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Magistrat beschließt Ausführungsvorlage für Sanierung und Erweiterung der Hafenschule

Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden hat am Dienstag, 8. September, die Ausführungsvorlage für die Sanierung und den Erweiterungsbau der Schiersteiner Hafenschule beschlossen. Vorbehaltlich der Behandlung im Ausschuss für Schule, Kultur und Städtepartnerschaften sowie der finalen Beschlussfassung der Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch, 30. September, steht damit dem Beginn dieses zukunftsweisenden Großprojekts im Stadtteil Schierstein nichts mehr im Wege.

Mit der Entscheidung wird der Grundstein gelegt, um die Hafenschule dauerhaft dreizügig aufzustellen und den ab dem Schuljahr 2026/27 geltenden Rechtsanspruch auf Ganztags-betreuung pädagogisch und räumlich vollumfänglich abzusichern. Die Gesamtbaukosten für das Vorhaben belaufen sich auf rund 42,5 Millionen Euro.

„Die heutige Entscheidung des Magistrats ist ein entscheidender Meilenstein für die Schullandschaft in Schierstein. Mit der Sanierung und der gezielten Erweiterung der Hafenschule schaffen wir eine zeitgemäße, komplett barrierefreie Lehr- und Lernumgebung für unsere Grundschülerinnen und Grundschüler. Durch die dauerhafte Dreizügigkeit und die modernen Räumlichkeiten sichern wir nicht nur den Rechtsanspruch auf die Ganztagsbetreuung ab, sondern ermöglichen auch eine zukunftsweisende Pädagogik, die im alten Bestand nicht mehr abbildbar war. Besonders stolz bin ich auf die zukunftsweisende Verknüpfung von moderner Bildungsinfrastruktur mit ökologischer Nachhaltigkeit sowie Hochwasserschutz vor Ort. Damit wird die neue Hafenschule einen wertvollen Beitrag für ganz Schierstein leisten,“ zeigt sich Schuldezernentin Dr. Patricia Becher erfreut über den Beschluss.

Aufgrund der baulichen Mängel der in den 1950er-Jahren errichteten Gebäude und deren begrenzter Struktur war ein bloßer Erhalt des alten Klassen- und Verwaltungstrakts wirtschaftlich und pädagogisch nicht sinnvoll. Stattdessen entsteht nun ein moderner, funktionaler Neubau, der flexiblere Raumzuschnitte für zeitgemäße pädagogische Konzepte bietet. Das historische Schulhaus aus dem Jahr 1884 wird saniert und zu einem modernen Verwaltungsgebäude umgebaut. Die bisherige Turnhalle der Schule wird künftig als Mensa genutzt und entsprechend umgebaut. Der Sportunterricht wird in der nahegelegenen neuen Sporthalle der Erich-Kästner-Schule stattfinden.

Das Projekt setzt dabei auch in ökologischer Hinsicht Maßstäbe: neben der Einhaltung nachhaltiger Baustandards wird auf dem Dach des Erweiterungsbaus eine Photovoltaikanlage errichtet, die als klimarelevantes Teilprojekt des städtischen Klimaplans einen Beitrag zur CO2-Einsparung leisten wird. Eine technische Besonderheit betrifft zudem den Hochwasserschutz am angrenzenden Lindenbach: Der Neubau erhält eine unterirdische Parkebene. Diese dient im Normalfall als Parkfläche, kann jedoch bei extremem Hochwasser gezielt geflutet werden, um den Lindenbach sowie die angrenzenden Grundstücke und Schulgebäude wirksam zu entlasten.

Zusätzlich zu den Baukosten sind für die Neuausstattung des Neubaus und Ergänzungen im Altbestand rund 900.000 Euro eingeplant.

Damit der Schulbetrieb während der rund 28-monatigen reinen Bauzeit ungestört weiterlaufen kann, wird an der Saarbrücker Allee eine großzügige Interimscontaineranlage errichtet. Diese soll bis Mai 2027 fertiggestellt sein. In den Sommerferien 2027 zieht die Schule um, sodass das Schuljahr 2027/28 pünktlich und ohne Einschränkungen im Interim starten kann. Der Baustart auf dem eigentlichen Schulgelände mit den Abbruchmaßnahmen ist für November 2027 terminiert.

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Magistrat beschließt Ausführungsvorlage für Sanierung und Erweiterung der Hafenschule

Herausgeber dieser Pressemitteilung ist das Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, pressereferatwiesbadende. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das zuständige Dezernat oder Amt wenden.

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