D 2009, 137 Min., FSK: ab 12
Regie: Kai Wessel
Buch: Maria von Heland
Kamera: Hagen Bogdanski
Musik: Martin Todsharow
Mit Heike Makatsch, Dan Stevens, Monica Bleibtreu, Hanns Zischler, Johanna Gastdorf, Trystan Pütter, Michael Gwisdek
In unserer Reihe zum 100. Geburtstag von Hildegard Knef zeigen wir noch einmal das großartige filmische Porträt der Diva, die als Schauspielerin früh am Broadway gefeiert, als Bestsellerautorin und als Interpretin ihrer Lieder international umjubelt wurde: ein Weltstar. Der Film von Kai Wessel folgt weitgehend der Autobiografie der Künstlerin mit dem Titel "Der geschenkte Gaul". Umwerfend ist Heike Makatsch in der Hauptrolle . Man kann kaum mehr von einer Rolle sprechen, so intensiv und einfühlsam verkörpert sie die Knef, eine widersprüchliche Frau mit Ecken und Kanten.
Die Ikone des Films und Gesangs wurde von ihrem Publikum in Deutschland geliebt und gehasst. Ihre Liebe zum Nazianhänger Ewald von Demandowsky haftet ihr auch Jahre nach dem Krieg noch an, trotz ihrer Ehe mit Kurt Hirsch, einem amerikanischen Leutnant jüdischer Herkunft. Sie geht nach Amerika, aber Hollywood ist so kurz nach dem Krieg nicht bereit für eine deutsche Schauspielerin. So kehrt sie nach Deutschland zurück, doch auch hier will man sie aufgrund einer kleinen Nacktszene in DIE SÜNDERIN bald nicht mehr haben. Zurück in Amerika kann sie endlich das tun, was ihr am meisten liegt: auf der Bühne stehen. Hildegard Knef wird auf dem Broadway ein Star. Auch in Deutschland bleibt ihre steile Karriere jetzt nicht unbemerkt. 1966 ist es schließlich soweit. In der Berliner Philharmonie gibt sie ihr bis dahin größtes Konzert vor deutschem Publikum.