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Ausstellung zum 200. Geburtstag von Louise Langhans-Japha im Stadtarchiv Wiesbaden

Bislang unveröffentlichte Manuskripte, neu präsentierte Porträts und ein musikalisch gestalteter Eröffnungsabend am Dienstag, 27. Oktober, würdigen Leben und Werk der Wiesbadener Komponistin Louise Langhans-Japha (1826–1910) im Stadtarchiv Wiesbaden, Im Rad 42.

Mit der Ausstellung „Dann will mein Lied ertönen“ erinnert das Stadtarchiv Wiesbaden an den 200. Geburtstag der in Wiesbaden verstorbenen Komponistin und Pianistin Louise Langhans-Japha (1826–1910). Im Mittelpunkt stehen bislang unveröffentlichte musikalische Manuskripte der Künstlerin, die in den 1990er Jahren in einem Wiesbadener Keller entdeckt wurden und nun erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Ausstellung - gestaltet von Carol Falling und Dr. Ulrike Teske-Spellerberg - wird am Dienstag, 27. Oktober, um 18 Uhr im Stadtarchiv Wiesbaden eröffnet. „Ich freue mich, dass sich zwei engagierte Wiesbadener Stadtteilhistorikerinnen der Geschichte dieser ungewöhnlichen Künstlerin angenommen haben“, sagt Kulturdezernentin Dr. Patricia Becher, „und dass wir deren Forschungsergebnisse nun im Stadtarchiv zeigen können“. 

Louise Langhans-Japha, geboren in Hamburg, lebte und arbeitete mehr als drei Jahrzehnte in Wiesbaden. Sie war Schülerin von Clara und Robert Schumann und eine Jugendfreundin von Johannes Brahms. Ihr kompositorisches Schaffen umfasst zahlreiche Lieder und Klavierwerke. Neben den Notenhandschriften, die einen bedeutenden Teil des künstlerischen Erbes der Komponistin ausmachen, dokumentiert die Ausstellung den Lebensweg einer außergewöhnlichen Frau. 

„Ein besonderer Blickfang sind die originalen Porträts von Louise Langhans-Japha und von Otto Dorn, der als Komponist und Musikkritiker in Wiesbaden tätig war“, so Dr. Peter Quadflieg, der Leiter des Stadtarchivs. „Gemalt wurden diese Bilder von Langhans-Japhas Neffen Walther Witting während seines Aufenthalts in Wiesbaden.“ Die Gemälde ergänzen die präsentierten Dokumente um eine eindrucksvolle visuelle Dimension und veranschaulichen das persönliche und künstlerische Umfeld der Komponistin. Weitere Fotografien, Briefe und andere historische Quellen vermitteln einen lebendigen Eindruck von ihrem Wirken und ihrem weitreichenden Netzwerk. 

Zur Ausstellungseröffnung am Dienstag, 27. Oktober, wird die Mezzosopranistin Frances Falling einige Lieder von Louise Langhans-Japha vortragen; die Klavierbegleitung hat Andreas Karthäuser übernommen, der zudem ein Solowerk der Komponistin aufführen wird. 

Die Ausstellung wird durch die Marianne Steegmann Foundation gefördert. Begleitend erscheint anlässlich des 200. Geburtstags von Louise Langhans-Japha ein reich bebilderter Jubiläumsband, der durch das Kulturamt Wiesbaden gefördert wird.  Erstmals erhältlich ist das Buch bei der Ausstellungseröffnung am 27. Oktober. 

Interessierte Besucherinnen und Besucher werden gebeten, sich für die Eröffnungsveranstaltung per Mail anzumelden: veranstaltung-stadtarchivwiesbadende. 

Führungen:

Montag, 16. November, 17 Uhr

Montag, 30. November, 17 Uhr 

Die Teilnahme an den Führungen ist kostenfrei. Pro Führung können maximal zehn Personen teilnehmen. Eine Anmeldung unter Angabe des gewünschten Termins ist erforderlich: veranstaltung-stadtarchivwiesbadende. 

Öffnungszeiten der Ausstellung:

Die Ausstellung ist bis Donnerstag, 10. Dezember, zu folgenden Öffnungszeiten zu sehen: 

Montag, 9 bis 12 Uhr,

Dienstag,  9 bis 16 Uhr,

Mittwoch, 9 bis 18 Uhr,

Donnerstag, 12 bis 16 Uhr,

Freitag, geschlossen.

Bilder

Bild
Porträts von Louise Langhans-Japha aus den Jahren 1858 und 1890, gemalt von Minna Witting (1. Bild) und Walther Witting (2. Bild), beide Privatbesitz, grafische Gestaltung: Carol Falling.

Herausgeber dieser Pressemitteilung ist das Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, pressereferatwiesbadende. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das zuständige Dezernat oder Amt wenden.

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