Kunstbetrachtung für Menschen mit Demenz und Angehörige im Museum Wiesbaden
Am Samstag, 22. November, hatte das Museum Wiesbaden gemeinsam mit dem GereNETZ, den Beratungsstellen für ältere Menschen und ihren Angehörigen sowie der Regionalen Diakonie Rheingau-Taunus zu einer weiteren Ausgabe des etablierten Angebots „Blickfang“ eingeladen. Von 14 bis 16.30 Uhr hatten Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen die Möglichkeit, ein ausgewähltes Kunstwerk im Museum zu betrachten und sich in ruhiger Atmosphäre darüber auszutauschen.
Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher nahm auch an der Veranstaltung teil und unterstrich im Anschluss die besondere Bedeutung des Projektes: „Blickfang zeigt auf beeindruckende Weise, wie viel Lebensfreude entsteht, wenn Menschen miteinander ins Gespräch kommen, sich gesehen fühlen und ihre eigenen Gedanken einbringen können – unabhängig davon, ob eine Demenzerkrankung vorliegt oder nicht. Für mich ist es jedes Mal berührend zu erleben, wie Kunst Türen öffnet und Menschen stärkt. Diese Treffen geben Raum: für Erinnerungen, für spontane Gedanken, für Nähe. Es war sehr schön, mit den Teilnehmenden in Austausch zu kommen. 2026 wollen wir diesen Weg konsequent weitergehen – mit vier neuen Blickfang-Terminen und dem klaren Ziel, kulturelle Teilhabe für alle Menschen in unserer Stadt weiter auszubauen.“
Die gemeinsame Kunstbetrachtung richtet sich an Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen und stellt Inklusion und Teilhabe konsequent in den Mittelpunkt. Das Angebot findet im Rahmen des regulären Museumsbetriebs statt und schafft dabei einen geschützten Rahmen: Die Teilnehmenden betrachten ein ausgewähltes Kunstwerk, sprechen darüber und bringen eigene Assoziationen ein. Die Moderation von Barbara Berg unterstützt dabei, persönliche Erinnerungen und Ressourcen sichtbar zu machen und den Austausch zu erleichtern. Zum Abschluss einigt sich die Gruppe traditionell auf einen gemeinsamen Titel für das Kunstwerk; beim anschließenden Kaffeetrinken bleibt Raum für weitere Begegnungen.
Entwickelt wurde das Format 2013 im Forum Demenz, das seit 2025 organisatorisch zum GereNETZ gehört. Inhaltlich orientiert sich Blickfang an der TimeSlips-Methode: Nicht kunsthistorisches Wissen steht im Vordergrund, sondern die individuellen Gedanken und Gefühle der Teilnehmenden. Umgesetzt wird das Angebot in einer langjährigen Kooperation zwischen dem GereNETZ (Marie Pfeiffer), den Beratungsstellen für ältere Menschen und ihre Angehörigen (Bettina Steudner-Pfaff), der Regionalen Diakonie Rheingau-Taunus (Barbara Berg, Ute Kern-Müller) und dem Museum Wiesbaden. Das Museum stellt dafür seine Räume und geeignete Kunstwerke zur Verfügung und verankert das Format in seinem kulturellen Programm.
Das Angebot wird kontinuierlich gut angenommen und stößt auf großes Interesse. Gleichzeitig bleibt es wichtig, „Blickfang“ weiter bekannt zu machen, um auch Menschen zu erreichen, die bisher noch nicht von dem Angebot wissen. Ziel ist es, noch mehr Interessierte zu erreichen, die von diesem Zugang zu Kunst und Begegnung profitieren können.
Für das Jahr 2026 stehen bereits vier weitere Blickfang-Termine – jeweils an Samstagen - fest: 14. Februar, 25. April, 12. September und 28. November.
Anmeldung über die Regionale Diakonie Wiesbaden: Telefon (0611) 17453601, E-Mail: ute.kern-muellerregionale-diakoniede, Teilnahmegebühr: 4 Euro pro Person.
Informationen und Angebote für Menschen mit Demenz und Angehörige der Abteilung Altenarbeit / GereNETZ: www.wiesbaden.de/leben-in-wiesbaden/gesellschaft-soziales/aeltere-menschen/demenz (Öffnet in einem neuen Tab)
Bilder
Herausgeber dieser Pressemitteilung ist das Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, pressereferatwiesbadende. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das zuständige Dezernat oder Amt wenden.
