also nicht lange bei 290.000 Datensätzen bleiben.“

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Herausgeber:
Pressereferat
der Landeshauptstadt Wiesbaden
Schlossplatz 6
65183 Wiesbaden
Für Fragen der Bürgerinnen und Bürger
Telefonzentrale Rathaus:
Präsentiert rund 290.000 Datensätze zu den im Stadtarchiv Wiesbaden aufbewahrten Archivalien und Büchern: die Online-Datenbank „Faust“.
Schalteten die Onlinedatenbank des Stadtarchivs symbolisch frei: Kulturdezernent Stadtrat Axel Imholz (rechts) und Archivleiter Dr. Peter Quadflieg (links).

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