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Magistrat bringt fünf Maßnahmen zum Ausbau des Radverkehrs auf den Weg

Die Landeshauptstadt Wiesbaden investiert weiterhin in den Ausbau ihrer Radverkehrsinfrastruktur hin zu einer fahrradfreundlichen Stadt. Der Magistrat hat in seiner Sitzung am Dienstag, 13. Januar, fünf wichtige Vorhaben beschlossen, die zusammen ein klares Signal setzen: Radfahren in Wiesbaden soll sicherer, komfortabler und alltagstauglicher werden.

Die Projekte reichen von neuen Radschnellverbindungen bis zu einer Fahrradstraße im innerstädtischen Bereich und verbessern die Anbindung an Mainz, Frankfurt und die Ortsteile. 

„Das Fahrrad wird immer wichtiger als Alltagsverkehrsmittel und hilft dabei, unsere Straßen zu entlasten. Der Radverkehrsanteil für Fahrten zur Arbeit hat sich in den letzten Jahren verdoppelt. Besonders stark ist der Zuwachs auf längeren Strecken – da ist das E-Bike ein Game-Changer. Darauf gehen wir jetzt mit weiteren Infrastruktur-Projekten ein“, sagt Verkehrsdezernent Andreas Kowol. 

Im nächsten Schritt gehen die Sitzungsvorlagen zur Beschlussfassung in die Ortsbeiräte, und sofern nötig in Mobilitätsausschuss und Stadtverordnetenversammlung. Die Vorlagen enthalten neben fachlichen und finanziellen Angaben auch eine rechtliche Bewertung. Mit dem Beschluss einer Sitzungsvorlage wird der Weg für die weitere Planung, Umsetzung und Förderung kommunaler Maßnahmen geebnet. 

Radschnellverbindung Wiesbaden–Mainz: Erster Bauabschnitt kann starten

Zwischen der Klingholzstraße und dem Theodor-Heuss-Ring soll der erste Abschnitt der künftigen Radschnellverbindung Wiesbaden–Mainz entstehen. Es wird erwartet, dass die Gesamtkosten von rund 900.000 Euro für diesen Abschnitt zu etwa 70 Prozent aus Landesmitteln finanziert werden. Die neue Verbindung ist Teil eines Gemeinschaftsprojekts mit der Landeshauptstadt Mainz und wurde bereits in der landesweiten Potentialstudie als besonders aussichtsreich bewertet. 

Die Baumaßnahmen werden mit den Arbeiten der ELW am Hauptsammler zeitlich abgestimmt, um Synergien zu nutzen und Kosten zu sparen. Hintergrund ist, dass die ELW westlich des Gleisfelds vor dem Hauptbahnhof einen Bau- und Wartungsweg für ihren neuen Hauptsammler errichten wird. Dieser Weg soll dann asphaltiert und als Radschnellweg mitgenutzt werden. Die Trasse bleibt mit einem möglichen Betrieb der Aartalbahn kompatibel. 

Radschnellverbindung Wiesbaden–Frankfurt

Die Ergebnisse der im Jahr 2020 beauftragten Machbarkeitsstudie zur Radschnellverbindung Wiesbaden–Frankfurt zur Kenntnis ergaben, dass eine leistungsfähige Radroute zwischen Wiesbaden, Hofheim, Kriftel, Hattersheim und Frankfurt nicht nur ökologisch, sondern auch volkswirtschaftlich sinnvoll ist. Sie verkürzt Fahrzeiten um bis zu 26 Prozent und verbessert den Fahrkomfort deutlich. Etwa zehn Kilometer der Strecke liegen im Stadtgebiet Wiesbaden. 

Der Magistrat hat die sogenannte „Vorzugsvariante“ beschlossen. Mit der Entscheidung wird der Weg frei für die nächsten Planungsschritte, Grundstückssicherungen und Förderanträge – in enger Abstimmung mit dem Regionalverband FrankfurtRheinMain und den Partnerkommunen. Vergleichbare Sitzungsvorlagen werden aktuell auch in den anderen beteiligten Kommunen eingebracht. 

Stillgelegte Bahntrasse in Erbenheim wird Radverbindung

Auf der ehemaligen, nicht mehr benötigten, Bahntrasse zwischen „An der Käßmühle“ und dem „Mittelpfad“ entsteht eine neue, sichere Radstrecke, die Teil der geplanten Radschnellverbindung Wiesbaden–Frankfurt ist. 

