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Vor 81 Jahre endete der Zweite Weltkrieg und die nationalsozialistische Herrschaft in Deutschland. Aus diesem Anlass erinnert die Landeshauptstadt Wiesbaden im Rahmen einer Gedenkstunde an die Befreiung Wiesbadens durch die US-Army. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende wird ein Grußwort sprechen, an das sich der Vortrag des Historikers Dr. Philipp Kratz anschließt. Er fragt danach, ob 1945 tatsächlich ein demokratischer Neubeginn war. In zahlreichen Veranstaltungen und Publikationen wird an den 8. Mai 1945 unter dem Titel „demokratischer Neubeginn“ erinnert.

In seinem Vortrag vertritt Philipp Kratz jedoch am Beispiel Wiesbaden die These, dass der Neubeginn zunächst alles andere als demokratisch war. Dies wird besonders deutlich, wenn die Herrschaftsverhältnisse und der Grad der Entnazifizierung im Jahr 1945 mit der Situation im Jahr 1955 verglichen werden. Dieser Vergleich basiert auf den lokalhistorischen Studien des Referenten sowie den Ergebnissen der neueren geschichtswissenschaftlichen Forschung zum Nationalsozialismus und seiner Nachgeschichte. Die Gedenkstunde nimmt das Stadtarchiv Wiesbaden außerdem zum Anlass, den neuen Band seiner Reihe „Schriften des Stadtarchivs Wiesbaden“ mit dem Titel „Kriegsende und Neubeginn an Rhein und Main. Perspektiven auf das Ende des Zweiten Weltkriegs und den Beginn des demokratischen Wiederaufbaus im Rhein-Main-Gebiet“ vorzustellen. Die Publikation fasst die Ergebnisse des Kolloquiums zu 80 Jahren Kriegsende aus dem vergangenen Jahr zusammen und erweitert sie um eine Reflexion des bisherigen Erinnerns.

Bildcopyright: StadtA WI, Best. F000 Nr. 14370, Foto: Hans Espert

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Vor 81 Jahre endete der Zweite Weltkrieg und die nationalsozialistische Herrschaft in Deutschland. Aus diesem Anlass erinnert die Landeshauptstadt Wiesbaden im Rahmen einer Gedenkstunde an die Befreiung Wiesbadens durch die US-Army. 

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