Pimental, Edward F.
Pimental, Edward F.
US-amerikanischer Soldat
geboren: 14.06.1965 in Fall Rivers, Massachusetts (USA)
gestorben: 08.08.1985 in Wiesbaden
Er wuchs in New York City auf, wo er eine Ausbildung zum Automechaniker absolvierte. Danach trat er in die US-Armee ein und diente als Waffentechniker in der 563. Ordnance Company. Pimental war ab Mai 1985 in Wiesbaden, Camp Pieri, stationiert. Nach Angaben seiner Familie gefiel ihm Wiesbaden gut. Er war neugierig auf die deutsche Bevölkerung und knüpfte gern neue Kontakte.
Am Abend des 7. August besuchte Pimental mit anderen GIs die Diskothek „Western Saloon“ in der Dotzheimer Straße. Dort traf er auf Birgit Hogefeld, Mitglied der Dritten Generation der Roten Armee Fraktion (RAF). Sie überzeugte ihn, die Disko mit ihr zu verlassen. Wohl gemeinsam mit einer weiteren Person brachte Hogefeld Pimental in den Wiesbadener Stadtwald, wo er zwischen Hofgut Adamsthal und Platter Straße durch einen Kopfschuss ermordet wurde.
Die Mitglieder der RAF entwendeten Pimentals Truppenausweis, mit dem sie sich wenig später Zugang zur Rhein-Main-Air-Base am Flughafen Frankfurt am Main verschafften, um einen Anschlag zu verüben. Am Morgen des 8. August 1985, nur wenige Stunden nach dem Mord an Edward F. Pimental, detonierte dort eine Autobombe. Zwei Menschen kamen ums Leben, über 20 Personen wurden schwer verletzt. Wenige Tage später bekannte sich die RAF zu beiden Taten.
Der Mord an dem jungen Soldaten Edward F. Pimental wurde bis heute nicht vollständig aufgeklärt, insbesondere ist unklar, welcher Terrorist der RAF die tödlichen Schüsse abgab.
Seit 13.08.2025 erinnert eine Gedenktafel am Carl-von-Ibell-Weg in der Nähe der „Villa im Tal“ im Wiesbadener Stadtwald an Edward F. Pimental.
Literatur
Podcast „Mensch oder Schwein“, Spiegelbild - Politische Bildung aus Wiesbaden e. V.
