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Integrationsdezernent Christoph Manjura und Frankfurts Integrationsdezernentin Sylvia Weber tauschen sich über progressive Einwanderungspolitik aus
Vor dem Hintergrund der Debatten über eine Weiterentwicklung der Frankfurter Ausländerbehörde hat der Wiesbadener Integrationsdezernent Christoph Manjura die Frankfurter Integrationsdezernentin Sylvia Weber eingeladen, sich vor Ort ein Bild des Wiesbadener Amts für Zuwanderung und Integration zu machen, dessen Ausrichtung und Struktur bereits Grundzüge eines Welcome-Centers aufweisen.
Mit ähnlichen Problemen wie Frankfurt konfrontiert, hat Wiesbaden sich 2001 auf den Weg gemacht, alle mit Einwanderung und Integration befassten Akteure institutionell und räumlich zu bündeln. Dazu gehören aktuell neben einer Vermittlungsstelle zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufs- und Bildungsabschlüssen und einer Kontaktstelle für Deutschförderung auch Einbürgerungsangelegenheiten und Aufenthaltsfragen, die in Frankfurt im Ordnungsamt und Standesamt getrennt behandelt werden. In der Folge konnten viele Prozesse optimiert werden und auch das öffentliche Bild von der Ausländerbehörde hat sich positiv entwickelt. Laut Dezernent Manjura war neben der proaktiven Terminvergabe insbesondere die neue Struktur ein wichtiger Faktor auf dem Weg zum Erfolg.

Manjura: „Teil der neuen Struktur des Amts für Zuwanderung und Integration sind auch die Migrationsberatungsstellen der Freien Träger. Dadurch wurde eine effektive Service- und Beratungsstruktur von der Ankunft bis zur Einbürgerung geschaffen, die alle Bedarfe rund um Einwanderung und Integration abdeckt.”

Natürlich hätten die unterschiedlichen Ämter, Abteilungen und Träger mit zum Teil sehr unterschiedlichen Ansätzen auch erst einmal zusammenwachsen müssen, so Manjura. Aber es habe sich gelohnt: „Es ist ein kollegiales und konstruktives Ringen um gute Lösungen im Sinne der Klienten. Dabei geht es immer um die Frage, was ist rechtlich machbar und zugleich humanitär vertretbar?” Auch die Ausweitung des Beratungsangebots und die Stärkung der interkulturellen Kompetenz hätten hierbei eine große Bedeutung gehabt, so Manjura weiter. „Oft war nicht immer die Entscheidung an sich das Problem, sondern die Form der Vermittlung. Nur ein Beispiel: Auch die so genannte freiwillige Ausreise wird seitdem als Angebot viel besser verstanden und genutzt, wodurch Abschiebungen vermieden werden. Da sind die Migrationsberatungsdienste der Freien Träger im Haus eine große Unterstützung.”

Integrationsdezernentin Sylvia Weber zeigte sich beeindruckt von der Empathie und Effektivität mit der die Prozesse in Wiesbaden im Sinne der Klienten reformiert worden seien. Es sei klar geworden, dass Organisation auch eine Frage der Haltung ist, und Haltungen verändert. Eins zu eins übernehmen könne man die Struktur gleichwohl nicht. „Unser AmkA ist längst keine Einwanderungsbehörde mehr, sondern hält zahlreiche Angebote rund um Diversität und Interkulturalität bereit, sei es hinsichtlich der Bereitstellung von Räumen für die Zivilgesellschaft, der LSBTIQ-Koordinierungsstelle oder eine Fachstelle für das Thema Religion. In einer so vielfältigen Stadt wie Frankfurt ist das nicht nur entscheidend für den Zusammenhalt, sondern geht auch weit über das Thema Zuwanderung hinaus und betrifft alle Menschen unserer Gesellschaft.” Dennoch sei es eine zentrale Erkenntnis, dass es sinnvoll ist, die wichtigsten Angebote rund um das Thema Ankommen und Erstintegration in einer progressiven Struktur zu bündeln und dies nicht im Bereich von Ordnungspolitik zu verorten, so Weber. Denn so werde bereits in der institutionellen Struktur die Grundhaltung deutlich, sich als Dienstleister und Service-Agentur zu verstehen. Zudem sei die Einbindung der Kompetenzen und Möglichkeiten freier Träger in den gesamten Zuwanderungs- und Integrationsprozess auch für Frankfurt sinnvoll.

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Herausgeber:
Pressereferat
der Landeshauptstadt Wiesbaden
Schlossplatz 6
65183 Wiesbaden
Für Fragen der Bürgerinnen und Bürger
Telefonzentrale Rathaus:
Bild
Auf dem Bild zu sehen sind: Integrationsdezernentin Frankfurt Sylvia Weber, Integrationsdezernent Wiesbaden Christoph Manjura, Amtsleiterin Amt für Zuwanderung und Integration der Landeshauptstadt Wiesbaden Jeanine Rudolph und Amtsleiter Amt für multikulturelle Angelegenheiten Frankfurt Armin von Ungern-Sternberg.

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