Der Ausbau erfolgt mit Fördermitteln des Landes Hessen und hat ein Gesamtvolumen von 712.000 Euro. Ziel ist eine direkte, abseits des Straßenverkehrs verlaufende Verbindung, die die Sicherheit deutlich erhöht und die Berliner Straße entlastet. Das Projekt trägt damit zur Luftreinhaltung und Verkehrswende bei. Die natur- und landschaftsschutzrechtliche Genehmigung steht bevor; der Baubeginn ist für die kommenden Jahre vorgesehen. 

Fahrradstraße Rüdesheimer Straße: Sicherheit und Attraktivität im Stadtviertel

Innerhalb der Stadt stärkt Wiesbaden den Radverkehr mit einer neuen Fahrradstraße in der Rüdesheimer Straße zwischen Kaiser-Friedrich-Ring und Loreleiring. Durch die direkte Anbindung an die ebenfalls geplante Fahrradstraße in der Adelheidstraße schließt die Maßnahme eine Lücke im Radnetz, verbessert die Sicherheit und sorgt für eine übersichtliche Verkehrsführung. Der Ausbau orientiert sich an den Empfehlungen des Landes Hessen und wurde mit dem Projekt „Super-Block Rheingauviertel“ abgestimmt. Insgesamt fließen 35.000 Euro aus dem städtischen Garagenfonds in die Umsetzung. 

Die neue Verkehrsführung wird den Durchgangsverkehr reduzieren und Radfahrenden den Anschluss an die Fahrradstraße Adelheidstraße erleichtern. 

Neuaufteilung der Verkehrsflächen Theodor-Heuss-Ring für mehr Sicherheit

Gemäß des Wunsches des Ortsbeirats Wiesbaden-Südost vom November 2023 wird der Straßenraum entlang des Theodor-Heuss-Rings neu aufgeteilt, um die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden, speziell für den Radverkehr, zu verbessern. Der Theodor-Heuss-Ring ist eine wichtige Alltagsverbindung für die Stadtteile Biebrich, Südost und Erbenheim und Bierstadt und bietet als einzige Möglichkeit die Überquerung der Gleisanlagen auf mehreren Kilometern. 

Geplant ist, den Radverkehr teils über eine zweite Fahrspur, Radfahr- oder Schutzstreifen bzw. einen zusätzlichen Sicherheitstrennstreifen oder verbreiterte Gehwege zu führen. Die Kosten in Höhe von 192.000 Euro werden über das Programm Radwege finanziert. 

Mit den fünf Projekten stärkt Wiesbaden den sogenannten „Umweltverbund“ aus Rad- und Fußverkehr sowie öffentlichem Nahverkehr. Die Vorhaben schaffen durchgängige, attraktive Routen für Pendlerinnen und Pendler, fördern die Verkehrssicherheit und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. „Die neuen Projekte zeigen: Wir investieren Schritt für Schritt in ein Radnetz, das den Bedürfnissen einer wachsenden und klimafreundlichen Stadt gerecht wird“, so Dezernent Kowol. 

Weitere geplante Radverkehrsprojekte 2026

Das Verkehrsdezernat gibt zudem einen Ausblick auf weitere Radverkehrsprojekte, die bereits beschlossen wurden und im Laufe des Jahres 2026 zur Umsetzung anstehen. Größtes Projekt ist die Auffahrtsspindel an der Kaiserbrücke („Kaiserspindel“), mit der erstmals eine stufenlose Verbindung über den Rhein nach Mainz ermöglicht wird.

In der Seerobenstraße werden, als Verlängerung der Radverbindung auf dem 1. Ring, Radstreifen stadtauswärts markiert. In der Adelheidstraße im Bezirk Mitte wird eine Fahrradstraße eingerichtet, wobei der Knotenpunkt mit der Wörthstraße zu einem Minikreisel umgebaut wird. 

Bilder

Die KI-generierte Visualisierung zeigt einen Radschnellweg mit Radfahrenden in beiden Richtungen, links ist Buschwerk und rechts eine S-Bahn zu sehen.
Visualisierung des Radschnellweges Wiesbaden-Mainz auf dem Abschnitt zwischen Wiesbadener Hauptbahnhof und Theodor-Heuss-Ring (KI-generiert)

Herausgeber dieser Pressemitteilung ist das Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, pressereferatwiesbadende. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das zuständige Dezernat oder Amt wenden.

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