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Literaturpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden

Der Literaturpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden 2026 geht an die Schriftstellerin, Regisseurin, Tänzerin und Choreografin Judith Kuckart. Die Preisverleihung findet am Dienstag, 10. November 2026 um 19.30 Uhr im thalhaus Theater Wiesbaden mit Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende statt.

Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und zeichnet seit 2020 biennal Autorinnen und Autoren aus, die intermedial arbeiten und Bezüge zu anderen Künsten, Medien oder Diskursen herstellen. Die Fachjury bilden die Literaturkritikerinnen und -kritiker Professor Dr. Moritz Baßler (Uni Münster), Katharina Borchardt (SWR) sowie Dr. Wiebke Porombka (Deutschlandfunk). 

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Judith Kuckart erhält den Wiesbadener Literaturpreis 2026.

Preisverleihung im thalhaus Theater

Die Preisverleihung findet am Dienstag, 10. November 2026, um 19.30 Uhr im thalhaus Theater Wiesbaden mit Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende statt. Die Laudatio hält Dr. Wiebke Porombka. Im Rahmen der Veranstaltung gibt Judith Kuckart Einblick in ihr Werk.

Über Judith Kuckart

Judith Kuckart wurde 1959 geboren und wuchs in Schwelm am Rand des Ruhrgebiets auf. Aktuell lebt sie in Berlin und Zürich. Sie studierte Literatur- und Theaterwissenschaften und absolvierte zudem eine Tanzausbildung. 1984 gründete sie das Tanztheater Skoronel, eine freie professionelle Gruppe, mit der sie bis 1998 siebzehn Produktionen realisierte. Seit 1999 arbeitet sie als freie Regisseurin. 2021 realisierte sie ein Reload mit dem alten Skoronel-Ensemble mit dem Titel DIE ERDE IST GEWALTIG SCHÖN, DOCH SICHER IST SIE NICHT. Die Premiere fand im Rahmen der Wiesbadener Literaturtage statt. Judith Kuckarts erster Roman „Wahl der Waffen“ erschien 1990. Es folgten zahlreiche weitere Romane, Hörspiele und (Erzähl-)Theaterstücke. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, darunter der Literaturpreis Ruhr 2009 und der Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis 2012. 2026 war sie Stadtschreiberin in Chemnitz und Bergen-Enkheim.

 

Jury-Begründung

Die Jury zeichnet Judith Kuckart aus, da sie „seit jeher so virtuos wie unangestrengt die Kunstgattungen Tanz und Erzählen verbindet und dadurch literarische Choreographien erschafft.“ Exemplarisch für Judith Kuckarts Arbeit steht das aktuellste Werk „Die Welt zwischen den Nachrichten", erschienen 2024. In der Jurybegründung heißt es: „Zwischen Ruhrgebiet, Italien, der Schweiz und Berlin setzt Kuckart Schlaglichter der Nachkriegsgeschichte und einer Künstlerinnenbiographie in Szene, lotet Möglichkeiten weiblicher Lebenswege aus. Stränge und Motive werden dabei auf musikalische, vermeintlich leichthändig-spielerische Weise miteinander verflochten. Ein schmales Buch, das dank seiner gedanklichen und ästhetischen Beweglichkeit ein großes wird und den Raum eröffnet, Memoire und Roman über die bundesrepublikanische Zeitgeschichte zugleich zu sein.“

Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger

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