Wiesbadener Integrationspreis 2026
Der Verein Deutsch-Kamerunische Samariter (Dekasa e.V.) erhält den diesjährigen Integrationspreises der Landeshauptstadt Wiesbaden. Insgesamt standen der Jury fünf Bewerbungen und Vorschläge zur Auswahl.
Der Verein Deutsch-Kamerunische Samariter wurde 2007 als studentische Initiative gegründet und setzt sich seitdem für eine Gesellschaft ein, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft und kultureller Prägung miteinander in Kontakt kommen, voneinander lernen und gleichberechtigt teilhaben können. Der Verein ist überzeugt, dass kulturelle Vielfalt kein Problem darstellt, das es zu verwalten gilt, sondern eine Ressource, die zur Stärkung unserer Gesellschaft beitragen kann und das Gemeinwesen lebendiger gestaltet. Daher stehen im Mittelpunkt der Vereinsarbeit Begegnung, Bildung, kultureller Austausch und die Auseinandersetzung mit gesellschaftsrelevanten Fragen.
Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit mit dem Museum Wiesbaden, bei der Dekasa die Perspektiven der kamerunischen Diaspora einbringt und damit Räume für Begegnung und einen differenzierten Austausch über Geschichte, Erinnerung und koloniale Vergangenheit schafft. „Eine vielfältige Stadtgesellschaft entsteht dort, wo Menschen einander zuhören, Perspektiven teilen und gemeinsam Verantwortung übernehmen.“ betont Integrationsdezernentin Milena Löbcke.
Durch vielfältige Angebote bringt der Verein unterschiedlichste Menschen zusammen und bietet Raum und Möglichkeiten für Austausch und gesellschaftliche Teilhabe. Mit Kochkursen, Familienfesten, Kulturveranstaltungen, Community-bezogenen Projekten und kreativen Begegnungsformaten schafft Dekasa e.V. Räume, in denen Menschen voneinander lernen und Vielfalt miteinander erleben können.
Die zwölfköpfige Jury aus Vertreterinnen und Vertretern des Sozialausschusses, des Ausländerbeirates der drei Religionsgemeinschaften - den christlichen Kirchen, der jüdischen Gemeinde und der muslimischen Gemeinde - sowie einer Vertreterin bzw. eines Vertreters der Migrationsberatungsstellen unter dem Vorsitz von Integrationsdezernentin Milena Löbcke war auch in diesem Jahr von den eingereichten Bewerbungen und Vorschlägen sehr beeindruckt: „Die Stadt Wiesbaden kann dankbar und stolz darauf sein, dass in Wiesbaden für die Integration so viel in großen Teilen ehrenamtliches Engagement geleistet wird. Die Bewerbungen waren auch dieses Jahr sehr vielfältig, so wie es die Integrationsarbeit in Wiesbaden ist. Alle leisten täglich einen wichtigen und entscheidenden Beitrag für die Menschen in unserer Stadtgesellschaft und für die Integration in Wiesbaden.“
Die feierliche Preisverleihung durch Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende wird am Donnerstag, 28. Oktober, um 19 Uhr im Festsaal des Rathauses erfolgen. Im Rahmen dieser Feierstunde wird der Preisträger die Möglichkeit haben, seine Arbeit zu präsentieren.
Herausgeber dieser Pressemitteilung ist das Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, pressereferatwiesbadende. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das zuständige Dezernat oder Amt wenden.