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Freizeit

Wir müssen [reden] spielen oder: Quatsch keine Opern

09.05.2026, 19:30 Uhr

Ganz ehrlich: reden muss niemand. Das Sprechen haben wir zwar alle irgendwie gelernt – davor war: nein, nicht Schweigen. Vorsprachliches Fragen und Antworten, ein Lernspiel mit Klängen und Gesten, das Hören voraussetzend, im besten Fall gelingende Verständigung erzeugend. Doch: meist wird viel geredet, wenig gesagt und kaum zugehört.
Wir, das art.ist.kollektiv, hören hin und fragen: wie und worüber wird geredet, was wird gesagt? Wird etwa Gesprochenes durch Wiederholung wahrer? Oder jemandes Meinung durch Nachdruck überzeugender? Wir indes spielen mit der Sprache und übersetzen sie in Klang, Rhythmus, Melodie, kommen vom Text zur Musik, von der Musik zur Bewegung, vom Reden zum Spielen. Im besten Fall gelingt Verständigung spielerisch: im babylonischen Durcheinander ein resonanzreiches Miteinander.

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