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Freizeit

Beobachtungsabend

10.04.2026, 20:00 Uhr

Durch die nun geltende MESZ geht die Sonne erst um 20.12 Uhr unter. Bereits kurz nach Sonnenuntergang kann man unseren Nachbarplaneten Venus auf Grund ihrer Großen Helligkeit von -3.9m, durch die Erdatmosphäre abgeschwächt auf -3-3m, mit bloßem Auge erkennen. Um 21.00 Uhr steht sie noch 11° über dem Westlichen Horizont und 20 Min später verschwindet sie hinter der Mauer des Beobachtungsraumes. Im Fernrohr sehen wir ein zu 91% beleuchtetes Planetenscheibchen mit 10,9“ scheinbarem Durchmesser. Weiterhin sind die Planeten Jupiter und Uranus mit unseren Fernrohren zu beobachten. Den Planeten Uranus können wir den gesamten Abend über beobachten. Um 21.00 Uhr steht er 25° hoch im Westen, 4 ½ ° links unterhalb der Plejaden, dem Sternhaufen im Stier mit der Bezeichnung M45. Man kann im Fernrohr leicht das 3,5“ große Planetenscheibchen erkennen. Auch der Gasriese Jupiter kann beobachtet werden. Er ist während des gesamten Beobachtungsabends sichtbar. Um 21.00 Uhr steht er 57 ° hoch im Südwesten. Seine Helligkeit beträgt -2,2m, durch die Erdatmosphäre reduziert auf -1,9m. Jupiter hat einen scheinbaren Durchmesser von 38“ und erscheint 11mal größer als Uranus. In dem um 180° gedrehten Bild des Fernrohres sehen wir von links nach rechts den Mond Kallisto links des Jupiters und Io, Ganymed und Europa rechts des Jupiters. Ab 21.56 Uhr MESZ steht Io vor Jupiter. Die vier großen Monde hat bereits Galileo Galilei Anfang des 17. Jahrhunderts durch sein Fernrohr gesehen. Auch der Große Rote Fleck, ein riesiger Wirbelsturm in der Jupiteratmosphäre ist zu erkennen. Er hat eine Ausdehnung von etwa vier Erddurchmessern und taucht gegen 21.00 Uhr am rechten Rand auf. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Die Grafik zeigt den Sternenhimmel um 21.15 Uhr MEZ. Der Himmel ist noch etwas aufgehellt. Das Ende der Nautischen Dämmerung mit einer Sonnentiefe von 12° unter dem Horizont ist noch nicht erreicht. Die Sonne ist erst 10 ½ ° unter den Horizont. Die wichtigsten Sternbilder sind aber schon zu erkennen. Im Nordnordosten steigen allmählich die Sternbilder Kleiner Bär und der Drache auf. Im Nordosten befindet sich der Große Bär, dessen sieben hellsten Sterne auch Großer Wagen genannt werden. Verlängert man die hinteren Kastensterne um das 5-fache nach Norden. Kommt man zum Polarstern im Kleinen Bären. Dieser steht nahe des Himmelsnordpoles, wohin unsere Erdachse zeigt. Tief im Norden finden wir den Stern Deneb vom Sternbild Schwan. Er hat eine Helligkeit von +1,3m, ist jedoch durch den tiefen Stand von nur 6° über dem Horizont auf +3m abgeschwächt. Da Deneb zu den zirkumpolaren Sternen gehört, geht er nicht unter und wir können ihn im Norden noch sehen. Tief im Nordnordosten taucht wieder der Stern Wega vom Sternbild Leier auf. Die Wega gehört mit 0 m zu den hellsten Sternen, durch die Abschwächung des Lichtes durch die Erdatmosphäre erscheint sie mit einer Helligkeit von nur +2,2m. Im Nordnordwesten finden wir das äthiopische Königspaar Kepheus und Kassiopeia, die beide ebenfalls zirkumpolar sind. Im Nordwesten verabschiedet sich allmählich die Königstochter Andromeda und unsere Nachbargalaxie mit der Bezeichnung M31 ist auch kein lohnendes Objekt mehr. Etwas höher, im Westnordwesten finden wir den Helden Perseus. Im Sternbild Andromeda befindet sich unsere Nachbargalaxie mit der Bezeichnung M31. Das Licht benötigt von M31 bis zu uns 2,5 Millionen Jahre. Von Westen bis zum Süden finden wir noch den kompletten Winterhimmel mit vielen hellen Sternen. Den Anfang machen der Fuhrmann mit dem hellen Stern Capella und den drei offenen Sternhaufen M36, M37 und M38 und der Stier mit dem hellen Stern Aldebaran und dem schönen Sternhaufen der Plejaden mit der Bezeichnung M45. Im Südwesten folgt der Orion mit den hellen Sternen Beteigeuze und Rigel und dem Orion-Nebel M42.Im Südwesten finden wir die Zwillinge mit den hellen Sternen Kastor und Pollux und im Südsüdwesten den Großen Hund mit dem hellen Stern Sirius. Sirius ist der hellste Stern am Himmel und wird nur gelegentlich von Planeten und natürlich vom Mond übertroffen. Der Kleine Hund mit dem hellen Stern Prokyon steht ebenfalls im Südsüdwesten. Den Schluss macht der Krebs, der nur aus relativ schwachen Sternen besteht, im Süden. Im Sternbild Krebs finden wir den sehr schönen offenen Sternhaufen M44. Unterhalb des Krebses befindet sich der Kopf der Wasserschlange. Diese ist das längste Sternbild und reicht bis zur Waage. Im Südosten befindet sich der Löwe mit dem hellen Stern Regulus. Der Löwe gehört zu den Frühlingssternbildern. Auch zu Regulus dient der Große Wagen als Wegweiser, indem man die vorderen Kastensterne um das Zehnfache nach unten verlängert. Inzwischen hat sich der Himmel auf den Frühling umgestellt. Unterhalb des Löwen ist die Jungfrau aufgetaucht mit dem hellen Stern Spica. Zwischen der Wasserschlange und der Jungfrau tauch der Rabe auf. Einen weiteren Frühlingsboten finden wir im Ostnordosten. Es ist der Bärenhüter mit dem sehr hellen Stern Arcturus. Auf Arcturus stößt man, wenn man die Deichsel des Großen Wagens um 30° verlängert. Unterhalb des Bärenhüters steht das kleine, aber markante Sternbild Nördliche Krone mit dem Stern Gemma (lat. Edelstein).

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