Batteriespeicher: ESWE BioEnergie startet Großprojekt für zukünftige Versorgung
Auf dem Gelände der ESWE BioEnergie GmbH entsteht bis Anfang nächsten Jahres in unmittelbarer Nähe zum Biomasseheizkraftwerk ein Großbatteriespeicher, der das Wiesbadener Stromnetz stabilisieren und Spitzenbelastungen abfedern wird.
„Heute ist ein guter Tag für Wiesbaden“, sagte Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende auf einer Baustelle an der Deponiestraße. Da hatte er kurz zuvor am Spatenstich für einen neuen Batteriespeicher teilgenommen. „Die Energiewende ist dann erfolgreich, wenn sie nicht nur mehr erneuerbare Energie hervorbringt, sondern zugleich für eine sichere und verlässliche Versorgung sorgt. Genau dazu leistet dieser Batteriespeicher einen wichtigen Beitrag.“
Gebaut wird der Lithium-Ionen-Speicher von der ESWE BioEnergie GmbH, einer 90-prozentigen Tochter der Wiesbadener ESWE Versorgungs AG sowie der MBA Wiesbaden GmbH und der Knettenbrech + Gurdulic Service GmbH & Co. KG als weitere Anteilseigner. Projektpartner sind der Batteriespeicheranbieter Intilion und das Bauunternehmen S&V Bau.
„Energiewende bedeutet nicht nur, erneuerbare Energie zu erzeugen, sondern auch, sie flexibel speichern und nutzen zu können“, erklärte Jörg Höhler, Vorstandsvorsitzender der ESWE Versorgungs AG. „Speicher wie dieser schaffen Flexibilität: Sie nehmen Energie auf, wenn sie verfügbar ist, und geben Energie bereit, wenn sie gebraucht wird. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zu einem stabilen und zukunftsfähigen Energiesystem.“
Der Batteriespeicher wird über eine nutzbare Leistung von elf Megawatt und eine nutzbare Kapazität von 30 Megawattstunden verfügen.
Der Bauplatz für den Speicher wurde so gewählt, dass die Batterie an einem bestehenden Energieerzeugungsstandort errichtet wird. Durch die Nähe zum Wiesbadener Biomasseheizkraftwerk und dem Müllheizkraftwerk wird nicht nur die vorhandene Infrastruktur genutzt; die energetische Verwertung von biogenen Brennstoffen, Wärmeerzeugung sowie Stromerzeugung und Stromspeicherung werden auch sinnvoll verbunden. „Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie bestehende Anlagen erweitert und für die Energiewende eingesetzt werden können“, sagte Höhler.
Um die Versorgungssicherheit langfristig weiter zu erhöhen, werden weitere Speicher- und Flexibilitätslösungen notwendig sein. Höhler sagte dazu: „Der Batteriespeicher kann ein wichtiger Impuls für weitere Projekte sein.“
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