Naturhistorischer Vortrag
Am Dienstag, 8. September, spricht Professor Dr. Henner Hollert im Museum Wiesbaden um 18 Uhr über das Thema "Schadstoffe als Zeitbomben im Sediment". Eintritt frei!
Welche Gefahren gehen von Schadstoffen aus, die sich über Jahrzehnte am Grund von Seen und Flüssen angesammelt haben? Dieser Frage widmet sich ein Vortrag von Herrn Henner Hollert, Professor für Evolutionsökologie und Umwelttoxikologie an der Goethe-Universität Frankfurt, am Dienstag, 8. September, um 18 Uhr im Museum Wiesbaden. Sedimente sind das Gedächtnis unserer Flüsse und Seen.
In ihnen können sich Schadstoffe aus Industrie, Landwirtschaft und Städten über Jahrzehnte anreichern und zu chemischen Zeitbomben werden. In Rhein, Neckar und Elbe etwa lagern solche Altlasten im Untergrund. Hochwasser, starke Strömungen oder Eingriffe in das Flussbett können die Schadstoffe wieder freisetzen. Angesichts möglicher zunehmender Hochwasserereignisse durch den Klimawandel gewinnt das Thema an Bedeutung. In seinem Vortrag zeigt Prof. Dr. Hollert, welche Schadstoffe sich in Sedimenten anreichern, unter welchen Bedingungen sie mobilisiert werden und welche Folgen dies für Fische, Wasserorganismen und ganze Ökosysteme haben kann. Der Vortrag findet bei freiem Eintritt in Kooperation mit dem Nassauischen Verein für Naturkunde statt.
Der Vortrag findet als Begleitprogramm der Sonderausstellung "Gift - Tödliche Gaben" im Museum Wiesbaden in Kooperation mit dem Nassauischen Verein für Naturkunde e.V. statt. Der Eintritt ist kostenlos.
