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CSR Praxistag bringt Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammen

Beim diesjährigen CSR Regio.Net Praxistag am Mittwoch, 26. November, in der IHK Wiesbaden diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft über verantwortliche Unternehmensführung in Zeiten wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Unsicherheit. Unter dem Titel „Verantwortlich wirtschaften in Wiesbaden“ beleuchtete die Veranstaltung aktuelle Herausforderungen und zeigte praxisnahe Lösungsansätze aus Wiesbadener Unternehmen.

Das CSR Regio.Net Wiesbaden begleitet und stärkt aktuell 33 Unternehmen, die sich für mehr Nachhaltigkeit, gesellschaftliches Engagement und verantwortungsvolles Wirtschaften einsetzen. Im zurückliegenden Jahr fanden Workshops zu Themen wie Nachhaltigkeitsberichterstattung, Biodiversität sowie Resilienz in Zeiten des Wandels statt. In einem Praxiseinsatz haben die Mitgliedsunternehmen tatkräftig und ganz konkret rund um das Kinder-, Jugend- und Stadtteilzentrum Klarenthal zur Verbesserung der biologischen Vielfalt beigetragen. 

Der Praxistag war zugleich Jahresabschluss und Schaufenster des Unternehmensnetzwerks. IHK-Präsident Jörg Brömer eröffnete die Veranstaltung und betonte: „Corporate Social Responsibility ist mehr als eine Strategie – es ist eine Haltung. Unternehmen handeln nicht nur, weil es sich rechnet, sondern weil sie Verantwortung für Menschen, Region und Zukunft tragen.“ 

„Nachhaltigkeit ist kein Nischenthema, sondern ein Wettbewerbsfaktor. Und sie ist Ausdruck unternehmerischer Verantwortung, die nicht verordnet ist, sondern vorgelebt werden muss. Am Ende sind es die Menschen, die den Unterschied machen“, sagte Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende im Anschluss daran. 

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Keynote von Reinhard Schneider, Inhaber des Mainzer Familienunternehmens Werner & Mertz (u. a. Marke „Frosch“). Schneider ging der Frage nach, ob und wie unternehmerische Verantwortung Konjunkturen folgen darf oder vielleicht sogar selbst Rückenwind geben kann: „Kreislaufwirtschaft muss ganzheitlich gedacht werden und sich in sämtlichen unternehmerischen Entscheidungen widerspiegeln. Nur so entsteht Vertrauen“, betonte Schneider. Er ermutigte Unternehmen, auch in schwierigen Zeiten an ökologischer und sozialer Verantwortung festzuhalten: „Gerade wenn der Zeitgeist in eine andere Richtung pendelt, entsteht eine Sehnsucht nach Vertrauen und Verlässlichkeit. Wer diesem Bedürfnis begegnet, stärkt nicht nur das Gemeinwohl sondern auch die eigene Zukunftsfähigkeit.“ 

Daran knüpfte André Koch-Engelmann, Geschäftsführer des bundesweiten UPJ-Netzwerks für Unternehmensverantwortung und gesellschaftliches Engagement, in der anschließenden Diskussion an. Er unterstrich die gesellschaftliche Bedeutung des Themas: „Für Unternehmerinnen und Unternehmen bietet verantwortliches Handeln und gesellschaftliches Engagement viele Vorteile. Aber gerade in diesen unübersichtlichen Zeiten der scheinbar einfachen und populistischen Antworten ist es auch ein Ausdruck einer Haltung, das demokratische Gemeinwesen mitgestalten zu wollen und sich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt einzusetzen.“ 

Nach den Impulsen standen die Alltagsfragen der Nachhaltigkeit im Zentrum, die eine Umsetzung erst möglich machen: Der Praxistag bot interaktive Panels zu nachhaltiger Mobilität, Corporate Volunteering und den neuen EU-Berichtspflichten. Dort wurden praxisnah Beispiele vorgestellt, wie Unternehmen ökologische und gesellschaftliche Verantwortung strategisch in ihre Prozesse integrieren können. 

Abschließend würdigte Dr. Patricia Becher, Dezernentin für Soziales, Bildung und Wohnen, das Unternehmensnetzwerk: „Ich freue mich sehr über so viele Unternehmen, die zeigen, dass Verantwortung über den eigenen Betrieb hinausgeht – hinein in die Stadtgesellschaft, in den Stadtteil, die Nachbarschaft, in Bildung, Umwelt und Gemeinwohl.“ 

Das CSR-Netzwerk ist offen für neue Teilnehmende im kommenden Jahr und bietet vielfältige Impulse, Austauschformate und Praxisbeispiele aus der Region. Eine Online-Infoveranstaltung ist für Mittwoch, 19. Januar, um 13 Uhr, geplant. Interessierte Unternehmen erhalten Informationen bei Marika Südbeck, UPJ e.V. (marika.suedbeckupjde). 

Das CSR Regio.Net Wiesbaden ist Teil der städtischen Strategie „Wiesbaden Engagiert!“ und ein Projekt von UPJ e. V. in Kooperation mit und gefördert durch die Landeshauptstadt Wiesbaden, Amt für Soziale Arbeit. Die IHK Wiesbaden ist strategische Partnerin und Gastgeberin dieser Veranstaltung. 

Weitere Informationen: https://www.upj.de/projekte/csr-regio-net (Öffnet in einem neuen Tab)

Bilder

Bild I
Gruppenbild.
Bild II
Beim CSR Regio.Net Praxistag diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft über verantwortliche Unternehmensführung in Zeiten wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Unsicherheit.

Herausgeber dieser Pressemitteilung ist das Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, pressereferatwiesbadende. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das zuständige Dezernat oder Amt wenden.

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