Inhalt anspringen
Comunicato stampa della capitale dello Stato di Wiesbaden

Richtfest in der Bahnstraße Erbenheim

Mit dem Richtfest in der Bahnstraße in Wiesbaden-Erbenheim ist am Montag, 9. März, ein wichtiger Baufortschritt für ein Vorhaben erreicht worden, das geförderten Wohnungsbau und soziale Infrastruktur miteinander verbindet.

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft GeWeGe errichtet dort ein viergeschossiges Gebäude mit insgesamt 33 geförderten Wohnungen. Zugleich wird das Gebäude als sogenanntes Nurstromhaus umgesetzt. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach soll einen Teil des benötigten Stroms erzeugen. Im Erdgeschoss entsteht zudem eine fünfgruppige Kindertagesstätte des freien Trägers Känguru Kindertagesstätten Wiesbaden, die insbesondere für Familien im Quartier zusätzliche Betreuungsplätze schaffen soll. 

Der Wohnungsmarkt in Wiesbaden steht weiterhin unter erheblichem Druck. Die Landeshauptstadt Wiesbaden verfolgt daher gemeinsam mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GWW eine langfristig angelegte Strategie, die Neubau, die Weiterentwicklung bestehender Quartiere, energetische Modernisierung sowie stabile Rahmenbedingungen für Mieterinnen und Mieter miteinander verbindet. 

Dr. Patricia Becher, Sozialdezernentin der Landeshauptstadt Wiesbaden und Aufsichtsratsvorsitzende der GWW und GeWeGe, erklärt: „Bezahlbarer Wohnraum ist eine der zentralen sozialen Fragen unserer Stadt. Er entscheidet darüber, ob Menschen in Wiesbaden bleiben können, ob Familien Perspektiven haben und ob soziale Strukturen in unseren Quartieren erhalten bleiben. Deshalb setzen wir auf eine langfristige Strategie: Wir schaffen neuen Wohnraum, entwickeln bestehende Quartiere weiter und sorgen gleichzeitig für stabile Rahmenbedingungen für Mieterinnen und Mieter.“ 

Die GWW setzt diese Strategie mit einer Reihe Bau- und Entwicklungsprojekte um: Aktuell sind unter anderem bereits neue Wohnungen im Kärntner Viertel, im Schönau-Quartier sowie im Waldviertel entstanden. Neben dem Neubauprojekt in Erbenheim geht es auch in Bierstadt-Nord mit dem Projekt „Wohnen am Park“ (für gemeinschaftliches Wohnen) und in Dotzheim mit dem Projekt „HSK Wohnen“ voran. Dort werden rund 168 Betriebswohnungen errichtet, ergänzend wird ein Modellprojekt für betriebliche Kindertagespflege umgesetzt (zwei Wohnungen sollen von der Stadt angemietet werden, in denen Tagespflegepersonen Betreuungsangebote anbieten können). Darüber hinaus sind mit dem Kastanienquartier sowie dem „Quartier am Bürgerhaus“ weitere neue Wohnquartiere mit rund 220 bis 250 Wohnungen – darunter auch geförderter Wohnraum sowie sozialer Infrastruktur - in Entwicklung. 

Neben klassischen Mietwohnungen entwickelt die GWW auch spezielle Wohnangebote für unterschiedliche Zielgruppen. Dazu gehören unter anderem Angebote für Auszubildende (Azubiwohnen) sowie zeitlich befristetes Wohnen für Berufstätige (Businesswohnen). 

Parallel dazu werden bestehende Quartiere modernisiert und energetisch weiterentwickelt.

Und auch hier geht die GWW neue Wege: In Wiesbaden-Biebrich wird derzeit ein Projekt zur sogenannten seriellen energetischen Sanierung umgesetzt. Dabei werden Gebäude mit industriell vorgefertigten Fassaden- und Dachelementen energetisch modernisiert. Dieses Verfahren ermöglicht eine deutlich schnellere Umsetzung und reduziert gleichzeitig Belastungen für die Bewohnerinnen und Bewohner. 

Darüber hinaus engagiert sich die GWW auch bei der (Weiter)Entwicklung von Quartiersstrukturen; ein Beispiel ist das geplante #Quartiershaus im Dichterviertel, bei dem Wohnen, soziale Angebote und Infrastruktur in einem Gebäude miteinander verbunden werden sollen. 

Neben Neubau und Modernisierung geht es in Wiesbaden auch darum, die Kosten für die Mieterinnen und Mieter ganzheitlich im Blick zu behalten. So wurden zum einen die bestehenden Regelungen zur Mietbegrenzung – häufig als Mietpreisbremse im städtischen Bestand bezeichnet – verlängert. Zum anderen werden in der zum 1. Januar 2026 gegründeten GWW Immo Service GmbH verschiedene Dienstleistungen rund um Mieterstrom, Energieeffizienz sowie Ladeinfrastruktur für Elektromobilität gebündelt. Ziel ist es, Strom aus Photovoltaikanlagen im Wohnungsbestand künftig direkt für die Mieterinnen und Mieter nutzbar zu machen, Energiekosten perspektivisch zu senken und die Versorgung mit erneuerbarer Energie zu stärken. 

Thomas Keller, Geschäftsführer der GWW, betont: „Unsere Aufgabe als städtische Wohnungsbaugesellschaft ist es, die Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt konkret zu bearbeiten. Wir schaffen neuen Wohnraum, entwickeln unseren Bestand weiter und investieren gezielt in energetische Lösungen und neue Organisationsstrukturen. Entscheidend ist, dass wir diese Maßnahmen langfristig fortführen – damit Wirtschaftlichkeit, Klimaschutz und bezahlbares Wohnen miteinander vereinbar bleiben.“ 

Das Bauvorhaben in der Bahnstraße steht damit beispielhaft für den Ansatz der Landeshauptstadt Wiesbaden: durch Neubau, Quartiersentwicklung, energetische Modernisierung, soziale Infrastruktur und stabile Preise soll bezahlbarer Wohnraum langfristig gesichert werden. 

Weitere Informationen zu den Projekten sowie allgemeine Informationen zur GWW unter: www.gww-wiesbaden.de (Öffnet in einem neuen Tab).

Bilder

Bild I
v. l. n. r.: Thomas Keller, Geschäftsführer GWW; Sylvia Schob, Aufsichtsrätin GWW; Handwerker; Petra Vogt, Aufsichtsrätin GWW; Thomas Scheffler, Leiter der Abteilung Kindertagesstätten und Kindertagespflege; Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher; Wolfgang Reinsch, Ortsvorsteher; Dr. Gerhard Obermayr, Stadtverordnetenvorsteher.
Bild II
Richtfest in der Bahnstraße in Erbenheim.

Herausgeber dieser Pressemitteilung ist das Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, pressereferatwiesbadende. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das zuständige Dezernat oder Amt wenden.

Merkliste

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise