Zu Fuß durch Wiesbaden
In ihrem Buch "Zu Fuß durch Wiesbaden" stellen Wiesbadens jüngste Gästeführerin Lena Oestereich und Journalistin Birgit Rittershofer zwölf Spaziergänge vor, auf denen Ihr die Stadt erkunden könnt. Das Buch gibt’s überall, wo es Bücher gibt, und in der Tourist Info am Marktplatz.
Fräulein Quellgeflüster: Wie ist die Idee zu Eurem Buch entstanden?
Lena: Der Droste Verlag ist auf uns als Gästeführerinnen zugekommen. Das Format "Zu Fuß durch ..." gibt es bereits für einige andere Städte. Und wer kennt sich in einer Stadt besser aus als Gästeführerinnen und Gästeführer? Meine liebe Kollegin und Mitautorin Birgit hat sich daraufhin an mich gewandt und gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, das Projekt gemeinsam anzugehen – und da bin ich sehr gerne eingestiegen.
Fräulein Quellgeflüster: Warum erkundet man Wiesbaden am besten zu Fuß?
Lena: Wiesbaden erschließt sich zu Fuß einfach am besten. Viele der schönsten Orte liegen nah beieinander, und beim Gehen nimmt man die Stadt viel bewusster wahr: die Architektur, die kleinen Details, die Atmosphäre in den Straßen. Man bleibt stehen, entdeckt Ecken abseits der großen Wege und kann die Stadt in seinem eigenen Tempo erleben.
"Wiesbaden erschließt sich zu Fuß einfach am besten. Viele der schönsten Orte liegen nah beieinander!"
Fräulein Quellgeflüster: Was magst Du als "waschechte" Wiesbadenerin an der Stadt?
Lena: Ich liebe Wiesbaden besonders wegen seiner unglaublichen grünen Seiten. Die Stadt bietet so viel Natur und Erholung, oft direkt vor der Haustür. Gleichzeitig begeistert mich der städtische Charme – vor allem in der Altstadt, im Westend (Öffnet in einem neuen Tab) und im Bergkirchenviertel (Öffnet in einem neuen Tab) mit ihren kleinen Cafés, individuellen Boutiquen und lebendigen Vierteln. Besonders schön finde ich, dass an vielen Orten noch heute die Eleganz und Atmosphäre des 19. Jahrhunderts sichtbar und spürbar sind.
Ich liebe Wiesbaden besonders wegen seiner unglaublichen grünen Seiten.
Fräulein Quellgeflüster: Was sind Deine Tipps als Gästeführerin?
Lena: Wiesbaden hat unglaublich viele grüne Seiten, die man manchmal erst auf den zweiten Blick entdeckt – von weitläufigen Parks über versteckte Grünzüge bis hin zu Wegen, die direkt ins Umland führen. Gleichzeitig steckt in der Stadt eine enorme historische Tiefe, die nicht immer auf den ersten Blick sichtbar ist. Mein Tipp ist deshalb, sich auch mal auf weniger bekannte Stadtteile einzulassen. Orte wie Mainz-Kastel überraschen mit spannender Geschichte, besonderen Blickachsen und einer ganz eigenen Atmosphäre. Gerade diese Underdogs zeigen, wie vielfältig Wiesbaden eigentlich ist.
Fräulein Quellgeflüster: Und persönlich - hast Du einen Lieblingsort?
Lena: Mein Lieblingsort ist der Neroberg. Er ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert und bietet einen phänomenalen Ausblick über die Stadt. Ich liebe die Natur, und davon gibt es auf dem Neroberg reichlich: Man kann picknicken, Zeit mit der Familie verbringen und einfach abschalten. Für mich ist er wie ein kleiner Urlaubsort, ein Ort der Erholung mitten in der Stadt – und trotzdem sind Kunst und Kultur hier ganz nah und überall spürbar.

